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Amnesty International: Kriegsverbrechen durch malische Armee und Wagner-Gruppe
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Spiegel Ausland2 hours agoWorld1 min readGermanyView translation

Amnesty International: Kriegsverbrechen durch malische Armee und Wagner-Gruppe

Menschenrechtsorganisation dokumentiert Mord, Folter und Drohnenangriffe auf Zivilisten in Mali zwischen 2023 und 2025.

Quick Look

  • Amnesty International wirft malischen Soldaten und der russischen Wagner-Gruppe Kriegsverbrechen vor.
  • In einem Bericht werden zwischen Juni 2023 und Dezember 2025 mindestens 34 zivile Todesopfer sowie Folterungen in den Regionen Ségou, Mopti und Timbuktu dokumentiert.

AI-generated summary

Why It Matters

Mali wird seit den Militärputschen 2020 und 2021 von einer Junta regiert und kämpft gegen islamistische Extremisten. Die Wagner-Gruppe unterstützt die Armee bei diesen Einsätzen.

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Malische Soldaten und Kämpfer der russischen Wagner-Gruppe haben laut Amnesty Internation bei gemeinsamen Einsätzen in Mali Kriegsverbrechen begangen. Darunter, so die Menschenrechtsorganisation, seien Mord und Folter von Zivilisten. In einer am Dienstag veröffentlichten Untersuchung dokumentiert Amnesty International den Tod von mindestens 34 Zivilisten an sieben Orten in den zentralen malischen Regionen Ségou und Mopti sowie in der nördlichen Region Timbuktu zwischen Juni 2023 und Dezember 2025.

Dem Bericht zufolge hatte »keines der Opfer zum Zeitpunkt seines Todes direkt an den Kämpfen teilgenommen«. Einige seien vorsätzlich erschossen worden, als sie versuchten zu flüchten. »Einige hatten aufgeschlitzte Kehlen, andere wurden bei lebendigem Leib oder nach ihrem Tod verbrannt«, hieß es in dem Bericht.

Der Bericht von Amnesty International hebt den Fall des kleinen Dorfes Tin Adanda in der Region Timbuktu hervor, wo am 12. Februar 2025 vier Menschen während einer Patrouille der Armee und der Wagner-Gruppe getötet wurden. Die Organisation berichtet zudem von zwei Drohnenangriffen in derselben Region im März und im November 2025, bei denen mindestens 23 Menschen getötet wurden, darunter mindestens fünf Kinder.

Folter und Misshandlungen von Inhaftierten

Weiter gibt es dem Bericht zufolge Zeugenaussagen von 15 Männern, die während gemeinsamer Patrouillen der Armee und der Wagner-Gruppe oder während ihrer Inhaftierung auf den Militärstützpunkten Lere und Nampala gefoltert oder misshandelt worden seien.

Laut Amnesty International handelt es sich bei den meisten Opfern um Angehörige der Hirtengemeinschaften der Fulani sowie um Araber und Tuareg, die verdächtigt wurden, mit in dem Gebiet aktiven bewaffneten Gruppen zusammenzuarbeiten.

Mali wird seit vielen Jahren von Gewalt erschüttert. Die seit zwei Putschen in den Jahren 2020 und 2021 herrschenden Militärs sehen sich unter anderem mit einer Rebellion islamistischer Extremisten konfrontiert, die immer wieder Anschläge und Angriffe auf Regierungstruppen verüben. Die russische Wagner-Gruppe unterstützt die Armee bei ihrem Vorgehen gegen die Dschihadisten.

Im April hatten drei zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter die Internationale Föderation für Menschenrechte (FIDH), beim Menschenrechtsgerichtshof der Afrikanischen Union (AU) eine Klage wegen mutmaßlicher Menschenrechtsverletzungen in Mali eingereicht, an denen Malis Armee und die Wagner-Gruppe beteiligt gewesen sein sollen.

Open Questions

  • Wie reagiert die internationale Gemeinschaft auf die Vorwürfe?
  • Wird der Menschenrechtsgerichtshof der AU Sanktionen verhängen?

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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