Asiatische Börsen unter Druck durch Zinsangst und Nahost-Konflikt
Quick Look
- Die Furcht vor steigenden Zinsen in den USA und Japan sowie die Eskalation im Nahen Osten belasten die asiatischen Märkte.
- Während der Nikkei nachgab, zeigten sich chinesische Festlandbörsen resilienter trotz schwacher Konjunkturdaten.
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Why It Matters
Die asiatischen Märkte reagieren auf die Erwartung steigender Zinsen durch die US-Notenbank und die Bank of Japan. Gleichzeitig sorgt die geopolitische Lage im Nahen Osten für Unsicherheit.
Die Angst vor einer Zinswende und der erneut eskalierende Militärkonflikt im Nahen Osten haben die asiatischen Börsen zum Wochenauftakt belastet.
Sydney, Singapore, Tokio, Peking. Die Furcht vor steigenden Zinsen und eine militärische Eskalation im Nahen Osten haben den asiatischen Aktienmärkten zum Wochenstart am Montag zugesetzt.
Der Nikkei-Index fiel am Montag um 0,4 Prozent auf 66.155 Punkte.
Der breiter gefasste Topix notierte 0,2 Prozent im Plus bei 4156 Zählern.
In Hongkong gaben die Kurse ebenfalls nach. Die Börse Shanghai konnte dagegen ihre zwischenzeitlichen Verluste wettmachen und legte 0,9 Prozent zu.
Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten chinesischen Unternehmen an den Festlandbörsen legt um 0,35 Prozent zu, auf 4625 Punkte.
In Japan drückten Aussagen von US-Notenbankchef Kevin Warsh auf die Stimmung, der die Bekämpfung der Inflation in den Vordergrund rückte und damit Erwartungen an eine baldige Zinserhöhung schürte. Zudem preisen die Märkte eine fast sichere Zinsanhebung der Bank of Japan (BOJ) im kommenden Monat ein. Investoren taxieren die Wahrscheinlichkeit hierfür aktuell auf knapp 70 Prozent.
„Die wachsenden Erwartungen an US-Zinserhöhungen dürften die Stimmung der Anleger belasten“, erklärte Takayuki Miyajima, Chefökonom bei der Sony Financial Group. Zu den größten Verlierern im Nikkei zählten Advantest mit einem Minus von 4,5 Prozent sowie Japan Steel Works mit einem Minus von 5,6 Prozent und Mitsubishi Materials mit einem Minus von 6,6 Prozent.
In China rückten gemischte Konjunkturdaten in den Fokus. Die Aktivität in der Industrie verbesserte sich im August zwar leicht auf 49,8 Punkte, blieb aber den zweiten Monat in Folge im Schrumpfungsbereich. „Es ist zu früh, um auf eine Erholung der Wirtschaft zu schließen“, sagte Zhiwei Zhang, Chefökonom bei Pinpoint Asset Management.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Zinsanhebung der Bank of Japan im kommenden Monat
Likely · Within weeks
Open Questions
- Wie hoch wird die Zinsanhebung der Bank of Japan ausfallen?
- Wie entwickelt sich der Konflikt im Nahen Osten weiter?







