Niedersachsen kämpft für Erhalt aller VW-Standorte
Landesregierung lehnt Werkschließungen und massiven Stellenabbau bei Volkswagen ab
Quick Look
- Angesichts drohender Werksschließungen bei Volkswagen setzt sich die niedersächsische Landesregierung für den Erhalt aller deutschen Standorte ein.
- Sie lehnt Sparpläne ab, die Werkschließungen und weiteren massiven Stellenabbau vorsehen.
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Why It Matters
VW plant aufgrund mangelnder Wettbewerbsfähigkeit der Standorte für die 2030er Jahre massive Sparmaßnahmen. Das Land Niedersachsen hält 20 Prozent der Anteile und hat über das VW-Gesetz Mitspracherechte.
Angesichts drohender Werkschließungen bei Volkswagen will sich Niedersachsens Landesregierung für den Erhalt aller deutschen Standorte einsetzen. «Wir werden um jeden Standort kämpfen», sagte ein Sprecher von Ministerpräsident Olaf Lies (SPD), der auch im VW-Aufsichtsrat sitzt.
«Wir werden uns als Landesregierung um jeden Standort bemühen – auch nicht nur in Niedersachsen, sondern auch bundesweit», betonte der Sprecher. «Ein Standort in Neckarsulm ist genauso wichtig wie ein Standort in Zwickau, wie ein Standort in Hannover, wie ein Standort in Emden.»
Die VW-Werke in Emden, Hannover und Zwickau sowie das Audi-Werk Neckarsulm stehen auf der Kippe, da es für sie laut Konzernchef Oliver Blume noch «keine wettbewerbsfähige Belegung für die 2030er Jahre» gibt. Auch der laufende Arbeitsplatzabbau – 50.000 Stellen bis 2030 – reicht aus Sicht des Vorstands nicht aus. Im Raum steht der Abbau weiterer Zehntausender Stellen.
Landesregierung beklagt Verunsicherung der Beschäftigten
Vor einer möglicherweise wegweisenden Aufsichtsratssitzung an diesem Freitag zu den Sparplänen ringt Niedersachsens Landesregierung weiter um eine Verständigung zwischen Unternehmen und Belegschaft. «Wir sind der festen Überzeugung, dass die Stärke von Volkswagen immer darin lag, gemeinsam Lösungen zu finden», sagte der Regierungssprecher. «Es bleibt das erklärte Ziel, zu gemeinsamen Lösungen zu kommen.»
Konzepte, die Werkschließungen, einen massiven Rückbau der Beschäftigung und die Aushöhlung des VW-Gesetzes in den Mittelpunkt stellten, seien für die Landesregierung aber nicht zustimmungsfähig. Das VW-Gesetz sichert dem Land Niedersachsen, das 20 Prozent der Anteile an VW hält, maßgeblichen Einfluss auf wichtige Entscheidungen bei Volkswagen.
Gleichzeitig bedauerte die Landesregierung, dass die Beratungen zum weiteren Kurs von VW nicht komplett vertraulich liefen. «Es ist nicht hilfreich, wenn da von interessierter Seite immer wieder Dinge in die Öffentlichkeit gespielt werden», sagte der Sprecher. Bei den Mitarbeitern von VW und ihren Familien führe das zu einer massiven Verunsicherung.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Aufsichtsratssitzung am Freitag zu Sparplänen
Very likely · Within days
Open Questions
- Welche konkreten Ergebnisse bringt die Aufsichtsratssitzung am Freitag?
- Wie reagiert der VW-Vorstand auf den Widerstand der Landesregierung?

