
Steigende Ölpreise infolge der Nahost-Krise und Zinssorgen dämpfen den Handel im DAX. Samsung investiert derweil in KI-Infrastruktur.
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Der DAX bewegt sich in einem Spannungsfeld aus geopolitischen Krisen im Nahen Osten und geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank Fed.
Der deutsche Leitindex zeigt sich zum Handelsstart prozentual fast unverändert bei 25.378 Punkten. Zu Wochenbeginn war der DAX leicht schwächer bei 25.374 Punkten aus dem Handel gegangen.
"In Ermangelung von Impulsen tritt der DAX derzeit lediglich auf der Stelle", kommentiert Jochen Stanzl, Marktbeobachter bei der Consorsbank. "Während die Ölpreise wieder steigen, besteht weiterhin Hoffnung auf eine diplomatische Einigung. Die Gründe für und die Gründe gegen einen Aktienkauf heben sich momentan mehr oder minder gegenseitig auf."
Wenn der Ölpreis steigt, sinken die Aktienmärkte. Sinkt der Ölpreis, legen die Börsen eher zu. Dieses Muster lässt sich nun schon seit Monaten beobachten. Solange die Krise im Nahen Osten nicht beigelegt ist, dürfte das auch so bleiben. Die Nordseesorte Brent verteuert sich heute um bis zu 2,5 Prozent auf 107,87 Dollar je Barrel. Der Preis für US-Leichtöl WTI zieht ebenfalls mehr als zwei Prozent an.
"Solange der Seeweg nur eingeschränkt nutzbar ist, dürfte der Ölpreis empfindlich auf Nachrichten aus der Region reagieren. Eine Einigung könnte ihn hingegen rasch und deutlich sinken lassen", sagt Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank. Medienberichten zufolge sollen jetzt Vermittler aus Katar Gespräche mit den Kriegsparteien planen.
Mit den Ölpreisen steigen immer wieder die Sorgen vor einer anhaltenden Inflation und vor weiteren Zinserhöhungen der Notenbanken. Marktbeobachter sehen die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) im Oktober deshalb inzwischen bei rund 70 Prozent.
Die Fed hatte die Zinsen bereits Anfang des Monats um einen Viertelprozentpunkt angehoben und weitere Schritte signalisiert. "Eine weitere Zinserhöhung der Fed im Oktober wird an den Rentenmärkten inzwischen für wahrscheinlich gehalten", merken auch die Experten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) an.
Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung investiert eine Milliarde Dollar in das US-Unternehmen Helix Digital, um dessen weltweiten Ausbau von Infrastruktur für Künstliche Intelligenz (KI) zu unterstützen. Die Hälfte der Summe komme von Samsung Electronics, der Rest von weiteren Konzerntöchtern, teilte die vom Finanzinvestor KKR gestützte Firma mit.
Helix Digital investiert in KI-Infrastruktur und betreibt sie. Dazu gehören große Rechenzentren, die Stromerzeugung und -übertragung sowie Glasfasernetze. Zu den weiteren Investoren von Helix gehören neben KKR auch der Staatsfonds von Kuwait und der Chiphersteller Nvidia.
AI outlook — possibilities, not facts
Mögliche Zinserhöhung der Fed im Oktober
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