
Anleger reagieren nervös auf geopolitische Spannungen und historische Zinsanstiege bei japanischen Staatsanleihen.
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Japans zehnjährige Staatsanleihen haben erstmals seit 30 Jahren die Drei-Prozent-Marke überschritten. Dies folgt auf eine langjährige Phase der Niedrigzinspolitik.
Anleger in Asien agieren zuletzt vorsichtig. Dabei dominieren zwei Themen den Markt: die Entwicklungen im Iran-Krieg sowie der Anstieg globaler Anleiherenditen.
Tokio. Die asiatischen Aktienmärkte reagierten stark auf fallende Kurse in den USA. Sowohl in Japan als auch in Südkorea gaben die Aktien auf breiter Front nach, ein Zeichen für die Nervosität über den Anstieg globaler Anleiherenditen und das Wiederaufflammen von Kämpfen in der Golfregion.
Aus Sorge vor einer Eskalation des Iran-Konflikts und einer neuen Inflationswelle verkauften Anleger Aktien. „Die Gefahr weiterer Störungen an der Straße von Hormus hat neue Inflationsängste ausgelöst und einen Ausverkauf bei Aktien an den meisten großen Märkten sowie einen Einbruch an den globalen Anleihemärkten verursacht“, schrieben die Analysten von Westpac.
Der Nikkei-Index gab 2,9 Prozent auf 64.325 Zähler nach, der breiter gefasste Topix verlor 2,4 Prozent.
Der breiter gefasste Topix fiel um 2,2 Prozent auf 4.090 Punkte, angetrieben von einem Rückgang auf breiter Front. Rund 90 Prozent der Unternehmen verloren an Wert.
In China ging es für den Shanghai-Composite und den CSI300 jeweils gut ein Prozent bergab.
Südkoreas Kospi sank um 3,8 Prozent auf 6.577 Punkte.
Ein wichtiger Faktor ist zudem der Anstieg der Anleiherenditen. Bereits am Vortag hatten Japans zehnjährige Staatsanleihen das erste Mal seit 30 Jahren die Drei-Prozent-Marke geknackt. Am Mittwoch stiegen sie kurzzeitig weiter um 0,025 Prozentpunkte auf 3,015 Prozent. Das ist mehr als doppelt so hoch wie vor einem Jahr – und nach 30 Jahren Niedrigzinspolitik ein Niveau, das die meisten Anleger nicht mehr gewohnt sind.
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