Argentinien bietet Staatsbürgerschaft gegen Investition ab Ende des Jahres an
Quick Look
- Argentinien plant, ab Ende des Jahres Ausländern die Staatsbürgerschaft anzubieten, die mindestens 350.000 US-Dollar investieren.
- Das Programm sieht zwei Optionen vor: eine direkte Zahlung an die Staatskasse oder den Kauf eines staatlichen Wertpapiers.
- Für Familienmitglieder sind zusätzliche Investitionen erforderlich.
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Why It Matters
Argentinien befindet sich unter der Regierung von Javier Milei in einem Prozess wirtschaftlicher Liberalisierung, einschließlich Deregulierung und Handelsöffnung, um ausländische Investitionen anzuziehen und die Wirtschaft zu stabilisieren.
Argentinien will ab Ende des Jahres Ausländern, die mindestens 350.000 Dollar (rund 311.000 Euro) in dem Land investieren, die argentinische Staatsbürgerschaft anbieten. Das Programm zum Erwerb der Staatsbürgerschaft im Gegenzug für eine „Investition“ sieht „zwei einfache und transparente Mechanismen“ vor, wie die Regierung des rechten Präsidenten Javier Milei am Samstag mitteilte.
Investoren müssten eine „direkte und nicht rückerstattbare Zahlung in Höhe von 350.000 Dollar an die Staatskasse“ tätigen oder ein eigens zu diesem Zweck geschaffenes „staatliches Wertpapier in Höhe von 800.000 Dollar“ erwerben, wie es in einer offiziellen Mitteilung hieß.
Um das Angebot auf Ehepartner und Kinder der Antragsteller auszuweiten, müssen jeweils weitere 100.000 Dollar investiert werden – bei Minderjährigen 25.000 Dollar. Das Programm soll den Angaben zufolge bereits Ende des Jahres starten. Die dadurch erzielten Einnahmen sollen den Haushalt und die Finanzen des Landes weiter stärken, erklärte die Regierung.
Milei, ein radikaler Verfechter des Freien Marktes, hat die Staatsausgaben gekürzt, die Wirtschaft dereguliert und Handelsbarrieren abgebaut, um Argentinien wettbewerbsfähiger zu machen. Investoren sind angesichts der volatilen Wirtschaft dennoch abwartend, wie der Ökonom Marcelo Elizondo der Nachrichtenagentur AFP sagte.
Der Wirtschaftswissenschaftler und Milei-Kritiker Pablo Tigani fürchtet, dass das neue Programm „Drogenhändler und Menschen zweifelhafter Herkunft“ anziehen könnte, die in anderen Ländern unerwünscht sind.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Das Programm wird voraussichtlich zahlreiche Anträge von wohlhabenden Ausländern erhalten, insbesondere aus Regionen mit politischer oder wirtschaftlicher Instabilität.
Likely · Within months
Open Questions
- Wie viele Anträge werden voraussichtlich gestellt?
- Welche Kontrollmechanismen sollen Missbrauch verhindern?
- Wie wird die Verwendung der eingenommenen Mittel genau überwacht?

