
AI-generated summary
Der DAX hatte zuvor eine dreiwöchige Verlustserie erlebt. Der Ölpreis war in den Tagen zuvor stark gestiegen, was die Bondrenditen in die Höhe trieb und den Aktienmarkt belastete. HelloFresh hatte zuvor höhere Wachstumsziele ausgegeben.
Der DAX hat eine durchwachsene Börsenwoche mit Gewinnen beendet. Zum Handelsschluss behauptete der deutsche Leitindex dank leicht sinkender Ölpreise einen Kursanstieg von 0,6 Prozent auf 25.409 Punkte. Auf Wochensicht schaffte er damit nur ein Plus von 0,4 Prozent, stoppte aber immerhin eine dreiwöchige Verlustserie.
Auf Unternehmensseite richtete sich der Blick heute auf BASF und Evonik. Der Vorstand von Evonik erklärte, ihm sei eine "unverbindliche Ansprache durch die BASF SE zugegangen". "Diese ist auf ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche Aktien der Gesellschaft gerichtet", hieß es weiter. Gespräche fänden derzeit jedoch nicht statt. BASF-Aktien sackten zeitweise um gut zwei Prozent ab, Evonik-Papiere zogen am Nachmittag um zehn Prozent an.
Zuvor hatten bereits die Financial Times und Bloomberg berichtet. Demnach will der weltgrößte Chemiekonzern BASF mit dem Kauf seinen regionalen Fußabdruck sowie seine Produktpalette ausbauen, unter anderem, um im Wettbewerb mit chinesischen Anbietern stärker dazustehen.
Und auch HelloFresh stand heute im Fokus. Wegen einer überraschend geringen Nachfrage schraubt der Kochboxversender seine Jahresziele herunter. Der Umsatz werde voraussichtlich um neun bis elf statt um drei bis sechs Prozent schrumpfen, teilte HelloFresh. Die Prognose für den operativen Gewinn sinke auf 350 bis 370 von 375 bis 425 Millionen Euro. Die Papiere gaben im Handelsverlauf teils mehr als zehn Prozent nach.
Bestimmendes Thema an der Börse bleibt aber der Ölmarkt. Nach den starken Anstiegen der vergangenen Tage fiel der Preis für ein Ölfass der Nordseesorte Brent heute um 1,5 Prozent. Wie aus Kreisen der Verhandlungspartner im Iran-Krieg verlautete, könnte eine Vereinbarung vorsehen, dass Teheran die für den Öltransport wichtige Wasserstraße von Hormus wieder öffnet. "Dies verschafft den Investoren eine Atempause", schreiben die Experten der Helaba.
Dennoch verharrte der Ölpreis über der 100-Dollar-Marke und verzeichnete auf Wochensicht ein Plus von rund einem Prozent. Zuletzt hatte das - verbunden mit Inflations- und Zinsängsten - die Renditen am Bondmarkt stark in die Höhe getrieben und den Aktienmarkt belastet. Im Fokus stehen dementsprechend auch die zuletzt rasant angestiegenen Anleiherenditen.
"Am Rentenmarkt reiben sich selbst erfahrene Akteure derzeit die Augen", sagt Carsten Klude, Chefvolkswirt der Privatbank M.M.Warburg. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen stieg zuletzt über fünf Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Juli 2007. "Dies wirft die fundamentale Frage auf: Erleben wir aktuell eine gesunde Normalisierung nach den zwischenzeitlichen Nullzinsjahren der jüngeren Vergangenheit, oder kommt es gerade zu einem perfekten Sturm und zum Beginn einer neuen Ära dauerhaft höherer Zinsen und Renditen", fragt sich Klude.
Die US-Aktienmärkte ließen sich aber - wie der deutsche Aktiemarkt auch - vor allem von den Ölpreisen treiben. Die US-Indizes legten zum Wochenschluss dank wieder zunehmender Hoffnungen auf eine Lösung des Nahost-Konflikts moderat zu. Der Dow Jones stieg im frühen Handel um 0,4 Prozent auf 51.552 Punkte, nachdem er am Vortag sein niedrigstes Niveau seit Juni erreicht hatte. Damit deutet sich für den US-Leitindex ein Wochenverlust von rund 0,3 Prozent an.
Der marktbreite S&P 500 stieg um 0,3 Prozent auf 7.727 Zähler. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,4 Prozent auf 30.602 Punkte aufwärts. Damit steuert der technologielastige Index auf einen Wochengewinn von rund 3,2 Prozent zu.
Anleger griffen insbesondere bei Halbleiterwerten wie Advanced Micro Devices, Marvell und Cerebras zu, da sie auf gute Geschäfte durch den Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) setzen. Das liegt vor allem an einem milliardenschweren Vertrag zwischen dem KI-Spezialisten Anthropic und dem IT-Dienstleisters Akamai. Akamai hat nach eigenen Angaben einen Sieben-Jahres-Vertrag mit Anthropic im Volumen von 11,6 Milliarden Dollar unterzeichnet. Der KI-Konzern erhalte zugleich eine Option auf den Erwerb von Akamai-Aktien.
Das vor einem Börsengang stehende Unternehmen Anthropic baut seine Rechnerkapazitäten massiv aus, um seine immer leistungsfähigeren KI-Modelle zu trainieren. "Die Geldsummen, die durch KI-Investitionen in die Wirtschaft fließen, sind einfach enorm, und wir haben die daraus resultierenden Produktivitätseffekte noch gar nicht gesehen", sagte Jamie Harris, geschäftsführender Gesellschafter bei der Harris Financial Group. "Der Markt berücksichtigt dies teilweise bereits in der Bewertung, und das ist einer der Gründe, warum es wirklich kaum zu einem nennenswerten Ausverkauf kommen kann."
Die deutsche Baubranche muss derweil nach zuletzt besseren Geschäften einen Rückschlag verkraften. Im Juli sanken die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe kalender- und saisonbereinigt um 9,2 Prozent gemessen am Vormonat. Es ist der größte Rückgang seit Oktober 2025, der auf zwei Monate mit deutlichen Anstiegen folgt. Das meldete heute das Statistische Bundesamt.
AI outlook — possibilities, not facts
BASF wird in den kommenden Wochen ein formelles Übernahmeangebot für Evonik unterbreiten.
Possible · Within weeks
Der Ölpreis wird kurzfristig unter 100 Dollar fallen, wenn die Hormus-Straße wieder geöffnet wird.
Possible · Within days

Three months before Christmas, chocolate production in Germany is in full swing, with manufacturers like Ruth in Bochum producing predominantly hand-made Christmas figures. Early indications point to possible price reductions for individual brands, while the industry continues to suffer from high cocoa and energy costs and heat protection measures in production need to be strengthened.

The situation on the bond markets calmed down somewhat on Friday, but analysts expect further rising yields for long-term government bonds in the USA and Japan due to new interest rate increases. In Japan, the government is focusing on growth in order to service debt despite higher returns, while in the USA the frequent restructuring of national debt makes the country particularly vulnerable.
The VW Group is recalling millions of VW, Audi and Seat vehicles worldwide. The reason is a fastening screw on the steering that is susceptible to corrosion. Almost a million cars are affected in Germany, and so far there have been no reported accidents.

BASF has expressed a non-binding interest in taking over Evonik. The RAG Foundation, Evonik's main shareholder, confirmed the contact. A possible merger would be one of the largest mergers in the German chemical industry.

The US is considering export restrictions on diesel to curb record US prices ahead of the midterm elections. Since Europe gets around 10% of its diesel from the USA, an export ban could result in massive price increases at German gas stations of up to 98 cents per liter.
The specialty chemicals group Evonik has confirmed a non-binding request for a takeover offer from its competitor BASF. According to Evonik, no discussions are currently taking place. The RAG Foundation is involved in the process as the main shareholder.