
Ukrainische Truppen versorgen die seit Monaten abgeriegelte Stadt Oleschky mit Lastdrohnen; diplomatische Gespräche zwischen Deutschland und Russland in New York ohne Fortschritte.
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Oleschky ist seit Monaten abgeriegelt und liegt in russisch besetztem Gebiet. Die Stadt ist von der Versorgung mit Nahrungsmitteln und Strom abgeschnitten.
Ukrainische Truppen haben mit Lastdrohnen vier Tonnen Lebensmittel in die Stadt gebracht. Seit Monaten ist die Stadt mit 2000 Menschen auf russischem Besatzungsgebiet abgeriegelt.
Ukrainische Truppen haben nach Behördenangaben mit Lastdrohnen vier Tonnen Lebensmittel nach Oleschky gebracht. Die Stadt auf russischem Besatzungsgebiet im Süden ist seit Monaten abgeriegelt. Russland halte in der Stadt etwa 2000 Menschen fest, darunter fast 50 Kinder, teilte der Gouverneur des ukrainischen Gebietes Cherson, Olexander Prokudin, auf Telegram mit. „Sie sind gezwungen, ohne Nahrung, Strom und Wasser zu überleben.“ In einem Video zeigte er den angeblichen Abwurf der Lebensmittel.
Hilfsorganisationen beklagen seit Langem die humanitäre Lage in der Kleinstadt, die auf dem südlichen Ufer des Dnipro liegt. Die Gebietshauptstadt Cherson in ukrainischer Hand ist nur neun Kilometer entfernt, doch dazwischen verläuft die Front. Nach jahrelangem wechselseitigem Beschuss liegen rund um Oleschky Minen, ein Verlassen ist in alle Richtungen lebensgefährlich. Der letzte Laden schloss nach UN-Angaben im Januar. Seit Mai seien keine Lebensmittel mehr in den Ort gelangt.
Russland hat die Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodimir Selenskij in der vergangenen Woche mit mehr als 2200 Kampfdrohnen großer Reichweite angegriffen. Auch mehr als 1640 Gleitbomben und 38 ballistische Raketen und Marschflugkörper seien eingesetzt worden, schrieb Selenskij in sozialen Netzwerken.
Allein in der Nacht auf Sonntag seien drei Menschen in Saporischschja und ein Mann in Kiew getötet worden. Besonders heftige Angriffe trafen die Hafenstadt Odessa. In Kiew sei ein Datenzentrum zweimal beschossen worden. Das russische Verteidigungsministerium in Moskau berichtete ebenfalls von Angriffen auf ein Datenzentrum in Kiew sowie auf eine Logistikfirma bei Kiew, eine Logistikfirma in Odessa und Hafenanlagen im Donauhafen Kilija.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow sieht keinerlei Fortschritte durch das Gespräch mit Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU). Das berichtet meine Kollegin Sina-Maria Schweikle, die die deutsche Delegation nach New York City begleitet hat. Sie kommentiert das historische Treffen der beiden Politiker und schreibt: „Nach Jahren diplomatischer Funkstille hat die Bundesregierung beschlossen, das Eis zu brechen.“ Doch, so schreibt es meine Kollegin, ohne nennenswertes Ergebnis.
Russland hat nach eigenen Angaben in der Nacht zum Sonntag Ziele in der Ukraine mit Drohnen angegriffen. Die Attacken hätten sich gegen Logistikzentren, Hafen- und Verkehrsinfrastruktur sowie Kommunikationszentralen und Schiffe mit Verbindung zum ukrainischen Militär gerichtet, teilte das russische Verteidigungsministerium mit.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte nach dem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Johann Wadephul (CDU), das Gespräch habe keine Fortschritte gebracht: „Wenn man Berlins tägliche öffentliche Äußerungen betrachtet, habe ich nichts anderes gehört“, sagte Lawrow bei einer Pressekonferenz.
Wie aus Delegationskreisen verlautet, forderte Außenminister Wadephul (CDU) die Russische Föderation bei dem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow auf, „den gefährlichen Weg der Eskalation gegenüber Deutschland, Europa und der Nato zu verlassen".
In dem rund 20-minütigen Treffen habe Wadephul hervorgehoben, dass der „bedauerliche Zustand der Beziehungen" nicht in deutschem Interesse liege. Eine Rückkehr zu konstruktiveren Beziehungen sei jederzeit möglich.
Außenminister Johan Wadephul (CDU) und der russische Außenminister Sergej Lawrow haben sich am Rande der UN-Generalversammlung in New York zu einem Gespräch getroffen. Es ist das erste Mal, dass die beiden Außenminister zu einem bilateralen Gespräch zusammengekommen sind.
Russische Luftangriffe auf die Ukraine haben nach Angaben von Wolodimir Selenskij erneut Tote und Verletzte gefordert. In der Großstadt Saporischschja seien zwei Menschen getötet worden, schrieb der ukrainische Präsident in sozialen Netzwerken. Landesweit habe es 14 Verletzte gegeben.
Zudem bestätigte Selenskij ukrainische Drohnenangriffe auf die Raffinerie von Ilski im südrussischen Gebiet Krasnodar und eine Rüstungsfabrik im Gebiet Rostow.
Der dänische Militärnachrichtendienst warnt vor einem „geringen, aber wachsenden“ Risiko, dass Russland einen begrenzten Angriff auf einen benachbarten Nato-Mitgliedsstaat starten könnte. Russland werde voraussichtlich auch seine hybride Kriegsführung gegen Nato-Staaten verstärken.
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat die Europäische Kommission gebeten, die nächsten Zahlungen aus einem im April bereitgestellten Kredit über 90 Milliarden Euro schneller zu überweisen. Er habe dazu eine positive Antwort von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erhalten, sagte Selenskij.
Durch den Einschlag einer russischen Drohne in ein Bürogebäude in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet worden. Weitere sieben seien verletzt worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram mit.
Die USA haben ein Dreiertreffen mit der Ukraine und Russland in den Vereinigten Arabischen Emiraten vorgeschlagen, um über ein Ende des seit viereinhalb Jahren andauernden Krieges zu beraten. Dies erklärte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij am Freitag in einem Pressegespräch via Whatsapp.
Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf mehrere russische Regionen sind Behördenangaben zufolge mindestens ein Mensch getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. In der Region Rostow beschädigte ein Angriff die Ölraffinerie Nowoschachtinsk, die ihren Betrieb vorübergehend einstellen musste.
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