Deutsche Wirtschaft erholt sich besser als erwartet: Institute heben Prognose an
Führende Wirtschaftsinstitute rechnen für dieses Jahr mit einem BIP-Wachstum von 1,3 Prozent statt der bisher prognostizierten 0,6 Prozent.
Quick Look
- Die deutsche Wirtschaft erholt sich besser als im Frühjahr erwartet.
- Führende Institute heben die BIP-Prognose für dieses Jahr auf 1,3 Prozent an, gestützt durch wachsende Exporte und milder als befürchtete Auswirkungen des Irankriegs.
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Why It Matters
Wirtschaftsinstitute hatten im Frühjahr wegen des Irankriegs eine niedrigere Prognose von 0,6 Prozent für das BIP-Wachstum in Deutschland abgegeben.
Die deutsche Wirtschaft hat sich besser erholt als noch im Frühjahr erwartet. Führende Wirtschaftsinstitute rechnen in diesem Jahr mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,3 Prozent. In ihrer Frühjahrsprognose waren die Institute von 0,6 Prozent ausgegangen.
Auch in den kommenden zwei Jahren erwarten die Experten eine Fortsetzung des Aufschwungs. Für 2027 rechnen sie mit einem Anstieg von 1,1 Prozent, für 2028 mit 0,4 Prozent.
»Die Wirtschaft hat sich robuster entwickelt als erwartet. Der Aufschwung steht jedoch auf einem schmalen Fundament, denn hohe Energiepreise und Strukturprobleme belasten«, sagt Oliver Holtemöller vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).
Als Gründe für die positive Entwicklung nannten die Wirtschaftsinstitute unter anderem eine Zunahme der Exporte. Die negativen Folgen des Irankriegs sind zudem nicht so schlimm wie befürchtet. »Der mit dem Irankrieg verbundene Energiepreisschock hat die deutsche Wirtschaft zwar gebremst, die höheren Preise für Kraftstoffe und Heizöl sind bislang aber kaum auf die übrigen Verbraucherpreise übergesprungen«, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung. Im Frühjahr hatten die Wirtschaftsinstitute ihre Prognose wegen des Irankriegs nach unten korrigiert.
Open Questions
- Wie entwickeln sich die Strukturprobleme langfristig?
- Greifen politische Gegenmaßnahmen gegen die hohen Energiepreise?





