
Nach anhaltender Pünktlichkeitskrise bei der Deutschen Bahn fordert die CDU Auswirkungen auf Bonuszahlungen von Managern bei verfehlten Zielen.
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Die Deutsche Bahn steht wegen anhaltender Verspätungen und hoher Managergehälter in der Kritik, verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 jedoch erstmals seit sieben Jahren wieder einen Gewinn.
Als Reaktion auf die anhaltende Pünktlichkeitskrise des bundeseigenen Bahn-Konzerns und Kritik an Millionenzahlungen kündigt der CDU-Politiker in der »Bild am Sonntag« Konsequenzen bei Vorstandsgehältern an.
»Es wird sich konkret auf die Bonuszahlungen von Bahn-Managern auswirken, wenn die Ziele, die der Bund vorgibt, nicht eingehalten werden«, sagte Bilger. Und weiter: »Ich finde, da haben die Bahn-Kunden und Steuerzahler einen Anspruch darauf, dass wirklich der Erfolg gemessen wird.«
Zwischen den größten Städten hakt es
Aktuell hatte die Bahn bestätigt, dass es auf der wichtigen Verbindung zwischen Hamburg und Berlin praktisch ständig Verspätungen gibt. Laut dem Unternehmen hatten nur 25,8 Prozent aller Fernzüge auf der frisch sanierten Bahnstrecke keine Verspätung. Zuvor hatte die »Bild«-Zeitung berichtet.
Grund für die Verspätungen sind demnach andauernde Restarbeiten an der mit Milliarden sanierten Bahnstrecke, die Züge immer wieder ausbremsten. Die Trasse war zur Instandsetzung zehn Monate voll gesperrt gewesen, 2,7 Milliarden Euro wurden investiert.
Ende Juli hatte der Konzern allerdings auch mal positive Nachrichten zu vermelden gehabt. Damals war bekannt geworden, dass die Bahn zum ersten Mal seit sieben Jahren wieder schwarze Zahlen geschrieben hat. Der bundeseigene Konzern fuhr nach Informationen des SPIEGEL im ersten Halbjahr 2026 einen Überschuss im dreistelligen Millionenbereich ein, konkret waren es 147 Millionen Euro. Die »Bild«-Zeitung hatte auch hier zuerst berichtet.
Zum Vergleich: In den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 hatte die Bahn Verluste in Höhe von rund 760 Millionen Euro verzeichnet.
Auch einen neuen Passagierrekord erreichte die Deutsche Bahn: Nach Informationen von SPIEGEL und »Bild« nutzten im ersten Halbjahr 2026 rund 960 Millionen Fahrgäste Züge des Unternehmens. Im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Anstieg von 17 Millionen Fahrgästen.
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Auswirkungen auf Bonuszahlungen bei Zielverfehlungen
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