Christoph Müller Stiftung verschenkt über 1.500 Kunstwerke an Museen
Quick Look
- Die Christoph Müller Stiftung verschenkt über 1.500 Kunstwerke aus der Sammlung des verstorbenen Mäzens und früheren Verlegers Christoph Müller an öffentliche Museen.
- Interessierte Museen können sich bis Jahresende online bewerben.
- Bei mehreren Interessenten entscheidet eine Jury.
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Why It Matters
Christoph Müller war Kunstsammler, früherer Verleger des «Schwäbischen Tagblatts» und Chefredakteur der Zeitung von 1969 bis 2004. Nach dem Verkauf seiner Verlagsanteile lebte er in Berlin und widmete sich der Kunst. Er starb vor zwei Jahren im Alter von 86 Jahren. Teile seiner Sammlung waren bereits zuvor verschenkt worden, unter anderem nach Mecklenburg-Vorpommern und an das Berliner Kupferstichkabinett.
Mit einer ungewöhnlichen Aktion sollen mehr als 1.500 Kunstwerke der Öffentlichkeit zugutekommen. Die Sammlung des verstorbenen Mäzens Christoph Müller wird an Museen verschenkt - bis zum Jahresende können sie sich um Werke bewerben, wie die zuständige Stiftung mitteilte. Zuvor hatte die Wochenzeitung «Die Zeit» berichtet.
Jedes der Kunstwerke «können Sie geschenkt bekommen - jedenfalls dann, wenn Sie ein öffentliches Museum vertreten», heißt es auf der Internetseite der Christoph Müller Stiftung, dort sind die Werke einzeln aufgelistet.
Verschenkt werden zum Beispiel Holzschnitte von Hans Baldung aus dem 16. Jahrhundert, Gemälde von Malern wie Charles-François Daubigny, Carl Blechen und Andreas Achenbach, eine Kreidezeichnung von Heinrich Zille oder auch abstrakte Werke von Edmund Kesting.
Große Leidenschaft für Kunst
Der Kunstsammler und frühere Verleger des «Schwäbischen Tagblatts» war vor zwei Jahren im Alter von 86 Jahren gestorben. Von 1969 bis 2004 war er auch Chefredakteur der Zeitung. Nach dem Verkauf seiner Verlagsanteile lebte Müller in Berlin und widmete sich der Kunst.
Bedeutende Teile seiner Sammlung waren bereits in früheren Jahren verschenkt worden. Mehrere Hundert Werke gingen nach Mecklenburg-Vorpommern, darunter eine Sammlung dänischer Malerei nach Greifswald. Auch das Berliner Kupferstichkabinett erhielt rund 200 Werke.
Nun werden weitere Werke auf ungewöhnlichem Weg verschenkt. Museen können sich online um die Werke bewerben, die gut in ihre Sammlung passen. Bei mehreren Interessenten soll eine Jury entscheiden.
Dozende Museen hätten sich bereits registriert, sagte der geschäftsführende Vorstand der Stiftung, Joachim von Zepelin. Auch wenn die Werke physisch aufgeteilt werden, soll man Müllers gesamte Sammlung am Ende aber noch online in einem digitalen Museum erkunden können.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Das digitale Museum mit der gesamten Sammlung von Christoph Müller wird bis Ende nächsten Jahres online zugänglich sein.
Likely · Within months
Open Questions
- Wie viele Museen haben sich bislang genau beworben?
- Welche Kriterien legt die Jury bei der Auswahl zugrunde?
- Wann wird das digitale Museum mit der gesamten Sammlung online zugänglich sein?
