AfD gewinnt Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit über 40 Prozent – CDU halbiert
Quick Look
- Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erreicht die AfD über 40 Prozent der Stimmen und steht vor einer möglichen Alleinregierung.
- Die CDU verliert gegenüber der letzten Wahl die Hälfte ihrer Stimmen, während Grüne und SPD stabil bleiben.
- Die FDP fliegt aus dem Landtag heraus.
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Why It Matters
Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt fand statt, wobei die AfD erstmals in einer deutschen Landeswahl über 40 Prozent erzielte. Die CDU erlitt im Vergleich zur vorherigen Wahl erhebliche Verluste.
Sachsen-Anhalt hat gewählt – und die Auszählung der Stimmen ist in vielerlei Hinsicht eine Zitterpartie.
Die AfD kommt klar über 40 Prozent und steht möglicherweise vor einer Alleinregierung. Die CDU ist im Vergleich zur vergangenen Landtagswahl halbiert, Grüne und SPD bleiben stabil, die bislang mitregierende FDP fliegt raus. Und das BSW? Muss zittern.
Besonders deutlich setzte sich die AfD im Alterssegment der 35-44-Jährigen sowie der 45‑59-Jährigen ab – in beiden Gruppen bekam sie 53 Prozent aller Stimmen. Die CDU kommt bei den 35‑ bis 44-Jährigen gerade einmal auf 9 Prozent, die Grünen sind in dieser Gruppe mit 12 Prozent sogar zweitstärkste Partei.
Auffällig ist: Je älter die Wählergruppe, desto höher ist die Zustimmung zur CDU. Bei den besonders jungen Wählern (18-24 Jahre) rangiert die Partei gerade einmal an der 5-Prozent-Marke. Stark ist in diesem Segment abermals die AfD (42 Prozent), aber auch die Linkspartei (18 Prozent). Das passt zum Trend der vergangenen Bundestagswahl, wo Erstwähler besonders häufig an den politischen Rändern gewählt haben. Auch die Grünen punkten vor allem in den jüngeren Altersgruppen, bei den Über-70-Jährigen sind es nur 5 Prozent.
Wie die verschiedenen Berufsgruppen wählten
Legt man den Blick auf die Wahlentscheidungen unter verschiedenen Berufsgruppen, ist der Wahlsieger AfD besonders bei den Arbeitern stark. Dort kommt die Partei auf 61 Prozent der Stimmen und liegt mit weitem Abstand vor allen anderen Parteien. Ausgerechnet die einst stolze Arbeiterpartei SPD ist hier meilenweit abgehängt und landet hinter CDU (10 Prozent), Linkspartei (7 Prozent) und BSW (6 Prozent) und gleichauf mit den Grünen (5 Prozent).
Bei den Selbstständigen wählte jeder Zweite die AfD, die CDU kommt in dieser Gruppe auf 19 Prozent und die Grünen auf 14 Prozent. Hier hatte die in den Wahlergebnissen abgehängte FDP noch den ehesten Kontakt zur 5-Prozent-Hürde.
Auch bei den Angestellten liegt die AfD mit 46 Prozent weit vor allen anderen Parteien. Unter den anderen Parteien kristallisierte sich dort keine weitere klare Präferenz der Wähler heraus – die CDU kommt auf 13 Prozent, die Grünen auf 12 Prozent, die Linkspartei auf 10 Prozent.
AfD bei Frauen unbeliebter
Ein Blick noch auf das Wahlverhalten nach Geschlechtern: Wie schon bei vorherigen Wahlen ist die AfD bei Männern (50 Prozent) beliebter als bei Frauen (39 Prozent). Bei Frauen schneiden alle Parteien außer AfD und FDP besser ab als bei den Männern. SPD, Grüne und Linke sind maximal zwei Prozentpunkte stärker als bei den Männern, die CDU dagegen vier.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die AfD wird versuchen, eine Alleinregierung zu bilden oder eine Koalition mit kleineren Parteien einzugehen.
Likely · Within weeks
Die CDU wird ihre Verluste analysieren und ihre Strategie für zukünftige Wahlen überarbeiten müssen.
Very likely · Within months
Open Questions
- Wird die AfD tatsächlich eine Alleinregierung bilden können?
- Wie werden die anderen Parteien auf das Wahlergebnis reagieren?
- Welche Koalitionsoptionen bleiben nach dem Aus der FDP noch möglich?





