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Dax aktuell: Dax notiert nahezu unverändert – Nervosität vor den US-Midterms
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Handelsblatt1 hour agoBusiness3 min readGermany

Dax aktuell: Dax notiert nahezu unverändert – Nervosität vor den US-Midterms

Nach leichten Gewinnen am Vormittag pendelt sich der Leitindex am Montagmittag ein. Belastend wirken Tech-Schwäche und US-Wahlen.

Quick Look

  • Der Dax startet verhalten in die Woche und notiert am Montagmittag nahezu unverändert.
  • Anleger blicken gebannt auf die US-Zwischenwahlen, sinkende Ölpreise und anstehende Quartalszahlen von US-Tech-Riesen.

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Why It Matters

Der Dax war zuvor über 26.100 Punkte geklettert, bevor Tech-Schwäche an der Wall Street und steigende Ölpreise ihn bremsten.

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Düsseldorf. Nach seiner leichten Korrektur nach unten am vergangenen Freitag startet der Dax zum Wochenbeginn zunächst verhalten in den Handel. Nach leichten Gewinnen am Vormittag pendelt sich der Leitindex am Montagmittag bei 25.796 Punkten ein und notiert nahezu unverändert.

Am vergangenen Donnerstag war der Dax noch erstmals seit Anfang September wieder über 26.100 Punkte geklettert, bevor ihn am Freitag die Tech-Schwäche in den USA und Asien ausbremste. Am letzten Handelstag der Woche hatte er nach vier Tagen im Plus 0,9 Prozent tiefer bei 25.808 Punkten geschlossen.

Eine neue Verkaufswelle im Technologiesektor nach den Bilanzen von Amazon und Intel drückte am Freitag die Kurse an der Wall Street. Auch ein erneuter Anstieg der Ölpreise und die Aussicht auf die US-Zwischenwahlen am Dienstag verunsicherten die Anleger. Der Dax blieb von der Entwicklung in den USA zwar nicht unberührt, stürzte aber nicht so stark ab wie die technologielastigeren US-Indizes. Für den Nasdaq 100 war es der schlechteste Handelstag seit Juni und der zweitschwächste in diesem Jahr.

Dass the Dax weitgehend unbeschadet durch den Abverkauf gekommen ist, verdankt er seinem geringeren Tech-Gewicht. „Angesichts der zunehmenden Tech-Ängste ist der Dax für einige zur stabilen Alternative geworden“, erklärt Thomas Altmann von QC Partners.

Unternehmensseitig steht der wichtigste Termin des Tages bei Apple an. Der Technologiekonzern öffnet im Tagesverlauf seine Bücher. Die Veröffentlichung von Quartalszahlen steht auch bei Palantir und der irischen Fluggesellschaft Ryan Air auf dem Programm.

Nicht nur mit Blick auf den Technologiesektor werden Anleger die Entwicklungen der nächsten Tage in den USA wohl genau verfolgen. Insbesondere die US-Zwischenwahlen (Midterms) am Dienstag könnten auch den Dax auf die Probe stellen. Die Amerikaner entscheiden bei den Midterms, wer künftig Präsident Donald Trump kontrolliert und über Gesetze sowie Staatsausgaben mitbestimmt. Gewählt werden alle Mitglieder des Repräsentantenhauses und rund ein Drittel der Senatoren. Zusammen bilden beide Kammern den Kongress.

Das Ergebnis der Midterms könnte sich wegen der Furcht vor einer Eskalation des Irankriegs unmittelbar auf die Ölpreise und damit auf die Inflationserwartungen auswirken. Sollte US-Präsident Trump seine republikanische Mehrheit im Repräsentantenhaus wie erwartet verlieren, droht er zu einer „Lame Duck“ zu werden – und könnte sich möglicherweise zu einer weiteren Eskalation im Nahen Osten hinreißen lassen.

Trotz Sorgen vor den US-Midterms sind die Ölpreise am Montag zunächst wieder gesunken. Am Montagvormittag kostet ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent zur Lieferung im Januar 108 US-Dollar und damit etwas mehr als vier Prozent weniger als am Freitag. Ein Grund dafür ist ein Medienbericht über diplomatische Bemühungen des US-Präsidenten Trump im Konflikt mit dem Iran, der wiederum die Sorgen vor einer baldigen Wiederaufnahme amerikanischer Militärangriffe dämpfte.

Entscheidend für die weitere Preisentwicklung am Ölmarkt ist laut Experten die geopolitische Lage in den kommenden Tagen. „Wenn die Zwischenwahlen ohne Angriffe und auch ohne eine Einigung vorübergehen, ist die entscheidende Frage, ob der Markt weiterhin einen erheblichen geopolitischen Risikoaufschlag einpreist oder ob dieser Aufschlag allmählich wieder abgebaut wird“, schreiben die Analysten von ING.

Die deutschen Einzelhändler haben im September überraschend ein Umsatzminus verbucht und blicken vorsichtig optimistisch auf das wichtige Weihnachtsgeschäft. Ihre Einnahmen fielen nominal um 1,5 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Inflationsbereinigt seien dies minus 2,0 Prozent. Ökonomen hingegen hatten mit plus 0,4 Prozent gerechnet, nach einem Anstieg von 1,2 Prozent im August. „Das ist ein Datenschock zum Wochenstart – die schlechte Verbraucherstimmung fordert jetzt stärker ihren Tribut“, sagte Chefvolkswirt Alexander Krüger von der Bank Bethmann HAL.

Der Einkaufsmanagerindex für die Euro-Zone wurde ebenfalls am Montag veröffentlicht. Die Stimmung in den Industrieunternehmen hat sich im Oktober nach einem Mehrjahreshoch im Vormonat wieder etwas verschlechtert. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex fiel um 0,2 Zähler auf 52,7 Punkte, wie S&P Global am Montag in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Im Monat zuvor hatte der Stimmungsindikator noch den höchsten Stand seit Mai 2022 erreicht.

Fresenius: Der Gesundheitskonzern baut mit einer Entwicklungsvereinbarung mit dem chinesischen Auftragsforscher und -fertiger WuXi Biologics seine Pipeline von Nachahmermedikamenten deutlich aus. Die Aktie legte am Vormittag um rund drei Prozent zu.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • US-Zwischenwahlen am Dienstag könnten Ölpreise und Inflationserwartungen beeinflussen

    Likely · Within days

Open Questions

  • Wie gehen die US-Zwischenwahlen aus?
  • Wie fallen die Quartalszahlen von Apple aus?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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