
AI-generated summary
Die Bundeswehr verfügt bisher über keine ballistischen Raketen in ihrem Arsenal. Der Test der Lora-Rakete erfolgt im Kontext möglicher Beschaffungen, einschließlich des amerikanischen Tomahawk-Marschflugkörpers.
Im Nordatlantik, irgendwo zwischen Irland und Island, hat die Bundeswehr ohne große Ankündigung erstmals eine ballistische Rakete verschossen. Nicht scharf, sondern probehalber, weil man die Beschaffung dieses Lora genannten Waffensystems eines israelischen Herstellers erwägt.
Der Jubelausruf des scheidenden Marineinspekteurs, man habe „Marinegeschichte geschrieben“, ist sogar noch untertrieben, denn die gesamte Bundeswehr hat bisher noch keine solche Waffe in ihrem Arsenal. Die Formulierung deutet jedenfalls darauf hin, dass die Überlegungen in dieser Richtung schon recht konkret sind.
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Neuland für die Bundeswehr
Die erprobte Waffe hat eine Reichweite von – je nach Angabe – zwischen 430 und mehr als 500 Kilometern. Das ist noch keine neue Dimension: Der Marschflugkörper Taurus der Bundeswehr reicht ähnlich weit. Eine Mittelstreckenwaffe, die also einen Feind auf mehr als 1000 Kilometer Entfernung angreifen kann, will Deutschland ebenfalls beschaffen, nämlich den amerikanischen Marschflugkörper Tomahawk.
Aber ballistische Raketen sind noch einmal etwas anderes. Taktisch, weil sie mit ihrer hohen Eintrittsgeschwindigkeit nur schwer (und mit teuren Systemen) abzuwehren sind, wie die Ukraine derzeit schmerzlich erfahren muss. Und psychologisch, was man schon daraus ersieht, dass das ein auch rhetorisch bisher weitgehend gemiedenes Neuland für die deutschen Streitkräfte ist.
Vorbild für künftige Beschaffungen?
Bemerkenswert ist auch, wie geräuschlos und offenbar zügig dieser Schritt vorbereitet worden ist. Das könnte ein Beispiel dafür sein, wie man sich eine Reform des Beschaffungswesens bei der Bundeswehr und ihrer nassen Teilstreitkraft vorstellt. Natürlich müsste ein Kauf dieser oder einer anderen Rakete dann die ordentlichen Prozesse durchlaufen, vor allem im Bundestag.
Weil auch dort die psychologische Wirkung nicht ausbleiben dürfte, ist das eine nicht zu unterschätzende Hürde. Ob man auf dem linken Flügel der SPD von den schädlichen Folgen des früheren Widerstands gegen jegliche bewaffneten Drohnen gelernt hat?
AI outlook — possibilities, not facts
Die Bundeswehr wird eine formelle Beschaffungsanfrage für das Lora-Waffensystem stellen.
Possible · Within months
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