
Das Handelsblatt-Wochenende: Von der Brandmauer, Führungskräftegehältern und einem Impfstoff gegen Hautkrebs.
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Das Handelsblatt berichtet regelmäßig über wirtschaftliche Transformationen und politische Entwicklungen in Deutschland. Die AfD steht vor Landtagswahlen, was die Debatte über politische Brandmauern intensiviert.
Liebe Leserin, lieber Leser,
bloß nicht zynisch werden! Das ist, ehrlich gesagt, eine der größten Herausforderungen meines Jobs. Wir Journalistinnen und Journalisten beschäftigen uns ständig mit allem, was schiefläuft auf der Welt. Mit der Wirtschaft, die durch immer neue Krisen strauchelt. Der Erde, die immer heißer wird. Oder der Wahl an diesem Wochenende, bei der die AfD ernsthafte Chancen darauf hat, zum ersten Mal einen Ministerpräsidenten in einem deutschen Bundesland zu stellen.
Wer da noch ans Gute glaubt, muss ein Träumer sein, oder?
Ich sage: Und wenn schon.
Träume sind der Grundstein für alles, was gut läuft auf der Welt. Ohne Träume gäbe es keine Innovation, keine Kunst, keine wirksame Zivilgesellschaft. Es gäbe kein Penicillin, keine Mona Lisa, kein Wahlrecht für Frauen. Wäre doch schade, oder?
Klar, träumen allein reicht nicht. Ich höre Sie schon sagen: Man muss auch machen! Doch mit dem Machen, das ist mein Eindruck, haben wir in Deutschland weniger Probleme. Wir machen viel, zum Beispiel Regeln, Pläne, lange Meetings. Vor allem machen wir manchmal ein bisschen zu gerne so weiter wie bisher – siehe die Autoindustrie. Das Machen selbst ist also nicht das Problem. Nur mit dem Träumen vorher, da hapert es.
Ob Frank Kohler von seinem Umfeld schon mal als Träumer bezeichnet wurde, weiß ich nicht. Sicher ist aber, dass er beides kann, groß träumen und Dinge umsetzen. Kohler, Chef der Sparda-Bank Berlin, ist Teil unserer Handelsblatt-Serie „Zukunftsgestalter“, in der wir über Unternehmen berichten, die mit alten Strukturen, Traditionen und Arbeitsweisen brechen und sich neu erfinden.
Der Manager hat genau das gemacht: einen Umbruch angestoßen, der für seine konservativ geprägte Branche revolutionär ist. Er hat den kompletten Aufbau seiner Bank neu geordnet, Standorte mit Cafés und Coworking-Spaces ausgestattet und Beschäftigten völlig neue Rollen verpasst. Getraut hat er sich das wohl auch deswegen, weil sein Traum von einer gänzlich neuartigen Bank größer war als alle Bedenken.
Auf mögliche Hürden, Probleme oder Risiken zu kommen, ist leicht. Um Hoffnungswerte zu entdecken, muss man genauer hinsehen. Das wollen wir beim Handelsblatt für Sie tun – auch in dieser Wochenend-Ausgabe.
Ich wünsche Ihnen ein Wochenende mit kühnen Träumen.
Ihre Julia Beil, stv. Ressortleiterin Wochenende & Report
Der Banken-Revoluzzer
Veränderung ist schwer, besonders für Banken. Die Branche ist hochgradig reguliert und konservativ geprägt. Frank Kohler ist das egal: Er verpasst seiner Sparda-Bank Berlin gerade eine völlig neue Struktur und Strategie. Was er damit bezwecken will, was das für seine Belegschaft bedeutet und was andere Unternehmen von dieser Transformation mitten in Ostdeutschland lernen können, hat Franziska Telser aufgeschrieben.
Eine Brandmauer – und nichts dahinter?
Wer es mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung nicht so genau nimmt – wie die AfD –, sollte in Deutschland keinen Zugang zu Macht bekommen, schreibt Sven Prange. Nur tauge die viel zitierte Brandmauer nicht mehr, um die Partei von genau dieser Macht fernzuhalten. Er sagt: Um die AfD wieder zu schrumpfen, müssen wir die Brandmauer neu denken.
„Neues Kapitel im Buch der Medizin“
Schon im kommenden Jahr könnte er auf den Markt kommen: ein Impfstoff gegen Hautkrebs. Für das Pharmaunternehmen Moderna, das das Mittel gemeinsam mit Merck entwickelt, wäre das der zweite große Coup nach dem Corona-Impfstoff 2021. Wie das Mittel funktioniert und was daran das Interesse von Tech-Investoren weckt, weiß unsere Pharmareporterin Helena Smolak.
Soll ich oder soll ich nicht?
Entscheidungen zu treffen, fällt manchen Menschen leichter als anderen. Ist das angeboren? Und was hilft gegen endlose Grübelschleifen und ständiges Hadern? Meine Kollegin Alina van Wezel hat über diese und weitere Fragen mit dem Entscheidungsforscher Thorsten Pachur gesprochen.
Die Chefs und das Geld
Einer der verlässlichsten Wege zum sechsstelligen Gehalt führt über eine Führungsposition. Doch Chefposten ist nicht gleich Chefposten. Welche Faktoren maßgeblich beeinflussen, was Managerinnen und Manager verdienen, und wo Sie selbst im Vergleich zu anderen Führungskräften stehen, finden Sie mit unseren interaktiven Tools heraus.
Eine Runde quatschen
Laufen ist für mich etwas, das ich allein tun möchte. Ich will dabei meinen Gedanken nachhängen, einen Podcast hören, runterkommen. Damit stehe ich allerdings ziemlich allein da, wie ich seit der Lektüre dieses Textes von Lara Dehari weiß. Denn Lauftreffs haben aktuell Hochkonjunktur, schreibt sie – und bestimmte Anbieter machen sich diesen Trend besonders geschickt zunutze.
Ihre Meinung ist gefragt!
„Wirtschaft verstehen“ heißt das Motto des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises, der in diesem Jahr 20 Jahre alt wird. Zehn Bücher sind auf der Shortlist – und Sie entscheiden, welches davon den Leserpreis, der zusätzlich vergeben wird, bekommen soll.
Die Trauben haben Sonnenbrand
Die Flutkatastrophe an der Ahr vor fünf Jahren hat auf extreme Weise gezeigt, wie sehr Winzerinnen und Winzer unter den Folgen des Klimawandels leiden. Paradoxerweise profitieren manche von ihnen aber zugleich davon. Wie das sein kann und was das für Sie ganz persönlich bedeutet, wenn Sie gerne guten Wein trinken – das weiß Markus Hinterberger.
Kraftprotz im Maßanzug
Er sei „wie ein Bodybuilder, der seine Muskeln unter einem eleganten Outfit zu verstecken versucht – es aber nicht schafft, weil sie an allen Ecken und Enden herausquellen“: Das schreibt mein Kollege Hendrik Wünsche über den neuen Porsche Cayenne Turbo Coupé. Hendrik weiß, wovon er spricht, hat er das Luxus-E-Auto doch kürzlich getestet.
Qualität kommt von Quälen
Spaß an etwas zu haben, ist nur die halbe Miete. Will man in einem Hobby besser werden, muss man sich auch angemessen quälen, schreibt Thorsten Firlus. Das gilt fürs Joggen wie fürs Instrumentespielen. Thorsten hat im Laufe seines Lebens gelernt, wie Disziplin geht.
Der Candy-King
Während seine Konkurrenten wie Haribo und Katjes eher für ihre Verschwiegenheit bekannt sind, inszeniert Philip Hitschler-Becker sich und seine Marke wie kein anderer deutscher Firmenchef in sozialen Medien. Davon profitiert sein Süßwarenunternehmen Hitschies stark – und doch birgt die Strategie von Hitschler-Becker auch ein Risiko. Nell Rubröder erklärt Ihnen im Video, welches.
AI outlook — possibilities, not facts
Markteinführung eines Hautkrebs-Impfstoffs im kommenden Jahr
Possible · Within months
ZDF has an interview with AfD top candidate Ulrich Siegmund in the children's program logo! defended, even though the state association of the AfD in Saxony-Anhalt is classified as right-wing extremist by the Office for the Protection of the Constitution. The editorial team justified the decision with survey results according to which the AfD is the leader in Saxony-Anhalt and many people support it.

The MDR editor-in-chief, Mr. Lochthofen, explains the creation of the documentary “Country under pressure - 50 voices from the people,” emphasizes the importance of regional reporting before state elections, rejects the MDR's responsibility for the success of the AfD and talks about austerity measures, program priorities and the trust of the population in Central Germany.
In a detailed interview with “Zeit”, ZDF presenter Markus Lanz reflects on his journalistic work. He criticizes the media's treatment of the AfD, questions the role of the media in social divisions and explains his preparation methods.
Axel Springer CEO Mathias Döpfner discusses the international expansion of journalistic brands, the role of AI as a tool rather than a replacement for journalists and the need for the media industry to critically self-reflect on its audience.
The presenter and journalist Johannes B. Kerner is awarded the honorary award from Bavarian Prime Minister Markus Söder at the “Blue Panther” award ceremony. The award ceremony will take place on October 21st at the BMW Welt in Munich. Söder praised Kerner's versatility, charm and journalistic depth in talk shows, sports reporting and socially relevant programs.
RTL will end production of the daily soap 'Unter uns' at the end of 2026. Despite the broadcast ending in March 2027, the production company UFA is currently examining whether the series can be continued elsewhere. The soap has been running on German television since 1994.