Börse am 12. Oktober: Fünf Punkte, die für Anleger heute wichtig sind
Quick Look
- Der Dax versucht, die 25.000-Punkte-Marke zu halten, während Anleihe- und Ölmarkt die Stimmung beeinflussen.
- Die US-Berichtssaison beginnt mit Ergebnissen großer Banken, und Volkswagen legt Quartalsabsatz vor.
- Gleichzeitig tagt der IWF in Bangkok und der Pariser Autosalon zeigt einen Wettbewerb zwischen europäischen und chinesischen Autobauern.
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Why It Matters
Der Dax hatte Anfang Oktober die 25.000-Punkte-Marke wieder erreicht, zeigte seitdem jedoch Schwankungen. Am Donnerstag fiel er kurzfristig unter diese Marke und erreichte den tiefsten Stand seit dem 23. Juli. Die neue Börsenwoche wird von der US-Berichtssaison, Entwicklungen am Öl- und Anleihemarkt sowie geopolitischen Ereignissen geprägt.
Der Öl- und Anleihemarkt beschäftigt die Anleger wohl auch weiterhin. Daneben dürfte es in der neuen Handelswoche aber noch einen entscheidenden Impulsgeber geben.
Kurstafel der Frankfurter Börse. Foto: Handelsblatt
Düsseldorf. In der neuen Börsenwoche wird sich zeigen, ob der deutsche Leitindex die seit Anfang Oktober wieder ins Wanken geratene 25.000-Punkte-Marke halten kann. Am Freitag ging der deutsche Leitindex 1,1 Prozent höher bei 25.087 Punkten aus dem Handel. Am frühen Montagmorgen notiert der Dax auf außerbörslichen Handelsplattformen vorbörslich erneut im Plus.
Am Donnerstag erst war er unter 25.000 Punkte gefallen und hatte zeitweise den tiefsten Stand seit dem 23. Juli erreicht.
Die Entwicklungen am Anleihe- und Ölmarkt dürften in der neuen Woche erneut die Stimmung am deutschen Aktienmarkt beeinflussen. Im Laufe der Handelswoche kommt mit dem Start in die US-Berichtssaison noch ein weiterer Impulsgeber für die Richtung im Dax dazu.
Im Fokus stehen die Quartalsergebnisse großer Banken. Die Anleger wollen laut Analysten vor allem wissen, wie sich der jüngste starke Anstieg der Anleiherenditen auf das Geschäft mit Übernahmen, die Kreditvergabe und die Refinanzierungskosten auswirkt. Vier der sechs größten US-Geldhäuser, JPMorgan, Goldman Sachs, Citigroup und Wells Fargo, legen ihre Ergebnisse am Dienstag vor. Am Mittwoch folgen die Geschäftszahlen von Morgan Stanley und der Bank of America.
Am Montag blicken Anlegerinnen und Anleger besonders auf die Automobilindustrie. In Frankreich findet die Branchenmesse Pariser Autosalon statt und der Autobauer Volkswagen veröffentlicht heute Absatzzahlen für das dritte Quartal.
1 – Börsen in New York: Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq
Leicht sinkende Ölpreise und nachlassende Sorgen über die Nachhaltigkeit des Investitionsbooms im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) haben den US-Aktienmärkten am Freitag zu einem Puls verholfen. Zurückgehende geopolitische Spannungen im Nahen Osten hellten die Anlegerstimmung auf, die wichtigsten Indizes verabschiedeten sich mit Gewinnen ins Wochenende.
US-Börsen
Techwerte erholen sich nach neuer KI-Angst – Wall Street schließt im Plus
Der Dow Jones der Standardwerte gewinnt gut 0,8 Prozent und steigt auf 51.654 Punkte.
Der breiter gestreute S&P 500 schließt 0,6 Prozent höher bei 7811 Zählern.
Die Technologiebörse Nasdaq geht 0,6 Prozent fester aus dem Handel bei 27.366 Punkten.
Der Nasdaq 100, ein Abbild der 100 Nicht-Finanzunternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung, schließt 0,5 Prozent höher bei 30.883 Zählern.
2 – Börsen in Asien
Die asiatischen Aktienmärkte sind zum Wochenstart angesichts der anlaufenden US-Berichtssaison und geopolitischer Unsicherheiten kaum vom Fleck gekommen.
Die Shanghaier Börse hat sich am Montag kaum bewegt und blieb fast unverändert bei 3810 Stellen.
Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen lag ebenfalls unverändert bei 4312 Punkten.
An der japanischen Börse wurde dagegen feiertagsbedingt nicht gehandelt.
Auch an den übrigen asiatischen Handelsplätzen hielten sich die Investoren spürbar zurück.
Märkte Asien
Asiens Börsen treten auf der Stelle – Ölpreise geben nach
3 – IWF-Jahrestagung
In Bangkok beginnt die siebentägige Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank. Das Treffen der Finanzminister und Notenbanker aus aller Welt wird überschattet von Konflikten im Nahen Osten, einem Energiepreisschock und weltweit steigenden Zinsen. Diese Faktoren bergen zusammen Risiken für das ohnehin schleppende globale Wirtschaftswachstum. Auf der Agenda der Beratungen stehen außerdem die hohe Staatsverschuldung mancher Länder, die die Renditen nach oben treibt, und die Auswirkungen auf die Finanzstabilität hat. Zudem rücken die wirtschaftlichen Folgen der Künstlichen Intelligenz in den Fokus.
4 – Pariser Autosalon
Auf der Branchenmesse in Paris zeichnet sich ein Kräftemessen zwischen europäischen und chinesischen Autobauern ab. Mit einer Rekordzahl von 20 Marken aus der Volksrepublik, darunter BYD und Chery, verdoppelt sich die chinesische Präsenz im Vergleich zur vorherigen Messe im Jahr 2024. Heimische Hersteller wollen mit der Vorstellung neuer, erschwinglicherer Elektromodelle ihre Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis stellen.
5 – Volkswagen
Europas größter Autobauer legt seine Absatzzahlen für das dritte Quartal vor. Volkswagen leidet derzeit insbesondere unter dem Zusammenbruch des chinesischen Marktes, der jahrelang die wichtigste Einnahmequelle war. Dazu kommt die harte Konkurrenz durch chinesische Anbieter auf dem europäischen Heimatmarkt.
Termine Unternehmen
07:00 Uhr, Deutschland: Nordex, Q3-Auftragseingang
11:00 Uhr, Deutschland: Volkswagen, Absatz Q3/26
17:45 Uhr, Frankreich: LVMH, Q3-Umsatz
Deutschland: Porsche AG, Pre-Close-Call Q3
• Frankreich: L’Oréal, außerordentliche Hauptversammlung
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Termine Konjunktur
06:30 Uhr, Niederlande: Handelsbilanz 8/26
07:00 Uhr, Spanien: Handelsbilanz 8/26
Mit Agenturmaterial.
Mehr: „Ab sechs Prozent beginnt der Zerstörungsprozess“ – Was der Welt nach dem Zins-Schock bevorsteht
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AI outlook — possibilities, not facts
Der Dax wird die Woche wahrscheinlich oberhalb von 25.000 Punkten schließen, wenn die US-Bankergebnisse die Erwartungen nicht deutlich verfehlen.
Likely · Within days
Volkswagens Absatzzahlen für das dritte Quartal werden aufgrund des schwachen chinesischen Marktes und des Wettbewerbs durch chinesische Anbieter in Europa unter den Erwartungen liegen.
Likely · Within days
Open Questions
- Wie stark wird der Anstieg der Anleiherendite tatsächlich auf das Kreditgeschäft der Banken wirken?
- Können europäische Autobauer wie Volkswagen die chinesische Konkurrenz auf dem Heimatmarkt langfristig standhalten?
- Welche konkreten Maßnahmen werden auf der IWF-Jahrestagung zur Bekämpfung der globalen Schuldenlast vorgeschlagen?







