Im ZDF-Sommerinterview äußert sich Alice Weidel scharf zur aktuellen Regierungspolitik, der CDU-Brandmauer und den Plänen der AfD für einen Euro-Austritt.
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Die AfD fordert in ihrem Bundeswahlprogramm den Austritt Deutschlands aus dem Euro und dem Schengen-Raum. Die CDU hält an einer Brandmauer gegen die Partei fest.
Im ZDF-„Sommerinterview“ hat AfD-Co-Chefin Alice Weidel Deutschlands Regierungspolitiker als „Flachzangen“ bezeichnet. Sie habe die Nase voll, sagte sie.
„Ich will nicht mehr angelogen werden von irgendwelchen Flachzangen, die da oben sitzen und irgendwas versprechen und genau das Gegenteil von dem tun.“ Deutschland werde kaputt gemacht. „Entweder Sie können es nicht, oder es ist Vorsatz. Herr Merz kann es nicht. Herr Klingbeil kann es auch nicht“, sagte Weidel an die Adresse von Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD).
Weidel kritisierte die von der Union propagierte Brandmauer gegen die AfD als „das Undemokratischste, was es gibt“. Der Leidtragende sei zu Recht die CDU. „Die geht daran kaputt“, sagte die Co-Vorsitzende der AfD. „Ich bin bereit, mit jedem zu arbeiten, solange er fähig ist und die Interessen in unserem Land im Auge hat. Aber ich lasse es nicht zu, dass die Menschen in unserem Land so dermaßen über den Tisch gezogen werden und angelogen werden wie von der CDU und von der SPD.“
Weidel sagte der CDU voraus, sie werde „keine einzige Bundestagswahl mehr gewinnen“. Die AfD werde den Menschen zeigen, was sie könne. In den Meinungsumfragen liegt die AfD bundesweit um bis zu acht Prozentpunkte vor CDU und CSU. Bei der Bundestagswahl 2025 war das Verhältnis genau umgekehrt. In Ländern wie Sachsen-Anhalt, wo im September gewählt wird, ist der Abstand der AfD zur Union noch deutlich größer.
Die AfD-Politikerin bekräftigte die Absicht ihrer Partei, im Fall einer Regierungsübernahme aus dem Euro auszusteigen. Sie stehe zu dem entsprechenden Satz im Bundeswahlprogramm. „Deutschland ging es deutlich besser vor der Euro-Einführung. Wir sehen eine breite Verarmung breiter arbeitender Bevölkerungsschichten.“ Weidel betonte, „dass wir keine Starkwährung mehr sind, sondern dass der Euro weich gemacht wird, und das mit allen Vermögensverlusten für die normale Bevölkerung“.
Die AfD-Vorsitzende kritisierte in dem Interview einmal mehr Deutschlands lückenhaften Grenzschutz. Bei der Migration fange das Problem an der Grenze an, sagte Weidel. „Wir werden sie zumachen, wir werden aus Schengen aussteigen, damit solche Leute wie aus Ceuta gar nicht mehr zu uns kommen“, sagte sie mit Blick auf den Ansturm von Migranten auf die spanische Exklave in Marokko.
Weidel kritisierte, dass Flüchtlinge aus Syrien auch nach Ende des Bürgerkrieges nicht zurückgeführt werden. „Uns wurde doch damals gesagt, wenn der Fluchtgrund entfällt, werden sie alle wieder zurückgeführt. Nichts dergleichen passiert.“ In Deutschland lebten 1,3 Millionen Syrer. Sollte die AfD regieren, würden alle Syrer „zurückgeführt in ihre Heimat“. Deutschland müsse aufhören, „Menschen einzubürgern, die eigentlich unser Land verlassen müssen“.
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AfD hält an Euro-Austrittsforderung im Wahlkampf fest.
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