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Die Pflegereform ist ein umstrittenes Thema in der deutschen Gesundheitspolitik. Die SPD fordert Entlastungen für Pflegebedürftige durch einen Pflegedeckel und die Beteiligung der Privatversicherten an den Kosten, während die CDU unter Linnemann Einsparungen und strukturelle Reformen betont. Die Pflegeversicherung gilt als strukturell unterfinanziert, wodurch finanzielle Anpassungen notwendig werden.
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) hat sich im Streit um die Pflegereform gegen einen sogenannten Pflegedeckel ausgesprochen. Man werde das Problem so nicht lösen, sagte Linnemann in der ARD-Sendung Bericht aus Berlin. Zuvor hatte die SPD angekündigt, den für kommende Woche angesetzten Kabinettsbeschluss zur Pflegereform zu blockieren, sollte bei dem Gesetzentwurf nicht nachgebessert werden. Dazu schlug die Partei neben der Beteiligung der Privatversicherten auch eine Begrenzung der Eigenanteile an den Pflegekosten, den »Pflegedeckel«, vor.
Linnemann rechnete nun vor, dass mit diesem jedoch nur wenige hundert Euro gespart werden würden. Denn die reinen Pflegekosten lägen im Schnitt bei rund 1.800 Euro. Eine Deckelung auf 1.500 Euro – wie von der SPD vorgeschlagen – bringe also eine Einsparung von 300 Euro. Hinzu kämen jedoch Kosten für Unterkunft und Verpflegung, diese machen bundesweit im Schnitt nochmal 1.600 Euro aus. »Wir würden das Problem nicht lösen, deshalb plädiere ich, dass wir jetzt sozusagen nicht nur Pflaster aufkleben, sondern eine Erste Hilfe leisten, damit weiter die Leistungen ausgezahlt werden an die Pflegebedürftigen und die Beiträge stabil halten«, sagte Linnemann.
Linnemann bringt Corona-Hilfen ins Spiel
Die von der SPD vorgeschlagenen Entlastungen sollen indes nur der erste Schritt sein. In einer nächsten Ausbaustufe sieht die SPD eine größere Entlastung vor. Die Pflegereform will sie in der jetzigen Form aber nicht mittragen. »Ein reines Kürzungspaket« mache die SPD-Fraktion nicht mit, sagte Fraktionschef Matthias Miersch. Der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies sagte: »Es muss zuallererst darum gehen, die Strukturen zu reformieren – und nicht darum, Leistungen zu kürzen und Belastungen zu erhöhen«.
Niemand wolle Kürzungen, sagte Linnemann in der ARD. Da die Pflegeversicherung »strukturell unterfinanziert« sei, stehe jedoch auch fest, dass gespart werden müsse. »Man kann auch sagen, wir schaffen Bilanzwahrheit«, sagte Linnemann. Zudem erwähnte er die Soforthilfen zu Zeiten der Coronapandemie. Diese wären auch aus der Pflegeversicherung bezahlt worden – mit der Zusage, dass sie später zurückgezahlt würden. »Wenn das Geld jetzt aus dem Finanzministerium beispielsweise zurückkommt, hätten wir mehr Spielraum«, sagte der Gesundheitsminister.
Gewerkschaften unterstützen SPD
Sorgen, ob die Pflegereform wie geplant am Mittwoch beschlossen werden kann, machte sich Linnemann indes noch nicht. »Das ist nichts Ungewöhnliches, ich glaube, bei der gesetzlichen Krankenversicherung, als wir die reformiert haben (...) hat man sich erst zwei Stunden vor der Kabinettsbefassung geeinigt.« Dennoch solle man solche Diskussionen lieber »hinter verschlossenen Türen« führen, sagte er.
AI outlook — possibilities, not facts
Der Kabinettsbeschluss zur Pflegereform wird verzögert, bis eine Einigung zwischen CDU und SPD erzielt wird.
Likely · Within days
Die SPD wird ihren Widerstand gegen den aktuellen Gesetzentwurf aufrechterhalten, bis konkrete Nachbesserungen vorgelegt werden.
Very likely · Within weeks

Belit Onay from the Greens won the mayoral election in Hanover with 61.5 percent of the votes in the runoff against Axel von der Ohe (SPD). Regional President Eva Bender (SPD) also won with 69.4 percent. In Göttingen, Onyeka Oshionwu (Greens) is currently leading with 62.7 percent. AfD candidates were unable to achieve runoff election victories in Salzgitter, Munster and Bockenem.
Belit Onay from the Greens was confirmed as mayor for another eight years in the runoff election in Hanover with 61.5 percent of the vote. His challenger Axel von der Ohe from the SPD received 38.5 percent. Onay has been in office since 2019 and was the first Green to head the Lower Saxony state capital.
Eva Bender from the SPD won the runoff election for the office of regional president in Hanover with 69.4 percent of the vote. Her competitor Oliver Junk from the CDU received 30.6 percent. The turnout was around 888,000 eligible voters.

The Rassemblement National has achieved parliamentary strength in the French Senate for the first time in its history after winning ten seats in the Senate elections. This success follows municipal gains in March and is made possible by an alliance with Eric Ciotti's splinter party. Marine Le Pen described the result as a historic victory seven months before the presidential election.
Incumbent Anna Kebschull won the runoff election for district administrator in the Osnabrück district with 64.7 percent of the vote against Thomas Spieker from the CDU. This time she ran as an individual candidate, although she was supported by the Greens. In the first round she achieved 33.8 percent.
Green politician Claudia Kalisch won the runoff election for the office of mayor of Lüneburg with 52.9 percent against Heiko Meyer from the Independent voter group. This time she ran as an individual candidate, but emphasized her continued affiliation with the Greens.