Bundespräsidenten-Nachfolge: Unterstützung für Aigner nimmt zu
Unionspolitiker und SPD-Ministerpräsident Woidke sprechen sich für die CSU-Politikerin aus, Merz hat sich noch nicht festgelegt
Quick Look
- Die Unterstützung für Ilse Aigner als Bundespräsidenten-Kandidatin nimmt in der deutschen Politik zu.
- Unionsfraktionschef Thorsten Frei, mehrere CDU-Landeschefs und Brandenburgs SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke sprechen sich für sie aus.
- Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich noch nicht festgelegt.
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Why It Matters
Die Bundesversammlung wählt am 30. Januar das neue Staatsoberhaupt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beendet am 18. März 2027 seine zweite Amtszeit und darf sich nicht erneut zur Wahl stellen. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte sich zuvor für eine Frau im Amt ausgesprochen, aber noch nicht auf eine Kandidatin der Unionsparteien festgelegt. Am kommenden Montag will die CDU-Führung über die Personalie beraten.
Die Unterstützung in der deutschen Politik für Ilse Aigner als Kandidatin für das Bundespräsidentenamt nimmt zu. Unionsfraktionschef Thorsten Frei nannte Aigner eine "ganz hervorragende Personalie." Die CSU-Politikerin habe das über Jahrzehnte in der bayerischen und deutschen Politik bewiesen, lobte Frei in der Bild-Zeitung. Frei legte sich allerdings noch nicht ganz fest: Er erklärte, es gebe natürlich auch andere ausgezeichnete Frauen, die die Herausforderung unzweifelhaft bewältigen würden.
Andere in der CDU haben sich unterdessen bereits entschieden. Nach allen drei ostdeutschen Ministerpräsidenten der Partei, Michael Kretschmer, Sven Schulze und Mario Voigt, stellte sich nun unter anderem auch der CDU-Landeschef von Baden-Württemberg, Manuel Hagel, hinter eine mögliche Kandidatur Aigners. Sie habe seine volle Unterstützung, betonte Hagel.
Auch parteiübergreifend gibt es Rückenwind für Aigner: So nannte sie zum Beispiel Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) eine perfekte Kandidatin. "Ilse Aigner bringt alles mit, was eine gute Bundespräsidentin ausmacht", sagte der SPD-Politiker gegenüber Politico. "Sie ist nahbar. Sie mag Menschen, kann zuhören und man hört ihr zu." Wenn die CSU-Politikerin vorgeschlagen würde, würde ihn das sehr freuen.
Merz hat sich noch nicht festgelegt
Die CSU hatte den Namen Aigner bereits früh ins Rennen geworfen. Zuletzt hatten sich jedoch Stimmen aus der CDU gemehrt, die eine Kandidatin aus den Reihen der eigenen Partei forderten. So wurden unter anderem Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, Bildungsministerin Karin Prien oder die ehemalige CDU-Vorsitzende und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer als mögliche Kandidatinnen gehandelt, ebenso wie Ines Claus, die derzeit Fraktionsvorsitzende der CDU im hessischen Landtag ist.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte sich zuvor für eine Frau im Amt ausgesprochen - aber noch nicht auf eine Kandidatin der Unionsparteien festgelegt. Am kommenden Montag will die CDU-Führung über die Personalie beraten.
Am 30. Januar wählt die Bundesversammlung das neue Staatsoberhaupt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beendet am 18. März 2027 seine zweite Amtszeit und darf sich nicht erneut zur Wahl stellen.
Mit Informationen von Tim Aßmann, ARD-Hauptstadtstudio Berlin
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die CDU-Führung berät am kommenden Montag über die Personalie und könnte sich auf eine Kandidatin festlegen.
Very likely · Within days
Die Bundesversammlung wählt am 30. Januar das neue Staatsoberhaupt.
Very likely · Within weeks
Open Questions
- Welche Kandidatin wird schließlich von der CDU/CSU aufgestellt?
- Wird Friedrich Merz Ilse Aigner unterstützen oder eine andere Kandidatin bevorzugen?
- Welche Entscheidung trifft die CDU-Führung am kommenden Montag?
- Wird Ilse Aigner ihre Kandidatur offiziell ankündigen?





