Breaking
DENorwegens König Harald V. verstorben: Ein Rückblick auf sein Wirken und die Zukunft der MonarchieTRUkrayna Büyükelçisi Dışişleri Bakanlığına çağrıldıRUNiger defense forces suppress military mutiny in NiameyBRIncêndio em condomínio residencial mobiliza Corpo de BombeirosTRKiev yakınlarında İHA saldırısı: 37 ölü, soruşturma başlatıldıTRNijer'in başkenti Niamey'de silah sesleri ve güvenlik hareketliliğiCN云南发布地质灾害气象风险预警,多地滑坡泥石流风险高ARإلغاء تأشيرة وزيرة المالية العراقية السابقة طيف سامي وتطورات الوجود العسكري الأجنبيESLocalizada a salvo la ciudadana australiana Cara Severino tras las inundaciones en NepalCN吉尔吉斯斯坦各界热切期待习近平主席访问DENorwegens König Harald V. verstorben: Ein Rückblick auf sein Wirken und die Zukunft der MonarchieTRUkrayna Büyükelçisi Dışişleri Bakanlığına çağrıldıRUNiger defense forces suppress military mutiny in NiameyBRIncêndio em condomínio residencial mobiliza Corpo de BombeirosTRKiev yakınlarında İHA saldırısı: 37 ölü, soruşturma başlatıldıTRNijer'in başkenti Niamey'de silah sesleri ve güvenlik hareketliliğiCN云南发布地质灾害气象风险预警,多地滑坡泥石流风险高ARإلغاء تأشيرة وزيرة المالية العراقية السابقة طيف سامي وتطورات الوجود العسكري الأجنبيESLocalizada a salvo la ciudadana australiana Cara Severino tras las inundaciones en NepalCN吉尔吉斯斯坦各界热切期待习近平主席访问
BackBND nutzt Gamescom zur IT-Fachkräftewerbung mit Computerspiel
BND nutzt Gamescom zur IT-Fachkräftewerbung mit Computerspiel
Tech
Die Zeit8 hours agoTech2 min readGermany

BND nutzt Gamescom zur IT-Fachkräftewerbung mit Computerspiel

Quick Look

  • Der BND präsentiert auf der Gamescom in Köln ein Upgrade seines Computerspiels 'BND-Legenden: Operation Blackbox', um junge IT-Talente für die Auslandsspionage zu gewinnen.
  • Das neue Level 'Data Extraction' fordert schnelles Mustererkennen.
  • Die Behörde hofft auf Nachwuchs für KI und Softwareentwicklung, wobei die Wirkung des Spiels auf die Rekrutierung unklar bleibt.

AI-generated summary

Why It Matters

Der BND sucht nach IT-Fachkräften für Aufgaben wie Künstliche Intelligenz und Softwareentwicklung. Dazu nutzt er Events wie die Gamescom, um junge technikaffine Menschen anzusprechen. Eine aktuelle Gesetzesreform soll dem BND erweiterte Befugnisse bei Terrorismusbekämpfung und Auslandsspionage geben, einschließlich aktiver Eingriffe bei staatlich gesteuerten Hackerangriffen.

Font size

Der Bundesnachrichtendienst (BND) intensiviert bei der Computerspiel-Messe Gamescom seine Bemühungen, junge Leute als IT-Fachkräfte und für andere Tätigkeiten zu gewinnen. Die Behörde stellte an ihrem Messestand in Köln ein Upgrade eines Computerspiels vor, mit dem das Interesse an der Arbeit der Auslandsspione geweckt werden soll. Bei dem Spiel «BND-Legenden: Operation Blackbox» ist der Gamer als Agentin AJ in geheimer Mission in virtuellen Welten unterwegs.

Das Spiel wurde bereits im Vorjahr auf der Gamescom vorgestellt, Ende 2025 ging es auf der Plattform Steam online. Nun ist ein neues Level hinzugekommen: In «Data Extraction» hat AJ ein Datenpaket geklaut und muss es aus der feindlichen Umgebung hinaus schleusen. Der Spieler muss am Controller möglichst schnell Muster erkennen und reagieren - lässt seine Konzentration nach, scheitert er, und die Mission geht in die Binsen.

Unabhängig von dem Spiel haben Besucher an dem Messestand die Möglichkeit, ihre Hacking- und Coding-Fähigkeiten in kurzen Spielsequenzen unter Beweis zu stellen und dabei mit echten BND-Beamten ins Gespräch zu kommen. Von den anwesenden BND-lern kommen einige aus der Personalabteilung. Spione im Auslandseinsatz, die beim Heimaturlaub mal beim Gamescom-Messestand vorbei schlappen und Werbung machen für ihre Arbeit, dürfte man wohl nicht treffen.

Wie die Behörde ihr Werbegame begründet

Man sei mit der Resonanz auf das Spiel zufrieden, sagt eine BND-Sprecherin. «Bei Gamern kommt es gut an, dass sich der Dienst nicht nur als solcher präsentiert, sondern auch ein Spiel mitgebracht hat.»

Aber warum überhaupt ein 100 Quadratmeter großer Messestand auf einer Computerspiel-Messe? Das Publikum auf der Gamescom sei interessant für den BND als Arbeitgeber, sagt die Behördensprecherin. «Die Gamer sind technikaffin, sie schlüpfen gern in andere Rollen und begeben sich auf Missionen: Nichts anderes macht der Bundesnachrichtendienst.»

Wie andere Behörden auch brauche man Nachwuchs und wolle diesen für die Arbeit beim BND begeistern. Der BND werde vermehrt IT-Talente etwa für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (Agentic AI) und Softwareentwicklung suchen. Der BND hat nach eigenen Angaben rund 6.800 Beschäftigte, die Zentrale ist in Berlin und ein weiterer großer Standort in Pullach bei München.

Gesetzesreform verändert den BND

Die Talente, die jetzt angeworben werden, würden in einem neuen BND starten, sagt die Behördensprecherin mit Blick auf die unlängst auf den Weg gebrachte Gesetzesreform. Sie soll dem Bundesnachrichtendienst mehr Befugnisse für die Aufklärung von Terrorismus und geheimdienstlichen Aktivitäten anderer Staaten geben. Dazu gehört erstmals auch die Möglichkeit, aktiv einzugreifen, zum Beispiel bei einem von staatlicher Seite gesteuerten Hacker.

Was hat das Spiel denn bisher gebracht bei der Personalrekrutierung, und wie viele passionierte Gamer sind denn inzwischen beim BND untergekommen? Das bleibt unklar. Man frage die Beschäftigten nicht nach ihren privaten Hobbys, und es werde nicht erfasst, ob das Interesse über das Game geweckt wurde, heißt es von der Bundesbehörde. Das Computerspiel könne zudem auch eine indirekte Wirkung haben: Dass Gamescom-Besucher davon erzählen und der BND bei anderen Menschen, die gar nicht bei der Messe waren, überhaupt erst Thema werde als möglicher Arbeitgeber.

Open Questions

  • Wie viele Bewerber wurden durch das Spiel tatsächlich zum BND gelockt?
  • Welche konkreten Erfolge hat das Spiel bisher in der Personalrekrutierung gezeigt?
  • Wie wird die Gesetzesreform konkret die Arbeitsweise des BND verändern?
  • Welche spezifischen KI-Anwendungen plant der BND für die neuen IT-Talente?

Related Topics

This article was originally published by Die Zeit.

Related Stories

More on this topicbnd