Anleihen und Aktien unter Druck: Keine Panik
Ein Kommentar von Daniel Mohr
Quick Look
- Anleihen und Aktien stehen unter Verkaufsdruck aufgrund steigender Finanzierungskosten, erhöhter Inflation und erwarteter Zinserhöhungen durch EZB und Fed.
- Trotz der Belastungen sehen Analysten derzeit keinen Grund zur Panik, da die weltwirtschaftliche Lage stabil bleibt und Unternehmensgewinne auf Rekordniveau sind.
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Why It Matters
Der September gilt historisch als schwächster Börsenmonat. Aktuell belasten steigende Inflation, erwartete Zinserhöhungen durch EZB und Fed sowie geopolitische Spannungen die Märkte. Trotz der Drucksituation zeigen Wirtschaftsindikatoren Stabilität und Unternehmensgewinne befinden sich auf Rekordniveau.
Anleihen und Aktien unter Druck :
Keine Panik
Ein Kommentar von Daniel Mohr
02.09.2026, 15:18Lesezeit: 1 Min.
Der Bär steht derzeit im Mittelpunkt: Skulptur auf dem Frankfurter BörsenplatzAnton Vester
Anleihen und Aktien stehen unter Verkaufsdruck. Mehr als ein kleiner Rücksetzer ist es bisher nicht. Doch die Gemengelage wird zusehends unerfreulicher.
Der September macht seinem Ruf an der Börse derzeit alle Ehre. Der im Durchschnitt schwächste Börsenmonat des Jahres beginnt mit Kursverlusten für Aktien und Anleihen. Während der Dax binnen weniger Tage 800 Punkte auf ein Vierwochentief von weniger als 25.800 Punkten verlor, bewegen sich viele Staatsanleihen auf mehrjährigen Kurstiefs und damit Renditehochs.
Öl wird wieder teurer, da der Irankonflikt schwelt. Die Inflationsrate bleibt hartnäckig und macht eine weitere Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) in der nächsten Woche sehr wahrscheinlich. Selbst dem von US-Präsident Trump ernannten Fed-Chef Warsh wird mittlerweile zugetraut, noch vor den US-Zwischenwahlen eine politisch heikle Zinserhöhung vornehmen zu können. Übernächste Woche hätte er die Gelegenheit dazu.
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Die Mischung wird an den Börsen nicht gerne gesehen. Sie treibt von Japan über die USA bis hin zum bisherigen Anlegerliebling Deutschland die Finanzierungskosten der hochverschuldeten Staaten in die Höhe.
Noch ist kein Grund zur Panik. Alle Indikatoren bewegen sich in gemäßigten Bahnen. Die weltwirtschaftliche Lage ist stabil, Länder wie Deutschland überraschten zuletzt positiv. Die Unternehmensgewinne sind auf Rekordniveau. Doch nach fast vier guten Börsenjahren muss sich niemand wundern, wenn am Aktienmarkt Gewinne mitgenommen und am Anleihemarkt die höheren Risiken einer rasch steigenden Staatsverschuldung eingepreist werden.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Europäische Zentralbank wird in der nächsten Woche die Zinsen erhöhen.
Very likely · Within days
Der Fed-Chef Warsh könnte vor den US-Zwischenwahlen eine Zinserhöhung vornehmen.
Possible · Within weeks
Open Questions
- Wie stark werden die erwarteten Zinserhöhungen tatsächlich ausfallen?
- Wie lange wird der aktuelle Druck auf Anleihen und Aktien anhalten?
- Welche konkreten Maßnahmen könnten die EZB und Fed ergreifen, um die Märkte zu stabilisieren?





