
Prominente aus Kultur, Sport und Wirtschaft unterstützen die Kampagne „Wahre Heimatliebe ist…“ vor der Landtagswahl.
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Die AfD wird in Sachsen-Anhalt vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Vor der Landtagswahl formieren sich diverse zivilgesellschaftliche Bündnisse, um eine absolute Mehrheit der Partei zu verhindern.
In Sachsen-Anhalt will ein Bündnis aus der Zivilgesellschaft eine absolute Mehrheit der AfD verhindern – Akteure aus Sport, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft unterstützen die Kampagne „Wahre Heimatliebe ist…“ des Vereins „Mehr als uns trennt“. Zu ihnen zählen etwa die Schauspieler Sandra Hüller, Christian Friedel, Anna Schudt und Max Simonischek.
„Sollte die AfD bei der Landtagswahl am 6. September die absolute Mehrheit erreichen und den Ministerpräsidenten stellen, hätte das gravierende gesellschaftliche und wirtschaftliche Folgen – nicht nur für Sachsen-Anhalt, sondern weit darüber hinaus“, teilte der Verein mit.
Ziel sei es, eine absolute Mehrheit der AfD zu verhindern. Die Bürgerinnen und Bürger sollten am 6. September von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen und mit ihrer Stimme für eine demokratische Partei Verantwortung für die Zukunft Sachsen-Anhalts übernehmen, hieß es in einer Erklärung des nach eigenen Angaben unabhängigen Vereins. In Sachsen-Anhalt ist die AfD vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft worden.
Mit den Plakatmotiven soll vor allem aufgezeigt werden, welche Konsequenzen eine Umsetzung des AfD-Wahlprogramms hätte – etwa in der Kultur oder in der Pflege. Der Verein hat dafür Spenden gesammelt und eine Multimediakampagne entwickelt. Obendrein ist eine Tour mit einem Bus durch Sachsen-Anhalt geplant, bei der die Menschen dazu eingeladen werden, den Satz „Wahre Heimatliebe ist…“ zu vervollständigen.
Zu den Unterstützern zählen auch der Vizepräsident des SC Magdeburg, René Bethke, Getec-Gründer Karl Gerhold und der Archäologe Harald Meller. Auch die ehemalige Rektorin der Hochschule Magdeburg-Stendal, Anne Lequy, sowie der Teamchef des BMW-Motorsportteams, Torsten Schubert, gehören dazu.
In Sachsen-Anhalt haben sich bereits mehrere Bündnisse gebildet, die vor der Wahl von Extremisten warnen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund unterstützt etwa die Kampagne „Wir sind Sachsen-Anhalt: engagiert und weltoffen!“. Mit einer gezielten Kampagne will außerdem die Organisation Campact eine AfD-Alleinregierung verhindern. Die Initiatoren der Kampagne „Taktisch Wählen 2026“ verfolgen das gleiche Ziel.
Auch Vertreter der Kirchen haben sich positioniert. So legt das Bistum Magdeburg mit der Initiative „Bewusst wählen“ einen Fokus auf Menschenwürde, Nächstenliebe und Solidarität. Weiterhin hat ein Bündnis aus Kultureinrichtungen die Kampagne „Stolz auf Vielfalt“ gestartet.
Einen anderen Ton schlägt der Schauspieler Jan Josef Liefers im Podcast „Lanz & Precht“ an, als es um die Wahl in Sachsen-Anhalt geht. Durch den permanenten Fokus auf die Partei würde man die AfD nur größer machen. „Das ist ein solch monströses Gebilde. Sie ist aber am Ende die einzige klassische Protestpartei“, sagt Liefers im Podcast.
Gerade erst habe er für die Verfilmung von Juli Zehs neuem Roman „Über Menschen“ in Sachsen-Anhalt gedreht. „Man denkt ja, man sei dort im Naziland, so kriegt man das ja immer verkauft“, sagt er. Statt Hassreden habe er dort „wahnsinnig freundliche Menschen“ getroffen, die vor allem das Gefühl hätten, dass sie niemand richtig wahrnimmt.
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Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September
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