
Führende Institute erwarten für das laufende Jahr ein Wachstum von 1,3 Prozent. Dennoch mahnen Experten zur Vorsicht wegen struktureller Probleme und politischer Unsicherheiten.
AI-generated summary
Die deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute erstellen regelmässig Gemeinschaftsprognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland.
Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr stark angehoben: Sie erwarten eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,3 Prozent, wie sie in ihrer gemeinsamen Herbstprognose erklären.
Die Erholung der Wirtschaft fiele damit stärker aus als noch im Frühjahr erwartet - damals lag die Prognose bei 0,6 Prozent.
Exporte stark gestiegen
Die Institute erklärten, vor allem die Exporte und die Wertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe hätten "überraschend stark" zugelegt. Impulse seien von der robusten Weltkonjunktur und dem weltweiten Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI) gekommen. Auch hätten Wettbewerber aus der Golfregion wegen des Iran-Kriegs erhebliche Produktionsprobleme gehabt.
Der mit dem Krieg verbundene Energiepreisschock habe die deutsche Wirtschaft zwar gebremst, die höheren Preise für Kraftstoffe und Heizöl hätten sich bislang aber kaum auf die übrigen Verbraucherpreise ausgewirkt, hieß es weiter.
Erholung insgesamt aber schwach
Dennoch bleibe die Erholung insgesamt schwach, betonten die Wirtschaftsforscher. Der Aufschwung stehe "auf einem schmalen Fundament, denn hohe Energiepreise und Strukturprobleme belasten", erklärte Oliver Holtemöller vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle. Im laufenden Quartal bremse zudem Niedrigwasser die Aktivität vorübergehend.
Für 2027 erwarten die Institute statt 0,9 Prozent nun ein Plus von 1,1 Prozent, für 2028 aber nur noch eine Zunahme des BIP von 0,4 Prozent - dann "verliert die Expansion an Tempo".
Warnung vor Populismus
Mit Blick auf die jüngsten Wahlen in Deutschland warnen die Wirtschaftsforscher darüber hinaus vor einer "in Teilen stärker populistisch geprägten Politik", die die Attraktivität des Standorts für gut qualifizierte Beschäftigte beeinträchtigen und den Arbeitskräftemangel noch verschärfen könne.
Die politische Unsicherheit sei im Zusammenhang mit den jüngsten Wahlen und den Regierungsbildungen noch gestiegen, sagte Holtemöller. Offen sei vor allem, welche Folgen sich daraus für die wirtschaftspolitische Reformagenda ergeben.
Die AfD war bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern stärkste Kraft geworden. Die im Bund regierenden CDU und SPD büßten stark ein. In der SPD wird der Reformkurs der Bundesregierung zunehmend in Frage gestellt.
Auch Unternehmen wieder zuversichtlicher
Trotz bestehender Unsicherheitsfaktoren hat sich im September auch die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland verbessert. Sie bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage positiver und auch ihre Erwartungen hellten sich weiter auf, wie das ifo-Institut mitteilte.
Der Geschäftsklimaindex stieg von 88,8 Punkten im August auf nun 89,9 Punkte. "Die deutsche Wirtschaft setzt ihren Erholungskurs fort", erklärte ifo-Präsident Clemens Fuest. "Offenbar haben die Unternehmen den jüngsten massiven Anstieg der Energiepreise abgeschüttelt", sagte auch Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Die deutsche Wirtschaft sei "widerstandsfähiger als gedacht".
"Der Sommer war wegen Hitze und Trockenheit schwierig, die Produktionsausfälle sollten jedoch im vierten Quartal aufgeholt werden", betonte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. Die Wirtschaftsreformen seien mittlerweile "so weit zerredet", dass sie als Stimmungsaufheller nicht mehr viel taugen. "Die Unternehmen passen sich eher an die Realität an, und die ist gemischt", so Kater.
Ausblick besser als aktuelle Lage
Im Verarbeitenden Gewerbe hellten sich dementsprechend vor allem die Erwartungen deutlich auf. Die aktuelle Lage bewerteten die Firmen dagegen etwas schlechter. Nach wie vor herrscht Unzufriedenheit mit den Auftragsbeständen. Insbesondere die Autoindustrie bewege sich weiterhin "auf schwieriges Terrain", so das Münchner Institut weiter.
Im Handel legte der Index ebenfalls zu: Die Händler bewerteten ihre aktuelle Lage positiver und auch ihre Erwartungen verbesserten sich. Die Einzelhändler seien angesichts steigender Inflation aber weiterhin zurückhaltend.
Weniger Erwerbstätige in den kommenden Jahren
Trotz der erwarteten Konjunkturerholung dürfte die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland in diesem und im kommenden Jahr zurückgehen. Nach einer Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) wird die Erwerbstätigkeit 2026 um rund 210.000 und 2027 um weitere 140.000 Personen sinken.
Hauptgrund für den Rückgang der Beschäftigung sei der demografische Wandel und damit die Alterung der Gesellschaft. "2026 wird das erste Jahr seit der Weltfinanzkrise 2009 sein, in dem die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nicht mehr wächst", sagte Enzo Weber, Leiter des zuständigen IAB-Forschungsbereichs. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten dürfte demnach in diesem Jahr um 70.000 auf 34,89 Millionen sinken.
Für 2027 erwarten die Forscher einen weiteren Rückgang um 40.000. Auch die Zahl der Arbeitslosen dürfte zunächst noch leicht steigen. Für dieses Jahr rechnet das IAB mit einem Plus von 50.000, für das kommende Jahr mit weiteren 20.000 Arbeitslosen.
AI outlook — possibilities, not facts
Rückgang der Erwerbstätigkeit in den Jahren 2026 und 2027
Likely · Within months

According to media reports, Mercedes-Benz is planning to save at least 800 million euros in labor costs. Zur Diskussion stehen Kürzungen von Sonderzahlungen und eine Erhöhung der Arbeitszeit, während der Betriebsrat um den Erhalt der Standorte kämpft.

IG Metall is demanding five percent more wages while German industry is suffering from high costs and structural crises. Experts warn of a further weakening of competitiveness and the threat of staff cuts as a result of this wage policy.
The Schwarz Group is testing autonomous trucks from the Swedish manufacturer Einride for Lidl store deliveries in Edermünde. The aim is to overcome the shortage of skilled workers and optimize logistics processes under real conditions.
The leading economic institutes are forecasting slight growth for Germany, but warning of structural location problems. The federal government is sharply criticized for its expansionary financial policy and lack of willingness to reform.

Boeing is hoping in vain for new major orders from China during the current US-China summit. Experts see the focus of the discussions more on AI, arms sales and agricultural trade. Airbus remains strongly positioned in China.
The Rhineland-Palatinate economy recorded price-adjusted GDP growth of 1.1 percent in the first half of the year, above the national average of 0.9 percent. Drivers included the armaments and automotive industries.