36 Jahre nach der Wiedervereinigung: Herausforderungen in Deutschland und russische Zwangsverwaltung von Metro
Quick Look
- Oktober 1990 trat der Einigungsvertrag zwischen der DDR und der BRD in Kraft, wodurch die staatliche Einheit Deutschlands nach über 40 Jahren Teilung wiederhergestellt wurde.
- 36 Jahre später seien die Herausforderungen in Deutschland immens, sagt ZEIT-Autorin Jana Hensel, die eine proaktive Politik zur Überbrückung der Ost-West-Unterschiede fordert.
- Gleichzeitig stellte der russische Präsident Wladimir Putin das Russlandgeschäft des deutschen Handelskonzerns Metro per Dekret unter staatliche Zwangsverwaltung, nachdem viele westliche Unternehmen Russland verlassen hatten.
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Why It Matters
Der Einigungsvertrag zwischen der DDR und der BRD trat am 3. Oktober 1990 in Kraft und stellte die staatliche Einheit Deutschlands nach über 40 Jahren Teilung wieder her. Seit Beginn des Ukrainekriegs haben viele westliche Unternehmen Russland verlassen, Metro blieb jedoch im Land.
Am 3. Oktober 1990 trat der Einigungsvertrag zwischen der DDR und der BRD in Kraft. Mit ihm war die staatliche Einheit Deutschlands nach mehr als 40 Jahren der Teilung wiederhergestellt. 36 Jahre nach der Wiedervereinigung aber seien die Herausforderungen in Deutschland immens, sagt die ZEIT-Autorin Jana Hensel. Was es jetzt bräuchte, sei eine Politik, die die Unterschiede zwischen Ost und West proaktiv angeht. Wie die konkret aussehen kann, analysiert Hensel im Podcast.
Seit Beginn des Ukrainekriegs haben sich viele westliche Unternehmen aus Russland zurückgezogen. Der deutsche Handelskonzern Metro blieb jedoch weiterhin im Land. Anfang dieser Woche stellte der russische Präsident Wladimir Putin das Russlandgeschäft von Metro per Dekret unter staatliche Zwangsverwaltung. Die russische Sparte betreibt 91 Großmärkte, erwirtschaftet jährlich mehr als 130 Millionen Euro Gewinn und erzielte zuletzt einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro. Neben Metro könnten auch weitere deutsche Unternehmen wie Knauf, Hochland und Globus betroffen sein. Welche strategischen Ziele Russland mit der Übernahme westlicher Unternehmen verfolgt, erklärt Maxim Kireev, Redakteur für internationale Politik bei der ZEIT.
Und sonst so? Unser neuer Podcast »Mohamed gegen ICE – ein amerikanischer Albtraum«
Moderation und Produktion: Constanze Kainz
Mitarbeit: Simone Gaul und Mathias Peer
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected].
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Metro wird rechtliche Schritte gegen die Zwangsverwaltung durch Russland einleiten.
Likely · Within weeks
Die Bundesregierung wird den Fall Metro nutzen, um Druck auf Russland auszuüben und den Schutz deutscher Unternehmen im Ausland zu stärken.
Possible · Within months
Open Questions
- Wie wird die Zwangsverwaltung von Metro durch Russland praktisch umgesetzt?
- Welche rechtlichen Schritte plant Metro gegen die Zwangsverwaltung?
- Welche konkreten Maßnahmen schlägt Jana Hensel zur Überbrückung der Ost-West-Unterschiede vor?
- Welche anderen deutschen Unternehmen könnten neben Metro von ähnlichen russischen Maßnahmen betroffen sein?


