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Der deutsche Leitindex DAX übertraf am Montag sein Anfang Juli aufgestelltes Rekordhoch, während die Ölpreise nach der Absage eines US-Angriffs auf Iran und der Ankündigung von Gesprächen deutlich fielen.
Der deutsche Leitindex hat am Montag seine Anfang Juli aufgestellte Bestmarke von 25.900,10 Punkten übertroffen und stieg um bis zu 1,1 Prozent auf 25.914,50 Punkte. Seit Jahresanfang hat der Leitindex rund fünf Prozent zugelegt.
Aktien-Stratege Mislav Matejka von JP Morgan hob die bisher gut laufende Berichtssaison auf beiden Seiten des Atlantiks positiv hervor. Das Gewinnwachstum sei besser als am Markt erwartet. Alle Sektoren in den Vereinigten Staaten und fast alle in Europa zeigten ein im Vergleich zum Vorjahresquartal höheres Wachstum beim Ergebnis je Aktie.
Wie in den USA und Asien legten auch hierzulande vor allem Technologieaktien wieder spürbar zu, wobei vor allem auf starke Vorgaben von US-Technologiegiganten verwiesen wurde. Dort hatten jüngst erst Microsoft und dann auch Amazon mit ihren Quartalsberichten überzeugt.
Der M-Dax der mittelgroßen Werte gewann 1,4 Prozent auf 32.413 Punkte. Für den Euro Stoxx 50, Leitindex der Eurozone, ging es um 0,7 Prozent nach oben. Nachdem US-Präsident Donald Trump am Wochenende neue Gespräche mit Iran angekündigt und gleichzeitig einen Großangriff abgesagt hatte, gaben die Ölpreise zum Wochenauftakt kräftig nach. Dadurch schwinden Inflationsängste und auch Sorgen vor steigenden Leitzinsen.
Bei den Einzelwerten rückten die Aktien der Deutschen Telekom um zwei Prozent vor. Dem US-Nachrichtendienst „Semafor“ zufolge gibt es bei T-Mobile US-Aktionären und US-Regulierern Widerstand gegen mögliche Pläne für eine milliardenschwere Fusion mit der Muttergesellschaft. Gefragt waren die Titel des Industrie- und Autozulieferers Stabilus, der endgültige Zahlen für das abgelaufene Quartal vorlegte. Die im S-Dax gelisteten Aktien stiegen rund 2,5 Prozent.
Der Preis der Ölsorte Brent zur Lieferung im Oktober fiel um zeitweise 7,3 Prozent, womit das Nordseeöl 81,55 Dollar je Barrel (Fass zu 159 Liter) kostete. Trump hat einen geplanten Angriff auf Iran nach eigenen Angaben teilweise als Reaktion auf Bitten von US-Verbündeten im Nahen Osten abgesagt. „Es wäre der größte Angriff seit dem Zweiten Weltkrieg gewesen“, sagte Trump am Sonntag vor Reportern an Bord der Air Force One. „Wir werden jetzt einfach sehen, ob wir eine Einigung erzielen können.“ Er fügte hinzu: „Ich habe nicht vor, Menschen zu töten.“
Da der Ölpreis-Einbruch die Sorgen zum Inflationsausblick abschwächte, legten amerikanische Staatsanleihen über die gesamte Laufzeitenkurve zu. Die Rendite zehnjähriger Treasuries sank um vier Basispunkte auf 4,69 Prozent, nachdem sie in der vergangenen Woche auf den höchsten Stand seit Januar 2025 gestiegen war.
Der Goldpreis zog um bis zu 0,9 Prozent an auf rund 4.080 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) Unze. „Der Rückgang spiegelt die Erleichterung darüber wider, dass eine weitere Eskalation vermieden wurde“, sagte Takahiro Asaoka, Rohstoffanalyst beim Itochu Research Institute.
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Weitere Gespräche zwischen den USA und Iran zur Deeskalation des Konflikts
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Die chinesische Industrieaktivität verbesserte sich im August leicht auf 49,8 Punkte im PMI, blieb jedoch den zweiten Monat in Folge unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Auch der Dienstleistungssektor verharrte bei 49,0 Punkten, was auf anhaltend schwache Binnennachfrage hindeutet.

Tausende deutsche Unternehmen stehen vor einem Generationenwechsel. Da oft keine Nachfolger gefunden werden, droht ein massiver wirtschaftlicher Substanzverlust. Laut ZEW und KfW übersteigt die Zahl der geplanten Stilllegungen erstmals die der Nachfolgesuchen.

Der Commerzbank-Vorstandsvorsitzende Manfred Kotzbauer erklärt, dass die Bank trotz des Unicredit-Mehrheitsanteils konstruktive Gespräche führen müsse, um eine wertschaffende Zukunftsperspektive zu entwickeln, wobei die Interessen aller Stakeholder berücksichtigt werden müssten und die Bank ihre Rolle als Brücke für deutsche Unternehmen im Ausland betont.

Französische zehnjährige Staatsanleihen zahlen erstmals seit 2009 wieder eine Rendite von über vier Prozent, höher als in Griechenland und Italien. Die Märkte zweifeln zunehmend an Frankreichs Fähigkeit, seine Finanzen zu konsolidieren, während die Schuldenquote auf 116 Prozent steigt und die Zinslast die Verteidigungskosten übersteigt.

Singapur investiert massiv in Halbleiterproduktion für KI-Anwendungen: Micron baut zwei Fabriken mit insgesamt 31 Milliarden Dollar Investition und 3000 neuen Arbeitsplätzen. Das Wirtschaftswachstum wird auf bis zu 5,5 Prozent angehoben, getrieben von globaler Nachfrage nach KI-Hardware, obwohl die Stadtstaat traditionally als Finanzzentrum bekannt ist.

Die Advanced Blockchain AG kämpft mit massiven Vertrauensverlusten bei Aktionären. Nach einem Kurssturz von über 90 Prozent seit 2021 belasten Millionenforderungen und Unklarheiten in der Geschäftsführung die Aufarbeitung der Vergangenheit.