Bahn investiert 210 Millionen Euro in Sauberkeit – Verspätungen bleiben Problem
Quick Look
- Die Deutsche Bahn plant bis 2030 Investitionen von 210 Millionen Euro in ein XXL-Waschprogramm für sauberere Bahnhöfe und Züge sowie mehr Sicherheit.
- Dabei soll die Zahl der Reinigungskräfte für Bordtoiletten verdoppelt und die Reinigung von ICE- und IC-Zügen intensiviert werden.
- Trotz dieser Maßnahmen bleibt die hohe Verspätungsquote im Fernverkehr unberührt.
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Why It Matters
Die Bahn hatte bereits im Februar ein Sofortprogramm für mehr Komfort im Fernverkehr vorgestellt, das zunächst rund 20 Millionen Euro vorsah. CDU-Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hatte die Maßnahmen im Zuge seiner Strategie zur Verbesserung der Bahn eingefordert.
210 Millionen Euro gegen Schmutz, Vandalismus und kaputte Bordtoiletten: Die Bahn verspricht einen neuen Sauberkeitsstandard. Doch während Putzteams aufstocken, bleibt das Kernproblem für Reisende bestehen: die Verspätungen.
Die Deutsche Bahn (DB) will nach Informationen der "Bild am Sonntag" zufolge bis 2030 insgesamt 210 Millionen Euro in ein "XXL-Waschprogramm" für sauberere Bahnhöfe und Züge sowie mehr Sicherheit investieren. Damit werde das bestehende Sofortprogramm gegen Schmutz und Vandalismus verlängert, berichtete die Zeitung. "Sauberere Züge und Bahnhöfe, mehr Sicherheit und mehr Komfort sollen nicht die Ausnahme sein, sondern unser neuer Standard", sagte Bahn-Chefin Evelyn Palla der Zeitung.
Unter anderem soll demnach die Zahl der Reinigungskräfte, die in Fernzügen Toiletten säubern, auf 220 verdoppelt werden. Die Teams sollen den Angaben zufolge wöchentlich rund 52.000 Bordtoiletten reinigen. ICE- und IC-Züge sollen im Werk Berlin-Rummelsburg in bis zu zehnstündiger Handarbeit intensiv gereinigt werden. "Der Schmutz muss weg", sagte Palla.
Die Bahn hatte im Februar bereits ein Sofortprogramm für mehr Komfort im Fernverkehr vorgestellt. Mit zusätzlichen Reinigungskräften sowie mobilen Wartungsteams sollten unter anderem Toiletten, Teppiche und Bordgastronomie zuverlässiger sauber und funktionsfähig gehalten werden. Für dieses Programm waren zunächst rund 20 Millionen Euro vorgesehen. CDU-Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hatte die Maßnahmen im Zuge seiner Strategie zur Verbesserung der Bahn eingefordert.
Nach Angaben der "Bild am Sonntag" sank die Zahl der Störungen an Bordtoiletten inzwischen um 25 Prozent. 44 mobile Handwerkerteams sollen Schäden schneller beheben. Die weiterhin hohe Verspätungsquote im Fernverkehr bleibt davon allerdings unberührt.
Open Questions
- Wie genau wird die Wirkung der Investitionen auf die Kundenzufriedenheit gemessen?
- Welche konkreten Ziele verfolgt das XXL-Waschprogramm bis 2030 außer der Reinigung?
- Warum bleiben die Verspätungen trotz erhöhter Reinigungsaktivitäten unberührt?






