Verdi ruft zu Warnstreiks in Seehäfen von Bremen und Niedersachsen auf
Quick Look
- Die Gewerkschaft Verdi ruft Beschäftigte der Seehäfen in Bremerhaven, Wilhelmshaven, Brake, Bremen und Emden zu Warnstreiks von Mittwoch- bis Freitagabend auf.
- Hintergrund sind Tarifverhandlungen: Verdi fordert 8,2 Prozent Lohnerhöhung oder mindestens 2,50 Euro pro Stunde bei zwölf Monaten Laufzeit, während die Arbeitgeber 5,1 Prozent plus 1,20 Euro pro Stunde bei 18 Monaten angeboten haben.
- Es ist der zweite Warnstreik in der Runde, nachdem bereits Mitte August Tausende für 24 Stunden die Arbeit niederlegten.
AI-generated summary
Why It Matters
Die Tarifverhandlungen zwischen Verdi und dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) laufen bereits seit mehreren Wochen. In der dritten Verhandlungsrunde boten die Arbeitgeber eine Entgeltsteigerung von 5,1 Prozent rückwirkend zum 1. August 2026 bei einer Laufzeit von 18 Monaten sowie eine Lohnerhöhung von mindestens 1,20 Euro pro Stunde an. Verdi hält dieses Angebot für unzureichend und fordert stattdessen ein Lohnplus von 8,2 Prozent oder mindestens 2,50 Euro pro Stunde bei einer Tariflaufzeit von zwölf Monaten.
Die Gewerkschaft Verdi ruft erneut zu Warnstreiks an den Seehäfen in Bremen und Niedersachsen auf. Die Beschäftigten sollen von Mittwoch- bis Freitagabend ihre Arbeit niederlegen, wie Verdi mitteilte. Betroffen sind Häfen in Bremerhaven, Wilhelmshaven, Brake, Bremen und Emden.
Was die Gewerkschaft fordert - und die Arbeitgeber anbieten
Hintergrund sind Tarifverhandlungen. Die Arbeitgeber, die vom Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) vertreten werden, hatten in der dritten Verhandlungsrunde eine Entgeltsteigerung von 5,1 Prozent rückwirkend zum 1. August 2026 bei einer Laufzeit von 18 Monaten angeboten. Zudem sollten die Löhne um mindestens 1,20 Euro pro Stunde steigen.
Der Gewerkschaft und den Hafenarbeitern geht das nicht weit genug. Verdi fordert bei einer Tariflaufzeit von zwölf Monaten ein Lohnplus von 8,2 Prozent, mindestens jedoch 2,50 Euro pro Stunde.
Zweiter Warnstreik
Es ist der zweite Warnstreik der Hafenarbeiter im Zuge der Tarifverhandlungen. Bereits Mitte August hatten Tausende ihre Arbeit für 24 Stunden niederlegt, darunter auch am Hafen Hamburg.
Diesmal soll der Warnstreik in Bremerhaven, Wilhelmshaven, bei J. Müller Brake und J. Müller Bremen am Mittwoch mit der Spätschicht beginnen. Für Freitagmittag sind die Beschäftigten zu einer Demonstration in der Bremerhavener Innenstadt aufgerufen. Die Mitarbeiter bei BLG-Cargo Bremen und bei EVAG Emden sollen ab Donnerstagmorgen ihre Arbeit liegen lassen. Auch in Hamburg ruft die Gewerkschaft ab Mittwochabend zu einem 48-stündigen Warnstreik auf.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Warnstreiks werden fortgesetzt, wenn keine Einigung in den Tarifverhandlungen erzielt wird.
Likely · Within weeks
Open Questions
- Wie hoch ist die Beteiligung an den Warnstreiks in den einzelnen Häfen?
- Gibt es bereits Signale einer Bereitschaft zur Kompromissfindung seitens der Arbeitgeber?
- Wie wirken sich die Streiks auf den Güterverkehr und die Lieferketten aus?
- Plant Verdi weitere Escalation-Stufen, falls die Verhandlungen ergebnislos bleiben?




