Chemiebranche verzeichnet überraschenden Stimmungsumschwung
Erstmals seit vier Jahren meldet das ifo Institut einen positiven Geschäftsklimaindex für die deutsche Chemieindustrie.
Quick Look
- Die deutsche Chemiebranche erlebt einen Stimmungsumschwung.
- Laut ifo Institut stieg der Geschäftsklimaindex im August auf plus 11,6 Punkte.
- Grund für den Optimismus ist die Sperrung der Straße von Hormus, die asiatische Konkurrenz benachteiligt.
AI-generated summary
Why It Matters
Die Chemiebranche litt zuletzt unter hohen Rohstoff- und Energiekosten. Der ifo-Geschäftsklimaindex war über vier Jahre hinweg negativ.
Es muss etwas ins Rollen gekommen sein, wenn selbst jene, die in der Vergangenheit immer am lautesten geklagt haben, nun bei guter Laune sind. Plötzlich bewerten die Chemieunternehmen, eigentlich gebeutelt durch hohe Rohstoff- und Energiekosten, ihre Geschäftslage wieder gut. Erstmals seit vier Jahren hat das Münchner ifo Institut mit seinem Geschäftsklimaindex einen positiven Wert für die Branche errechnet – von minus 14,6 Punkten im Juli ging es hoch auf plus 11,6 Punkte im August.
Ausgerechnet vom Irankrieg profitieren die heimischen Betriebe. Weil die Straße von Hormus gesperrt ist, hat es die Konkurrenz aus Asien schwer, die Produkte müssen teils den langen Umweg um die Südspitze Afrikas nach Europa nehmen. Das hat einerseits zu höheren Preisen geführt und andererseits die Nachfrage nach Erzeugnissen aus inländischer Produktion nach oben getrieben.
Open Questions
- Wie lange hält die Sperrung der Straße von Hormus an?
- Wie nachhaltig ist der Stimmungsumschwung?




