Zahl der Asylsuchenden in Sachsen-Anhalt sinkt deutlich
Im September wurden 160 neue Asylsuchende registriert – der niedrigste Septemberwert seit 2011.
Quick Look
- Die Zahl der neuen Asylsuchenden in Sachsen-Anhalt ist im September im Vergleich zum Vorjahresmonat um rund 39 Prozent auf 160 Personen gesunken.
- Innenministerin Tamara Zieschang verweist auf eine veränderte Migrationspolitik.
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Why It Matters
Die Asylzahlen in Sachsen-Anhalt werden vom Innenministerium erfasst und zeigen im Jahresvergleich einen rückläufigen Trend.
Die Zahl der neuen Asylsuchenden in Sachsen-Anhalt geht stetig zurück. Im September seien 160 Menschen registriert worden, teilte das Innenministerium in Magdeburg mit. Das seien rund 39 Prozent weniger als im Vorjahresmonat mit 261 Schutzsuchenden. «Zuletzt gab es im Jahr 2011 im Monat September (124) so wenig Asylzugänge», so das Innenministerium.
Insgesamt seien in diesem Jahr bis Ende September 1.475 Asylsuchende nach Sachsen-Anhalt gekommen. Das sei ein Drittel weniger als im Vergleichszeitraum 2025, als es 2.199 Personen waren.
Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) verweist auf die veränderte Migrationspolitik. «Migration wird wieder gesteuert, geordnet und begrenzt.» Auch bei Rückführungen und vom Land veranlassten freiwilligen Ausreisen dürfe nicht nachgelassen werden. «Ich begrüße die jüngsten Entscheidungen auf europäischer Ebene, die nunmehr Abschiebezentren in Drittstaaten ermöglichen. Damit wird eine weitere Option geschaffen, dass vollziehbar Ausreisepflichtige Deutschland wieder verlassen.»
Open Questions
- Wie entwickeln sich die Asylzahlen im letzten Quartal des Jahres?
- Welche konkreten Auswirkungen haben die EU-Entscheidungen auf das Bundesland?

