
Vor dem mit Spannung erwarteten Treffen von US-Präsident Trump und Chinas Präsident Xi in den USA zeigen sich Anleger abwartend.
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Chinas Präsident Xi reist erstmals seit fast drei Jahren in die USA, um sich mit US-Präsident Trump zu treffen.
Düsseldorf. Vor dem Treffen zwischen Chinas Präsident Xi Jinping und dem US-Präsidenten Donald Trump halten sich die Anleger zunächst zurück. Der Dax notiert am Donnerstagmorgen kaum verändert bei 25.354 Punkten. Am Mittwoch hatte er den Handel rund 0,7 Prozent im Minus bei 25.410 Punkten beendet.
Bei Xis erster Reise in die USA seit fast drei Jahren stehen die Spannungen zwischen den Supermächten in den Bereichen Handel und Technologie im Vordergrund. Für den Abend ist ein Staatsbankett geplant, an dem auch die Chefs von US-Konzernen wie etwa Apple, Nvidia, OpenAI oder JPMorgan teilnehmen sollen. Zuvor werden am Nachmittag deutscher Zeit erste Statements der Staatschefs erwartet.
Im Vorfeld des dreitägigen Staatsbesuchs hatte die US‑Regierung zuletzt die Zollpause im Handelskonflikt mit China verlängert. Laut US-Finanzminister Scott Bessent sei die Vereinbarung bis zum 10. Januar verlängert worden.
Belastend wirkt sich weiterhin der hohe Ölpreis aus. Zum Börsenstart in Frankfurt verteuert sich Rohöl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November um 0,5 Prozent auf 103,56 Dollar je Fass. Am Mittwoch war der Brent-Preis zeitweise um mehr als vier Prozent gestiegen.
Grund dafür ist die anhaltend angespannte Situation im Nahen Osten. Die für den Öltransport wichtige Straße von Hormus ist nach wie vor kaum befahrbar. Am Mittwoch hatte der Sekretär des Obersten iranischen Nationalen Sicherheitsrats, Mohsen Rezaei, erklärt, die Straße von Hormus werde nicht wieder geöffnet, solange die Bedingungen des Irans nicht erfüllt seien.
Auch die Renditen der Staatsanleihen sind zuletzt wieder angestiegen, nachdem starke US-Wirtschaftsdaten an den Märkten zu steigenden Zinserwartungen geführt hatten. So legte etwa die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen am Mittwoch auf 5,13 Prozent zu – und erreichte damit den höchsten Stand seit fast 20 Jahren. Auch die Renditen europäischer Bonds stiegen.
„Damit kommen gleich üç Belastungsfaktoren zusammen: hohe Energiepreise, steigende Renditen und geopolitische Unsicherheit“, sagt Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. Solange sich bei keinem dieser drei Themen eine deutliche Entspannung abzeichne, sei ein umfassender Aufwärtstrend beim Dax unwahrscheinlich.
Die Investoren blicken derweil auf den Ifo-Geschäftsklimaindex, der am Vormittag veröffentlicht wird. Von Reuters befragte Experten erwarten, dass sich das Barometer im September das fünfte Mal in Folge verbessern wird.
Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute legen darüber hinaus ihre Herbstprognose vor. Wie das Handelsblatt vorab berichtete, heben sie ihre Wachstumsvorhersage für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr auf 1,3 Prozent und auf 1,1 Prozent für 2027 an.
AI outlook — possibilities, not facts
Ifo-Geschäftsklimaindex wird veröffentlicht
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