Bundesbauministerin Hubertz will Baukosten senken
Die Ministerin setzt auf effizientere Prozesse und weniger aufwendige Bauweisen, um den Wohnungsbau anzukurbeln.
Quick Look
- Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) plant, den Wohnungsbau durch Kostensenkungen zu fördern.
- Auf dem Gewerkschaftstag der IG BAU in Kassel betonte sie, dass durch effizientere Prozesse und den Verzicht auf unnötige Extras Einsparungen möglich seien, ohne die Qualität zu mindern.
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Why It Matters
Die Bauwirtschaft ist ein zentraler Wirtschaftszweig in Deutschland mit 2,6 Millionen Beschäftigten.
Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) will den Wohnungsbau durch eine Senkung der Baukosten ankurbeln. Dies sei auch ohne eine Senkung der Qualität möglich, sagte sie laut Mitteilung beim Gewerkschaftstag der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in Kassel. Bauen sei zu teuer geworden, aber es sei möglich, dem entgegenzuwirken.
Die Ministerin verwies auf ein Modellprojekt in Hamburg, bei dem sich alle Beteiligten aus Wirtschaft, Politik und den verschiedenen Baugewerken zusammengesetzt und geprüft hätten, wo jeder einzelne für seinen Bereich Kosten sparen könne. Dabei gehe es um «weniger Schnickschnack und Fokus auf effiziente Prozesse». Es gebe dann keine Tiefgarage mehr, Wände seien etwas weniger breit und der Balkon werde nicht mehr angemauert, sondern an das Gebäude gestellt. «Wir haben Hebel. Wir können handeln», betonte Hubertz. Die Gesamtqualität müsse aber stimmen.
Die Ministerin hob vor den Gewerkschaftern die Bedeutung der Bauwirtschaft für Deutschland hervor. Mit 2,6 Millionen Beschäftigten arbeiteten in diesem Bereich dreimal so viele Menschen wie in der Automobilbranche. Jeder zweite Euro, der in Deutschland investiert werde, fließe in den Bau. Darüber werde viel zu wenig gesprochen.
Open Questions
- Wie genau sehen die konkreten gesetzlichen Maßnahmen aus?
- Wie reagieren die Bauunternehmen auf die Sparvorgaben?



