
AI-generated summary
El Niño ist ein Klimaphänomen, das alle paar Jahre auftritt und sich oft mit La Niña abwechselt. Es führt zu Erwärmung der Ozeanoberfläche im tropischen Pazifik und hat weltweit Auswirkungen auf Wetterverhältnisse.
Beim Blick auf die Wetterkarten über dem tropischen Pazifik vor der amerikanischen Küste kann jeder ahnen, warum auch die Weltmeteorologiebehörde (WMO) in Genf nun vor einem „El Niño mit Superausmaßen“ warnt. Gleich vier Wirbelstürme, darunter drei „Monster-Hurrikane“ der oberen Kategorien, bewegen sich derzeit wie ein Zug über den größten Ozean. Marie, Lowell, Karina und Edouard ziehen ihre gewaltige Energie aus einer um diese Jahreszeit fast noch nie so stark aufgeheizten Meeresoberfläche, und sie bedrohen auf ihrem Zug pazifische Inseln wie Hawaii, aber auch die Festlandküste.
Die Wirbelstürme über dem Pazifik sind nur ein extremes Wettersymptom von vielen, die mit der exorbitanten Erwärmung des tropischen Ostpazifiks einhergehen. Und es werden viele folgen: Dürren, Überflutungen und neue Waldbrände drohen rund um den Globus. Mit „hundertprozentiger Sicherheit“, sagte WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo in Genf, werde dieser El Niño bis mindestens zum Februar 2027 andauern. Das Klimaphänomen mit seinen weltweiten Auswirkungen, das alle paar Jahre wiederkehrt und sich oft mit der Kälteanomalie La Niña abwechselt – dem meteorologischen Gegenstück zu El Niño –, hat sich schon in den ersten Monaten dieses Jahres in rekordverdächtiger Geschwindigkeit im Pazifik aufgebaut.
F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen
F.A.Z. bei Google bevorzugen
Beispiellose Nahrungsmittelengpässe werden befürchtet
Kräftige und bis heute sich wiederholende mächtige Westwinde über dem Meer haben bereits riesige Warmwassermassen aus dem West- in den Ostpazifik getrieben. Vor Ecuador und Peru liegen die Temperaturen derzeit schon fast sechs Grad über dem Normalwert, die energiegeladenen Warmwassermengen heben den Meeresspiegel über eine riesige Fläche um einige Dutzend Zentimeter. In vielen der traditionell am stärksten betroffenen Regionen in Südamerika, Afrika, Ozeanien und Asien bereiten sich nach Angaben der WMO bereits die nationalen Wetter- und Katastrophendienste auf historische Wetterextreme vor. Die Katastrophenrisikobehörde der Vereinten Nationen (UNDRR) arbeitet eng auch mit Landwirtschaftsorganisationen zusammen, weil beispiellose Nahrungsmittelengpässe befürchtet werden.
Tatsächlich weisen derzeit alle Werte auf den stärksten El Niño seit mindestens 155 Jahren hin. Schon im Oktober werden im Zentralpazifik Temperaturabweichungen vom Normalwert um plus 3,5 Grad erwartet – solche Anomalien treten selbst zum Höhepunkt des Klimaphänomens um den Jahreswechsel herum nicht auf. Ein Super-El-Niño, die höchste Kategorie, beginnt ab einer Abweichung von plus zwei Grad.
Warum ausgerechnet El Niño sich schon seit Monaten so extrem aufbaut, ist nicht endgültig geklärt. Inzwischen ist allerdings wissenschaftlich nachgewiesen, dass der Klimawandel das Klimaphänomen mittlerweile messbar anheizt. Und die Ozeane sind in diesem Jahr auch tatsächlich in vielen Weltgegenden mit marinen Hitzewellen und einer globalen Rekordtemperatur aus dem üblichen Rahmen gefallen.
Dass auch die Katastrophenbilanz nach diesem El Niño historisch ausfallen wird, sei damit allerdings nicht gesagt, gab die WMO zu bedenken. Die extreme Intensität dieses El Niño müsse nicht zwangsläufig die Schäden maximieren, denn regional bestimmte Einflussfaktoren – auch andere Atmosphärenphänomene – könnten das Ausmaß der El-Niño-Folgen begrenzen.
AI outlook — possibilities, not facts
Der El Niño wird mindestens bis Februar 2027 andauern.
Very likely · Within months
Im Zentralpazifik werden im Oktober Temperaturabweichungen von plus 3,5 Grad erwartet.
Likely · Within weeks

Two years after the devastating flood in May 2024 in the state of Rio Grande do Sul, which claimed at least 181 lives and left over 600,000 people homeless, the region around Porto Alegre remains a flood risk area. Despite improvements in flood protection, such as the expansion of civil defense and the modernization of pumping stations and early warning systems, experts warn of more intense extreme weather conditions due to El Niño and climate change. Particularly poor neighborhoods like the Morro da Polícia favela remain at risk, while studies show that less than 0.5 percent of the climate budget is spent on disaster preparedness.

The highly pathogenic bird flu H5N1 has reached Australia and is infecting not only birds but also mammals such as red foxes, fur seals and dolphins for the first time. Experts warn of further spread to endemic species and see koalas as less at risk, but other iconic animals such as dingoes and Tasmanian devils could be affected. Protective measures such as vaccinations for penguins and parakeets are already underway.

China is experiencing extreme weather with record temperatures, flooding and threatened crops, particularly cotton in Xinjiang. The government is committed to green technologies and climate neutrality by 2060, while the population feels local impacts and views climate protection positively.
Shipping on the Rhine has eased slightly, but the water levels at the Kaub bottleneck are already falling again. Experts warn that significantly higher water levels will still be required to fully load ships.
The invasive Asian hornet is spreading massively in Germany, especially in the southwest. Experts warn of damage to bee colonies and crops. While the authorities offer funding for nest removal, beekeepers criticize the measures as being too small.
From mid-October, a European citizens' initiative is calling for basic legal rights for ecosystems such as rivers and seas. The initiative aims to get the EU to recognize nature as a living entity with intrinsic value.