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Die Deutsche Umwelthilfe hat eine Auswertung der Dienstwagen von Politikern in Bund und Ländern durchgeführt, basierend auf einer Abfrage von Januar bis Juni 2026. Dabei wurden Fahrzeuge mit höchstem CO₂-Ausstoß berücksichtigt, falls mehrere Dienstwagen zur Verfügung standen.
Zu viele deutsche Politiker in Bund und Ländern setzen nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) auf Dienstwagen mit klimaschädlichen Verbrennungsmotoren. Nur 90 von 249 untersuchten Dienstwagen sind demnach rein elektrisch unterwegs. Ihr Anteil an der ausgewerteten Gesamtmenge ist damit gegenüber dem Vorjahr etwas gesunken.
Das sei eine »Kampfansage gegen zukunftsgerichtete Verkehrspolitik und ein desaströses Signal für die deutsche Klimapolitik«, sagte DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz. Die Politikerinnen und Politiker verfehlten ihre Vorbildfunktion. Bund und Länder sollten bei der Neubeschaffung konsequent auf Elektroautos setzen und keine Plug-in-Hybride kaufen, sagte Metz.
Sogenannte Plug-in-Hybride sind Fahrzeuge, die sowohl mit Treibstoff als auch mit Strom gefahren werden können. Umweltschützer kritisieren, dass sie in der Praxis häufig mit Verbrennungsmotor gefahren werden. Sie machen den Angaben der DUH zufolge den größten Anteil der Dienstwagenflotte aus. Die Umwelthilfe nimmt für ihre Auswertung einen elektrischen Fahranteil von rund 11 Prozent an, um den CO₂‑Ausstoß der Autos zu ermitteln.
Reem Alabali-Radovan und Cem Özdemir sind eher klimafreundlich unterwegs
Innerhalb der Bundesregierung fährt Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan (SPD) der Auswertung zufolge mit 64 Gramm CO₂ pro Kilometer den klimafreundlichsten Dienstwagen. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) und Bildungsministerin Karin Prien (CDU) belegen mit jeweils 169 Gramm CO₂ je Kilometer den letzten Platz.
Unter den Länderchefs liegen die Werte höher: Die Autos von Hendrik Wüst (CDU, Nordrhein-Westfalen), Manuela Schwesig (SPD, Mecklenburg-Vorpommern) und Kai Wegner (CDU, Berlin) liegen den Angaben zufolge bei jeweils 262 Gramm CO₂ pro gefahrenem Kilometer. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir ist mit 66 Gramm CO₂ je Kilometer laut DUH am klimafreundlichsten unterwegs.
Die Auswertung der DUH beruht nach eigenen Angaben auf einer Abfrage unter Amtsträgern von Januar bis Juni 2026. Falls Politikern mehrere Dienstwagen zur Verfügung stehen, wurden jene mit dem höchsten CO₂‑Ausstoß berücksichtigt. Die Wagen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und einigen anderen Bundesministern wurden wie bereits in den vergangenen Jahren wegen ihrer schweren Panzerung nicht gewertet.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Deutsche Umwelthilfe wird ihre Forderung nach einem Verbot von Plug-in-Hybriden in der Dienstwagenbeschaffung verstärken.
Likely · Within months
Einige Landesregierungen werden ihre Dienstflotten auf Elektroautos umstellen, um Kritik zu entgehen.
Possible · Within months
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