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Broadcom konkurriert im wachsenden Markt für KI-Chips mit Nvidia. Die Erwartungen an KI-Unternehmen sind derzeit extrem hoch.
Los Angeles. Starke Zahlen und ein optimistischer Ausblick reichen den Broadcom-Anlegern am Donnerstag nicht. Laut Händlern wird es immer schwieriger für Unternehmen mit KI-Fantasie, die Euphorie aufrechtzuerhalten. Am Markt sei auf noch stärkere Signale hinsichtlich der Umsatzentwicklung gehofft worden.
Ein Börsianer betonte, das Ergebnis habe im dritten Geschäftsquartal leicht über den Erwartungen gelegen. Die Prognose für das Schlussquartal decke sich in etwa mit den Schätzungen, doch dies beeindrucke die Anleger offenbar nicht stark genug. Sie seien bereits auf noch stärkere kurzfristige Ergebnisse eingestellt gewesen, argumentierte der Marktteilnehmer. Die Ziele wirkten solide, aber weniger überzeugend als jene des größeren Konkurrenten Nvidia in der vergangenen Woche. Dessen Kurs lag am Donnerstag vorbörslich knapp im Plus.
Es konnte die Stimmung nicht heben, dass Broadcom binnen zwei Jahren einen weiteren Boom erwartet – und damit die Hoffnung nährt, dass Nvidia in einem lukrativen Markt vielleicht herausgefordert werden kann. Für das laufende Geschäftsjahr wurde das KI-Chip-Ziel leicht auf 58 Milliarden Dollar erhöht. Im darauffolgenden Geschäftsjahr soll der Erlös mit KI-bezogenen Produkten auf 115 Milliarden Dollar steigen und 2028 dann 230 Milliarden Dollar erreichen.

Zwei hochrangige Vertreter der US-Notenbank Fed, Christopher Waller und Michael Barr, äußerten Zweifel an einer Zinserhöhung im September, wodurch die Markterwartungen von rund 60 auf knapp über 50 Prozent fielen. Gleichzeitig zeigten die Aktienmärkte leichte Zugewinne, während Tech-Aktien wie Broadcom und Snowflake gegensätzliche Trends zeigten und die Ölpreise aufgrund geopolitischer Spannungen stiegen.

Fünf führende deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen für 2026 deutlich erhöht und erwarten ein BIP-Wachstum von bis zu 1,4 Prozent – das stärkste seit 2022. Der Aufschwung wird durch gestiegene Nachfrage aus dem Ausland und das schuldenfinanzierte Investitionspaket der Bundesregierung getragen, wobei die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie besonders vom Nahostkonflikt profitiert. Allerdings warnen Ökonomen vor Risiken wie steigenden Energiepreisen durch den Iran-Krieg und einer zunehmenden Staatsverschuldung, die bis 2028 auf 4,6 Prozent des BIP ansteigen könnte. Ohne strukturelle Reformen sei der Aufschwung nicht nachhaltig.

Deutsche Arbeitgeberverbände fordern eine Reform des Betriebsverfassungsgesetzes, um in Krisen und beim Unternehmensumbau schneller entscheiden zu können. Sie wollen Mitbestimmungsrechte der Betriebsräte beschränken, Fristen setzen und in Eilfällen ohne Zustimmung des Betriebsrats handeln dürfen. Die Vorschläge stoßen vermutlich auf Widerstand bei Gewerkschaften.
Ein Werbespot von Callaway und Good Good, in dem ein Mann eine Frau körperlich attackiert und droht, löste in den USA einen Shitstorm aus, der zu Produktauslistungen, der Einstellung einer TV-Serie, dem Rückzug als PGA-Tour-Sponsor und dem Ende der Kooperation führte. Beide Unternehmen distanzierten sich vom Inhalt und spendeten eine Million Dollar gegen Gewalt an Frauen, während Good Good-CEO Matt Kendrick und Präsident Joe Flannery die Firma verließen.

Der Volkswagen-Vorstand droht mit maximaler Eskalation, falls der Aufsichtsrat den Sparplan ablehnt, und plant, Milliardenkürzungen mit Unterstützung der Anteilseigner durchzusetzen – gegen den Widerstand des Großaktionärs Niedersachsen.

Xiaomi wird seine Elektroautos ab 2027 in Deutschland und anderen europäischen Ländern verkaufen. Dazu hat das Unternehmen auf der IFA in Berlin Absichtserklärungen mit acht deutschen Autohandelsgruppen unterzeichnet, um ein flächendeckendes Verkaufs- und Servicenet aufzubauen. Der chinesische Konzern positioniert sich im Premiumsegment und hat in China bereits über 700.000 Fahrzeuge des Modells SU7 ausgeliefert.