Zwölf Migranten bei zwei Bootsunglücken in der Ägäis gestorben
Zwei Flüchtlingsboote verunglücken vor den griechischen Inseln Samos und Lesbos
Quick Look
- Bei zwei separaten Bootsunglücken vor den griechischen Inseln Samos und Lesbos sind insgesamt zwölf Flüchtlinge ums Leben gekommen.
- Während vor Samos ein Boot kenterte, kollidierte vor Lesbos ein Schnellboot mit einem Schiff der Küstenwache.
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Why It Matters
Die Ägäis ist eine häufige Route für Flüchtlinge, die von der Türkei nach Griechenland gelangen wollen. Im Februar kam es bereits zu einem ähnlichen Vorfall vor der Insel Chios.
In der Ägäis sind bei zwei Vorfällen mit Flüchtlingsbooten insgesamt zwölf Menschen ums Leben gekommen. Beide Unglücke ereigneten sich vor griechischen Inseln, die nahe an der türkischen Küste liegen.
Am Morgen kamen vor der Insel Samos sechs Flüchtlinge ums Leben. "Ein Boot mit Migranten ist gesunken und sechs Menschen konnten nur noch tot geborgen werden", erklärte die griechische Küstenwache. Das Boot kenterte offenbar nach einem scharfen Manöver. 14 der Passagiere konnten gerettet werden.
Vor der griechischen Insel Lesbos kollidierte in der Nacht ein Schnellboot mit Migranten an Bord mit einem Schiff der Küstenwache, wie Medien unter Berufung auf die Behörden berichten. Dabei kamen ebenfalls sechs Menschen ums Leben, darunter ein Säugling. Acht Menschen wurden demnach gerettet, der genaue Unfallhergang soll untersucht werden. Ein türkischer Passagier gilt als mutmaßlicher Schleuser und wurde festgenommen.
Menschenrechtler verweisen auf eine ähnliche Kollision vor der Insel Chios im Februar. Dabei starben 15 Flüchtlinge. Überlebende warfen der Küstenwache damals vor, sie sei ohne Vorwarnung über die Menschen hinweggefahren. Die Küstenwache bestreitet das.
Mit Informationen von Moritz Pompl, ARD-Studio Athen
What to Watch
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Untersuchung des Unfallhergangs vor Lesbos
Very likely · Within weeks
Open Questions
- Wie kam es genau zur Kollision vor Lesbos?
- Welche rechtlichen Konsequenzen drohen dem festgenommenen Schleuser?






