Wolfgang Schäubles Erinnerungen: Ein Insider-Blick auf fünf Jahrzehnte deutsche Politik
Quick Look
Acht ZEIT-Autorinnen und -Autoren empfehlen das Buch von Wolfgang Schäuble, das seine politische Laufbahn von 1972 bis 2023 beschreibt, darunter Ostverträge, deutsche Einheit, Islamkonferenz und Eurokrise, und Einblicke in Macht, Irrtümer und Wandel bietet.
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Why It Matters
Wolfgang Schäuble war von 1972 bis 2023 in zentrale politische Entscheidungen verwickelt, darunter die Ostverträge, die deutsche Einheit, die Islamkonferenz und die Bewältigung der Eurokrise.
Klar, politische Biografien verraten uns im besten Falle viel über Menschen, die Geschichte geschrieben haben oder das gerade tun. Aber manche Biografien – und Autobiografien – leisten noch mehr. Sie führen mitten hinein in die Welt der Macht, erzählen von fatalen Irrtümern, von politischer Raffinesse und Verwundbarkeit. Und manchmal auch davon, wie tief der Blick auf Macht sich im Laufe der Zeit verändert. Acht ZEIT-Autorinnen und -Autoren geben im Politischen Feuilleton ihre persönliche Empfehlung ab.
Vieles an diesem Buch ist außergewöhnlich, allein schon die Spanne an politischen Entscheidungen, an denen Wolfgang Schäuble zwischen 1972 und 2023 beteiligt war und von denen er packend erzählt. Von den Ostverträgy Willy Brandts (für die er heimlich stimmte) über die deutsche Einheit (die er wesentlich managte) bis zur Islamkonferenz und zur Eurokrise – überall war dieser Mann nicht nur Zeitzeuge, sondern Akteur und Antreiber. Schäubles Erinnerungen sind also ein Geschichtsbuch aus der Sicht eines Insiders und schon daher interessant.
Open Questions
- Wie bewertet Schäuble seine Rolle in der Eurokrise rückblickend?
- Welche Lehren zieht er aus seinen politischen Irrtümern?

