Bundesregierung hält sich bei Urheberschaft der Drohnenattacke in Leipzig zurück
Nach Medienberichten über eine mögliche russische Urheberschaft betont die Regierung, sie beteilige sich nicht an Spekulationen. Bundeskanzler Merz kündigt baldige Konsequenzen an.
Quick Look
- Die Bundesregierung kommentiert Berichte über eine russische Urheberschaft bei der Drohnenattacke am Flughafen Leipzig/Halle nicht.
- Bundeskanzler Merz kündigt jedoch eine baldige offizielle Feststellung und entsprechende Reaktionen an.
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Why It Matters
Am 4. August wurde eine mit Sprengstoff präparierte Drohne im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle entdeckt. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen eines Angriffs auf die Infrastruktur.
Die Bundesregierung äußert sich nicht zu Berichten, Russland stecke hinter der Drohnenattacke am Leipziger Flughafen. Doch womöglich gibt es schon bald mehr Informationen dazu, wer der Urheber war.
Berlin. Die Bundesregierung will sich weiterhin nicht öffentlich dazu äußern, wer für den versuchten Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich ist. Auf Berichte von Medien des Springer-Verlags angesprochen, wonach die Regierung davon ausgeht, dass Russland hinter dem Vorfall steckt, sagte ein Regierungssprecher: „Die Bundesregierung beteiligt sich nicht an Spekulationen. Relevant ist allein die offizielle Zuordnung, die die Bundesregierung nach eigenem Ermessen und unter Abwägung aller Ermittlungsergebnisse vornimmt.“
„Welt am Sonntag“, „Politico“ und „Bild“ berichteten unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen, die namentlich nicht genannt werden, die Regierung bereite ein umfangreiches Maßnahmenpaket gegen Moskau vor.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat am Donnerstag in einem TV-Interview gesagt, dass die Bundesregierung bald die Urheberschaft des Angriffs abschließend feststellen und es dann „dazu sehr bald auch eine entsprechende Reaktion geben“ werde. Bereits am Dienstag bei der Kabinettsklausur hatte er betont, die Urheber hybrider Angriffe würden „dafür bezahlen“.
Aus Regierungskreisen war zu hören, bei einem so gravierenden Fall sei es mit der Ausweisung von einem oder zwei Diplomaten nicht getan. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte erklärt, man wolle erst den Beweis führen und dann die Konsequenzen überlegt haben und auch zur Anwendung bringen können.
Die mit Sprengstoff präparierte Drohne war am Abend des 4. August im Sicherheitsbereich des Flughafens zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft sprach von einem „schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland“.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Bundesregierung wird offizielle Urheberschaft feststellen und Maßnahmen ankündigen.
Very likely · Within weeks
Open Questions
- Wer ist der offizielle Urheber des Angriffs?
- Welche konkreten Maßnahmen plant die Bundesregierung?



