Andy Burnham: Deutschland und Großbritannien wollen Cyberabwehr stärken
Quick Look
- Deutschland und Großbritannien wollen die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Cyberangriffen, Sabotage und anderen hybriden Bedrohungen stärken.
- Dazu soll der Freundschaftsvertrag von 2025 in Kraft gesetzt und ein Aktionsplan mit 17 Punkten zu Wissenschaft, Technologie, Verteidigung, Sicherheit und Wachstum umgesetzt werden.
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Why It Matters
Der Vertrag baut auf dem Kensington-Vertrag auf, der erstmals während Merz' Besuch im Vereinigten Königreich im Juli 2023 unterzeichnet wurde. Er soll die britisch-deutschen Beziehungen sechs Jahre nach dem Brexit neu ausrichten.
Deutschland und Großbritannien wollen die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Cyberangriffen, Sabotage und anderen hybriden Bedrohungen stärken. Das teilte die britische Regierung vor dem Besuch des britischen Premierministers Andy Burnham bei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin mit. Dort wollen die beiden unter anderem den deutsch-britischen Freundschaftsvertrag von 2025 in Kraft setzen.
Beide Länder »verpflichten sich zu einer Partnerschaft zur Abwehr hybrider Bedrohungen, um gegen feindliche Aktivitäten vorzugehen, die Sicherheit und Wohlstand in unseren beiden Ländern bedrohen«, teilte die britische Regierung mit. »Die hybride Bedrohung durch unsere Gegner – insbesondere Russland – erstreckt sich über Europa und darüber hinaus und bedroht unsere gemeinsame Sicherheit.«
Die beiden Länder wollen demnach durch Informationsaustausch und die Koordinierung bei Überwachung, Abschreckung und Unterbindung von Bedrohungen »feindliche Akteure« schwächen. Burnham sagte der Mitteilung zufolge: »Angriffe auf unsere Infrastruktur, unsere Unternehmen und unsere Demokratien sind keine ferne Bedrohung. Sie reichen bis in die Wohnungen und Arbeitsplätze der Menschen hinein und sind darauf ausgelegt, uns schwächer und gespaltener zu machen.«
Neue Grundlage für deutsch-britische Beziehung
Für den sogenannten Kensington-Vertrag, werden heute bei einer Zeremonie die Ratifizierungsurkunden ausgetauscht. Mit der Vereinbarung stellen die beiden Länder ihre Beziehungen sechs Jahre nach dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union auf eine neue Grundlage. Das 27 Seiten starke Dokument wurde beim ersten Besuch von Merz als Kanzler in Großbritannien im Juli vergangenen Jahres unterzeichnet.
Flankiert wird der Vertrag von einem Aktionsplan. Dieser enthält 17 Punkte zu einer vertieften Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft, Technologie, Verteidigung, Sicherheit und Wachstum.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Der Aktionsplan wird innerhalb der nächsten Monate konkrete Projekte in den Bereichen Verteidigungstechnologie und Cybersecurity hervorbringen.
Likely · Within months
Open Questions
- Wie genau sollen die 17 Punkte des Aktionsplans umgesetzt und finanziert werden?
- Welche konkreten Maßnahmen sind gegen russische hybride Aktivitäten geplant?



