Brandenburgs Innenminister Jan Redmann wirbt nach den Wahlen um Polizeinachwuchs aus Berlin und Sachsen-Anhalt, während die Gewerkschaft der Polizei vor Abwerbeangeboten anderer Bundesländer warnt und die Folgen für die innere Sicherheit in Berlin befürchtet.
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Nach den Wahlen in Berlin sucht Brandenburg aktiv nach Polizeinachwuchs aus Berlin und Sachsen-Anhalt, während andere Bundesländer wie Baden-Württemberg ebenfalls Abwerbeangebote machen. Die GdP warnt vor Folgen für die innere Sicherheit in Berlin.
Brandenburgs Innenminister Jan Redmann wirbt nach den Wahlen um Polizeinachwuchs aus Berlin und Sachsen-Anhalt. Der CDU-Politiker sagte auf dem Instagram-Kanal des Ministeriums: «Du kommst aus Berlin oder Sachsen-Anhalt, möchtest Polizist werden und sorgst dich gerade um die politische Zukunft in deinem Heimatland? Dann schau mal nach Brandenburg.»
GdP: Andere Länder machen Abwerbeangebote
Vor einigen Tagen bot auch Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel (CDU) nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin Polizisten aus der Hauptstadt an, in den Südwesten zu wechseln. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sprach von Abwerbeangeboten anderer Bundesländer und sorgt sich um die Folgen für die innere Sicherheit in Berlin.
In ihrem Wahlprogramm hatte die Linke angekündigt, eine weitere «Aufrüstung» der Polizei in Berlin stoppen und die Mittel umverteilen zu wollen. Die frei werdenden Mittel sollen demnach unter anderem in eine stärkere Förderung der Straßensozialarbeit fließen.
Brandenburg sucht mehr Polizeipersonal
Bei Instagram schrieb das Innenministerium in Potsdam: «Die einen stellen die Polizei infrage. Wir stellen die Polizei noch besser auf!» Redmann verwies darauf, dass sich Polizisten noch bis 31. Dezember für die Einstellung zum April 2027 bewerben können.
Brandenburgs Landesregierung möchte das Polizeipersonal aufstocken. Laut Innenministerium soll die Landespolizei auf 9.000 Stellen ausgebaut werden. Brandenburg sucht jährlich 440 Anwärter für den Polizeidienst.
GdP: Hauptstadtpolizisten sind begehrt
Der Berliner GdP-Landesvorsitzende Stephan Weh sagte: «Unsere Kolleginnen und Kollegen leben nicht auf dem Mond, sie nehmen die offensiven Angebote aus anderen Bundesländern sehr wohl wahr und schauen sich genau an, in welche Richtung es hier gerade läuft.» Hauptstadtpolizisten seien aufgrund der hervorragenden Ausbildung sowie großen Einsatzerfahrung und Belastbarkeit begehrt.
«Die politische Ungewissheit nach den Wahlen befeuert den Plan anderer Ministerien, hier mit Berlinerinnen und Berlinern ihre Stellen besetzen zu können und so flächendeckende Nachwuchssorgen bei deren Polizeien zu lösen», so Weh. Die GdP forderte ein klares Bekenntnis möglicher Regierungsparteien zur Berliner Polizei. Linke, Grüne und SPD wollen an diesem Donnerstag mit Gesprächen über eine mögliche Regierungsbildung starten.
AI outlook — possibilities, not facts
Brandenburg wird seine Zielzahl von jährlich 440 Polizeianwärtern erreichen oder überschreiten, wenn die Werbekampagne erfolgreich ist.
Possible · Within months
Die GdP wird ihre Forderung nach einem klaren Bekenntnis möglicher Regierungsparteien zur Berliner Polizei in den Koalitionsverhandlungen verstärken.
Likely · Within weeks

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