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Nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin steht die Bildung einer neuen Regierungskoalition aus. Die CDU verlor die Wahl gegenüber der Linken, die nun stärkste Kraft ist. Gleichzeitig wird auf Bundesebene eine Pflegereform vorbereitet, die aufgrund finanzieller Defizite in der Pflegeversicherung dringend erforderlich ist.
Nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin hat CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann Grüne und SPD in scharfer Form vor einer Koalition mit der Linken gewarnt – und diese zu einem Bündnis mit ihrer Partei aufgefordert. „Es gibt eine andere Mehrheit mit der Union. SPD und Grüne müssen nun für sich entscheiden, ob sie sich zum Steigbügelhalter von linken Extremisten machen wollen“, sagte Hoppermann der „Rheinische Post“. Die Berliner Linke sei radikal und antisemitisch. Die Linkspartei hatte die Wahl klar vor der bislang gemeinsam mit der SPD regierenden CDU gewonnen.
Der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels (CDA), Dennis Radtke, hat bei der geplanten Pflegereform einen grundlegenden Wandel gefordert. „Die Pflegereform darf nicht einfach nur wieder ein Spargesetz werden“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Wir brauchen echte strukturelle Veränderungen, damit sich die Menschen auch künftig auf das System verlassen können.“
Radtke forderte, dass „gerade die versicherungsfremden Leistungen“ dabei „in den Blick genommen werden“ müssten. „Hierfür hat leider schon bei der Gesundheitsreform der Mut gefehlt, obwohl dies seit Jahren überfällig ist“, sagte er.
Die gesetzliche Pflegeversicherung steckt tief in den roten Zahlen. Die Koalition will deshalb eine große Pflegereform auf den Weg bringen. Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) wollte seinen Gesetzentwurf dazu am Mittwoch vom Kabinett beschließen lassen. Die Pläne stießen jedoch auf breite Kritik. Medienberichten zufolge sind für Montag weitere Gespräche innerhalb der Koalition geplant.
Miosga spricht Habeck in der Sendung auf ein Gerücht an, von dem die beiden Journalisten Robin Alexander und Dagmar Rosenfeld in ihrem Polit-Podcast „Machtwechsel“ berichtet hatten. Demnach gibt es im politischen Berlin Spekulationen, Habeck und der frühere Verkehrsminister Volker Wissing (früher FDP, heute parteilos) könnten eine neue Partei gründen, möglicherweise auch mit jemandem, der aus der CDU austrete. „Das ist etwas, was auf der Gerüchte-Ebene durchaus durch Berlin geistert“, heißt es dort.
Linken-Chef Luigi Pantisano tritt Vorwürfen, seine Partei sei antisemitisch, entgegen. Er weise dies „absolut“ zurück, sagt Pantisano im ARD-„Bericht aus Berlin“. „Wir stehen ganz klar an der Seite jüdischer Menschen und stehen auch für den Schutz jüdischen Lebens in Deutschland ein, in Berlin und überall anders.“ Zugleich traue sich die Linke als eine der wenigen öffentlich zu kritisieren, was in Israel passiere.
Der Vorsitzende der Jungen Union und neue Vizechef der Unionsfraktion, Johannes Winkel (CDU), will Migranten weniger Sozialleistungen zahlen. Winkel fordert im „Ronzheimer“-Podcast von Paul Ronzheimer, den Sozialstaat massiv zu reformieren. Dabei solle bei der Höhe der Sozialleistungen entscheidend sein, ob jemand bereits ins System eingezahlt habe oder nicht. Besonders betroffen wären demnach Migranten. „Ist es eigentlich okay, dass zwei Leute gleich viel Sozialleistungen bekommen und der eine hat vorher noch nie was eingezahlt?“, fragt Winkel.
Seine Forderung: „Es sollten diejenigen weniger bekommen, die vorher nicht eingezahlt haben.“ Der Junge-Union-Chef stellt klar, dass es ihm nicht um die Nationalität gehe, seine Forderung Migranten jedoch überproportional treffen würde. „In einer Zeit, wo man eine Massenmigration nach Deutschland zugelassen hat, (...) in der dann sehr, sehr viele Menschen im deutschen Sozialsystem gelandet sind, da macht es natürlich einen quantitativen Unterschied. Das ist natürlich zweifellos richtig.“ Dies habe sich zu einem zentralen Gerechtigkeitsproblem entwickelt.
Im Streit um die geplante Pflegereform erteilt Carsten Linnemann der SPD-Forderung nach einem „Pflegedeckel“ eine Absage. „Wir würden das Problem nicht lösen“, sagt der Bundesgesundheitsminister mit Blick auf die geplanten Ersparnisse im ARD-„Bericht aus Berlin“. Linnemann rechnet vor, dass die Einsparungen bei der von der SPD vorgeschlagenen Begrenzung der reinen Pflegekosten nur bei rund 300 Euro lägen, bei einem Gesamteigenanteil bis durchschnittlich 4000 Euro pro Betroffenem und Heimplatz.
Die Jugendorganisation der Berliner Partei Die Linke hat die Polizei im Zusammenhang mit einer Demonstration verbal angegriffen und als „kriminellen Clan“ bezeichnet. Bei der Demonstration von Schülern und anderen Teilnehmern gegen die Wehrpflicht am Freitag habe „ein krimineller Clan, mit Pistolen, Quarzhandschuhen, Knüppeln und Pfefferspray ausgestattet“, die Demonstranten schikaniert, gemeint sei „die Berliner Polizei“, heißt es in einem Instagram-Beitrag von Linksjugend Solid Berlin.
Die Jugendlichen würden einen Politikwechsel wählen, gegen ein „Weiterverwalten der Aufrüstung und Polizeigewalt mit SPD und Grünen“, hieß es weiter auf dem Internetportal X. Die Berliner Linke will mit Grünen und SPD über die Bildung einer Regierungskoalition sprechen.
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) beschwichtigt im Streit mit der SPD um die geplante Pflegereform. „Das ist nichts Ungewöhnliches“, sagt Linnemann im ARD-„Bericht aus Berlin“. Bei der Reform der gesetzlichen Krankenversicherung „hat man sich erst zwei Stunden vor der Kabinettsbefassung damit vertraut gemacht und geeinigt“. Der Minister sagt aber zum koalitionsinternen Streit weiter: „Sowas sollte man hinter verschlossenen Türen machen und nicht vor der Tür.“
Die Grünen-Vorsitzenden Franziska Brantner und Felix Banaszak wollen weiter an der Spitze der Partei bleiben. Getrennt voreinander, aber zeitgleich haben beide mitgeteilt, dass sie auf dem Parteitag Anfang Dezember für eine zweite Amtszeit kandieren.
Banaszak erklärte in einer Nachricht an die Parteibasis, er trete erneut an, „um mit euch allen unsere Partei für die nächste Bundestagswahl aufzustellen“. Brantner schrieb, sie bewerbe sich gemeinsam mit Banaszak erneut um den Co-Vorsitz. „Gemeinsam können wir die Partei sein, der die Menschen zutrauen, dieses Land voranzubringen.“ Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet.
Der Vorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel, warnt die CDU vor dem Untergang. „Wenn sie sich nicht grundlegend verändert, wird es keinen Grund geben, die CDU zu wählen“, sagte der frisch gewählte Unionsfraktionsvize im Interview mit „Bild“. „Parteien, die sich nicht verändern, sterben. Ganz einfach.“
Der 34-Jährige bescheinigte CDU und SPD ein „komisches Selbstverständnis“, das sich nur so erklären lasse, dass sich die Parteien seit 80 Jahren im Kanzleramt abwechselten. Aber: „Es gibt keine Ewigkeitsgarantie für die Volksparteien CDU und SPD im Grundgesetz. Selbst wenn es in den letzten 80 Jahren mit vielen Krisen so war“, so der Vorsitzende des CDU-Nachwuchses.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Koalitionsverhandlungen in Berlin werden schwierig und könnten zu Neuwahlen führen, falls keine Einigung zwischen SPD, Grünen und Linken erzielt wird.
Possible · Within weeks
Die Pflegereform wird voraussichtlich ohne einen Pflegedeckel verabschiedet werden, da Bundesgesundheitsminister Linnemann die SPD-Forderung abgelehnt hat und die Einsparungen durch einen Deckel als zu gering bewertet.
Likely · Within months
Die Debatte über Sozialleistungen für Zuwanderer wird innerhalb der CDU und der Jungen Union weiter an Fahrt aufnehmen, insbesondere angesichts der Äußerungen von Johannes Winkel über Leistungsgerechtigkeit.
Likely · Within months
NRW Prime Minister Hendrik Wüst sees the AfD's rise in surveys as reversible, points to lower support in local elections in 2025 compared to the federal election and emphasizes the need to rethink political content. He highlights the integral role of Turkish immigrants in Germany's reconstruction and infrastructure and announces a three-day trip to Turkey to mark the 65th anniversary of the recruitment of Turkish workers.

In an interview with Caren Miosga, Robert Habeck spoke about his North Pole metaphor, rejected rumors about a political comeback or a new party with Volker Wissing and spoke about his new book "Arctic Meltdown". He sees the rise of right-wing populist parties as a European phenomenon, based on fears of economic decline, and criticizes the defensive stance of the political center.
The Office for the Protection of the Constitution warns of Chinese espionage activities when German research institutions collaborate with Chinese universities. China has been building a comprehensive system of technology and know-how transfer for years in order to expand its political, economic, technological and military supremacy. The focus is particularly on quantum technology, AI, hypersonics as well as bio and surveillance technologies.

A week after the Berlin House of Representatives election, the prospects of coalition negotiations between the Left, the Greens and the SPD are increasing, as are concerns about allegations of anti-Semitism and possible connections to clan crime among the Left. Excluding the left could amount to a second firewall that would weaken the democratic center.

NRW Prime Minister Wüst holds political talks in Ankara and awards a tolerance prize to İlkay Gündoğan in Istanbul. At the same time, the Federal Constitutional Court in Karlsruhe is celebrating its 75th anniversary with a ceremony. The article highlights the political importance of the court, its social decisions and the economic impact of the EU's eastward expansion on Germany.

According to her lawyer, the Berlin left-wing politician Elif Eralp has filed a criminal complaint against Federal Interior Minister Alexander Dobrindt because he is said to have described her as an anti-Semite in the ZDF program "Maybrit Illner". The lawyer sees this as slander and insult according to the Criminal Code. Dobrindt had previously made allegations against the Berlin Left for anti-Semitism.