
Nach wochenlanger Geheimhaltung reagiert Deutschland mit Sanktionen gegen russische Einrichtungen und verschärften Kontrollen.
AI-generated summary
Russland wird beschuldigt, verdeckte Angriffe gegen europäische Länder zu führen, darunter Brandanschläge und Drohnenüberflüge.
Wochenlang hält sich die Bundesregierung bedeckt. Innenminister Alexander Dobrindt spricht zunächst nur von »fremden Mächten«. Im Kanzleramt arbeitet ein geheimer Stab von Beamten aus Sicherheitsbehörden, Nachrichtendiensten und Ministerien an der Frage: Wer steckt hinter dem Anschlagsversuch? Dann liefert ein ausländischer Nachrichtendienst einen brisanten Hinweis. Mehrere Beteiligte sollen dem russischen Geheimdienst zugeordnet werden können. Möglicherweise sind sie sogar nach Deutschland eingereist und haben den Sprengstoff selbst deponiert.
Am 1. September spricht die Bundesregierung schließlich aus, worauf viele seit Wochen warten: Sie macht Russland für den Anschlag verantwortlich. Außenminister Johann Wadephul sagt, Russland trete Deutschland mit »offener Feindseligkeit« entgegen. Innenminister Dobrindt erklärt: »Deutschland wird sich wehren.« Es sind ungewöhnlich klare Worte.
Die Bundesregierung verhängt eine Reihe von Gegenmaßnahmen. Das russische Generalkonsulat in Bonn soll geschlossen werden, der Vertrag über das Russische Haus in Berlin wird gekündigt. Die Einreisekontrollen für russische Staatsangehörige werden verschärft, der Druck auf Russlands Schattenflotte soll steigen. Zugleich kündigt Wadephul weitere Maßnahmen der Nachrichtendienste an.
Russland führt seit Jahren verdeckte Angriffe gegen Deutschland und andere europäische Länder. Es gab mutmaßlich russische Brandanschläge auf dem Leipziger Flughafen, Pläne für einen Anschlag auf den Chef des Rüstungskonzerns Rheinmetall und immer wieder verdächtige Drohnen über Bundeswehrstandorten, Rüstungsunternehmen und kritischer Infrastruktur.
Nun holt Deutschland die Täter ans Tageslicht. Doch genau darin liegt die Gefahr: Moskau wird darauf mit Gegenmaßnahmen reagieren. Und Deutschland muss entschlossen auftreten, ohne die Eskalationsspirale weiter anzutreiben.
Droht jetzt ein Krieg zwischen Russland und Deutschland? Darum geht es in der zweiten Folge von »MAD KINGS: Machtprobe für Deutschland«.
AI outlook — possibilities, not facts
Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn.
Very likely · Within weeks

Eine neue SPIEGEL-Ipsos-Umfrage zeigt, dass vier von zehn Deutschen die finanziellen Transfers in die neuen Bundesländer als zu hoch empfinden. Vor den anstehenden Landtagswahlen im Osten wächst die Kritik an der finanziellen Unterstützung durch den Westen.

In Sachsen-Anhalt führt die AfD in Umfragen mit über 40 Prozent. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund strebt das Amt des Ministerpräsidenten an und plant als ersten Schritt seines 100-Tage-Programms die Kündigung der Rundfunkstaatsverträge.
Die sachsen-anhaltische Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz verteidigt ihren Ehemann gegen Vorwürfe bezüglich dessen rechtsextremer Vergangenheit in den 90er Jahren. Sie betont seine Abkehr von der Szene und sieht in der Debatte ein Wahlkampfmanöver.
Der frühere CDU/CSU-Fraktionschef Jens Spahn wird nach seinem Rücktritt infolge der Leihmutter-Affäre Mitglied im Haushaltsausschuss des Bundestags. Er soll dort voraussichtlich als Berichterstatter für den Etat des Außenministeriums fungieren.

Wladimir Putin hat eine neue Mobilmachung in Russland ausgeschlossen. Während Experten aufgrund hoher Verluste weitere Einberufungen für möglich halten, betont der Kremlchef die Stabilität der russischen Wirtschaft trotz steigenden Haushaltsdefizits.

Bei der Debattenaktion „Deutschland spricht“ diskutierten über 20.000 Menschen über kontroverse Themen. Die Auswertung zeigt: Die stärksten Meinungsunterschiede bestehen zwischen jungen Frauen und älteren Männern, während die Einheit zwischen Ost und West bei Jüngeren weit fortgeschritten ist.