DGB-Protesttag gegen Sozialkürzungen: Tausende gehen bundesweit auf die Straße
Unter dem Motto „Hart verdient!“ demonstrierten Gewerkschafter in mehreren Städten für einen starken Sozialstaat und Arbeitnehmerrechte.
Quick Look
- Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) organisierte bundesweit Proteste gegen Sozialkürzungen.
- In Städten wie Kiel, Rostock und Hamburg versammelten sich Tausende, um für einen starken Sozialstaat und Arbeitnehmerrechte zu demonstrieren.
- Arbeitgeberverbände kritisierten die Aktion scharf.
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Why It Matters
Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften vertreten nach eigenen Angaben 5,4 Millionen Mitglieder. Der Aktionstag richtete sich gegen Sozialkürzungen und forderte bessere Arbeitsbedingungen.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat am Samstag bundesweit gegen Sozialkürzungen protestiert - auch im Norden versammelten sich tausende Demonstranten. In Kiel waren es nach Angaben der Polizei 3.500 Menschen, in Rostock 700. Der DGB Nord teilte deutlich höhere Zahlen mit: 5.500 in Kiel und 1.400 in Rostock. In Hamburg waren es demnach 13.000 Demonstranten gewesen. Die Polizei dort wollte am Nachmittag noch keine Zahl bekanntgeben.
Der DGB hatte unter dem Motto «Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.» zu dem bundesweiten Aktionstag aufgerufen. Gesetzt werden sollte «ein deutliches Zeichen für einen starken Sozialstaat, sichere Arbeitsplätze, gute Arbeitsbedingungen und den Schutz von Arbeitnehmerrechten», so der Gewerkschaftsbund.
Demos in 15 Großstädten bundesweit
Der DGB und seine acht Mitgliedsgewerkschaften vertreten nach eigenen Angaben 5,4 Millionen Mitglieder. In 15 Großstädten waren Kundgebungen und Demonstrationen geplant. Die Hauptkundgebung fand laut DGB in Essen statt.
«Wir haben eingezahlt. Wir haben dieses Land zusammen stark gemacht», sagte die Vorsitzende des DGB Nord, Laura Pooth, in Kiel. «Nicht Jung gegen Alt. Nicht Beschäftigte gegen Erwerbslose. Nicht Frauen gegen Männer. Nicht Menschen mit deutschem Pass gegen Menschen mit Einwanderungsgeschichte. Unsere Superkraft heißt Solidarität.» Der DGB Bezirk Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.
Kritik der Arbeitgeber
Deutschlands Arbeitgeber übten scharfe Kritik an dem Aktionstag. «Die Gewerkschaften sagen zu fast jeder Veränderung Nein», sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Steffen Kampeter, der Deutschen Presse-Agentur. «Sie träumen von der Welt von gestern.» Alle wollten sichere Renten, gute Pflege und eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung. «Aber Demografie, Fachkräftemangel und internationaler Wettbewerb lassen sich nicht wegdemonstrieren.»
Open Questions
- Wie reagiert die Politik auf die Forderungen des DGB?
- Werden weitere Streiks oder Proteste folgen?



