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Die GD wurde im vergangenen Jahr in Gießen neu gegründet nach der Auflösung der Jungen Alternative (JA), der früheren AfD-Nachwuchsorganisation. Die JA war weitgehend eigenständig, auf die AfD hatte sie nur begrenzten Zugriff.
Gefordert wurde zudem eine millionenfache Rückkehr nach Deutschland gekommener Menschen. Bei dem Treffen fielen zum Teil derbe, vom Wahlkampf geprägte Worte. Zu nennenswerten Gegendemonstrationen wie bei der Gründung der GD im vergangenen Jahr in Gießen kam es nicht.
Die rund 300 Teilnehmer berieten im „Alten Theater“ Magdeburg über eine Erklärung. In einem zuvor bekanntgewordenen Entwurf hieß es, der Euro habe den Binnenmarkt gestärkt, weise jedoch erhebliche Konstruktionsmängel auf. Deshalb stehe man Reformvorschlägen offen gegenüber. Von einem Ausstieg aus dem Euro ist nicht die Rede. Er persönlich sei der festen Überzeugung, dass die Bundesrepublik Deutschland nicht aus dem Euro austreten sollte, sagte GD-Chef Jean-Pascal Hohm. Den entsprechenden Antrag der GD-Spitze zog Hohm aber schließlich wieder zurück, nachdem in Redebeiträgen klar geworden war, dass es innerhalb der AfD-Jugend maßgebliche Widerstände gegen eine solche Positionierung gibt.
Die AfD war 2013 als eurokritische Partei gegründet worden. Im Bundestagswahlprogramm für 2025 hatte sie bekräftigt, „Deutschland muss aus dem Euro-System austreten“. Hohm begründete seine Haltung mit dem Lebensgefühl junger Menschen, die es gewohnt seien, an Grenzen keinen Pass mehr vorzeigen oder keine Währung mehr umrechnen zu müssen, wie er der Deutschen Presse-Agentur sagte.
Die GD zeigte sich bei ihrem Treffen extrem selbstbewusst und bekräftigte Forderungen nach Abschiebungen im großen Stil. „Deutschland muss das Land der Deutschen bleiben. Dieser Grundsatz ist nicht verhandelbar“, sagte Hohm. Millionen seien ins Land gekommen. „Millionen müssen dieses Land wieder verlassen.“
Hohm rief die Mitglieder außerdem dazu auf, sich im Falle körperlicher Angriffe durch politische Gegner auch körperlich zu wehren. Er erwarte von keinem, dass er sich aufgrund seiner politischen Überzeugung „von gewaltsuchenden Antifaschisten verprügeln oder durch die Stadt jagen lässt“. Wer sich in einer Notwehrsituation verteidige, habe den Rückhalt der GD und der Mutterpartei. „Wir sind keine Opfer, und wir lassen uns auch nicht zu Opfern machen.“
Die eng an die Mutterpartei angebundene GD war im vergangenen Jahr in Gießen neu gegründet worden, nachdem die frühere AfD-Nachwuchsorganisation Junge Alternative (JA) aufgelöst worden war. Die JA war ein weitgehend eigenständiger Verein, auf den die AfD nur begrenzt Zugriff hatte.
Das Treffen war stark vom Wahlkampf geprägt. Hohm sagte mit Blick auf die Landtagswahl am kommenden Sonntag, man könne in einer Woche in Sachsen-Anhalt Geschichte schreiben. Siegmund, der am Nachmittag eintraf, wurde gefeiert wie ein Popstar. „Es ist das Volk an unserer Seite“, rief er den Teilnehmern entgegen. Er habe in den vergangenen Wochen oft das Wort Hoffnung gehört. „Wir werden hier in Sachsen-Anhalt so oder so Geschichte schreiben.“ Siegmund betonte, er sei auch für den Fall optimistisch, dass die AfD die angestrebte absolute Mehrheit verfehlen würde. „Dann klappt es halt bald in Thüringen, dann klappt es in Brandenburg, dann klappt es in Sachsen“, rief er in den jubelnden Saal.
Stürmischen Beifall bekam auch AfD-Landeschef und Bundesvorstandsmitglied Martin Reichardt für besonders derbe Kritik am politischen Gegner. Vater Staat sei heute „ein nach Dope stinkender, fauler Asi, der sein Geld für Nichtstun von der Friedrich-Ebert-Stiftung bekommt, um regelmäßig mit seinen Freunden vom Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk zu saufen und die Internationale zu lallen“, rief er unter Jubel in den Saal des „Alten Theaters“.
Auch um die Muttersprache stehe es nicht zum Besten. Sie sei heute „ein aufgedunsenes, intersektional-feministisches Flittchen“, sagte Reichardt. „Ihre grünen Haare sind stets zersaust, und der rote Lippenstift ist verschmiert, weil Vater Staat sie dreimal täglich durchgendert.“
Gegendemonstrationen hielten sich in Grenzen. In der Summe seien über den Tag verteilt und an unterschiedlichen Orten in der Stadt etwa 600 Menschen bei Demonstrationen und Kundgebungen gegen den Bundeskongress, die AfD und Rassismus dabei gewesen, hieß es von der Polizei. Aus polizeilicher Sicht sei alles ruhig geblieben.
In der Nähe des Theaters versammelten sich nur wenige Menschen rund um den mit starken Lautsprechern ausgerüsteten Bus „Adenauer SRP+“ der Gruppe „Zentrum für Politische Schönheit“. Damit hatte die Organisation vor einem Jahr das ARD-„Sommerinterview“ mit Parteichefin Alice Weidel in Berlin vom anderen Spreeufer aus so beschallt, dass kaum noch etwas zu verstehen war. Nach Angaben eines Polizisten vor Ort wurde für den Bus dieses Mal eine Maximallautstärke verfügt.
AI outlook — possibilities, not facts
Die GD wird ihre Forderungen nach massenhaften Abschiebungen in zukünftigen Wahlkampagnen betonen.
Likely · Within months
Interne Diskussionen in der AfD über die Euro-Politik werden vor der Bundestagswahl 2025 zunehmen.
Possible · Within months
Der Aufruf zur körperlichen Selbstwehr durch GD-Führer Hohm könnte zu erhöhten Spannungen und möglichen Konfrontationen bei zukünftigen Veranstaltungen führen.
Possible · Within weeks

Nach einem Bombenanschlag auf das Haus des Investigativjournalisten Sigfrido Ranucci im Oktober 2025 wurde sein Freund Valter Lavitola verhaftet und gestand, den Anschlag inszeniert zu haben, um Ranucci in die Politik zu drängen. Ranucci behauptet, von nichts gewusst zu haben, wurde jedoch von der Rai nach neun Jahren als Moderator von »Report« abgesetzt, angeblich auf Betreiben von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Die Absetzung löste Kritik in der Redaktion aus und entfachte die Debatte über die politische Kontrolle des öffentlich-rechtlichen Senders Rai neu.
Der Thüringer Landesverband des BSW behält den Sonderparteitag für den 6. September bei, obwohl andere Landesverbände eine Verschiebung wegen der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt fordern. Der Termin sei gewählt, um zeitnah über aktuelle Ereignisse zu debattieren und sei nicht mit der Wahl in Sachsen-Anhalt kollidierend geplant.
Der ecuadorianische Oberste Gerichtshof hat den ehemaligen Präsidenten Lenín Moreno wegen Bestechlichkeit im Zusammenhang mit dem Wasserkraftwerk Coca Codo Sinclair zu fünf Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Moreno soll als Vizepräsident zugunsten des chinesischen Konzerns Sinohydro eingegriffen haben, wobei laut Staatsanwaltschaft 76,1 Millionen US-Dollar an Bestechungsgeldern geflossen sein sollen. Neben Moreno wurden 19 weitere Angeklagte verurteilt.
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund ruft Wähler in Sachsen-Anhalt auf, die Stimmenauszählung im Wahllokal zu verfolgen. Er versichert, das Wahlergebnis zu akzeptieren, und verweist auf vereinzelte Unregelmäßigkeiten in der Vergangenheit.
Vertreter Deutschlands und weiterer europäischer Staaten haben in Ruanda Gespräche über die Einrichtung von Abschiebezentren geführt, wie die ruandische Regierung bestätigte. Die Verhandlungen zu sogenannten Return Hubs laufen an, wobei unter anderem das Transitzentrum in Gashora etwa 60 Kilometer von Kigali im Gespräch ist. Ziel ist es, mehr Abschiebungen aus der EU zu ermöglichen.

Ulrich Siegmund, AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, versprach auf dem Bundeskongress der Jugendorganisation "Generation Deutschland" in Magdeburg, jeden Winkel des Landes zurückzuerobern und als erste Amtshandlung den Medienstaatsvertrag zu kündigen. Die Resolution "Für ein Europa der Völker" scheiterte, während Tim Demuth mit 87,8 Prozent zum neuen Vorstandsmitglied gewählt wurde. Martin Reichardt äußerte vulgäre Kritik an Staat und Muttersprache, während Jean-Pascal Hohm für Wiedereinsetzung der Wehrpflicht und eine starke Rüstungsindustrie plädierte.