Dietenhofen: Geschlossenes Playmobil-Werk soll Rechenzentrum werden
Die Horst-Brandstätter-Group wandelt ihr ehemaliges Spielzeugwerk in ein Zentrum für digitale Infrastruktur und KI-Anwendungen um.
Quick Look
- Die Horst-Brandstätter-Group baut ihr im Juni geschlossenes Playmobil-Werk in Dietenhofen zu einem Rechenzentrum um.
- Der neue Geschäftsbereich Playmobil digital soll Infrastruktur für KI-Anwendungen bereitstellen und die wirtschaftliche Transformation einleiten.
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Why It Matters
Das Werk in Dietenhofen wurde Ende Juni geschlossen, nachdem die Produktion ins Ausland verlagert wurde. Die Horst-Brandstätter-Group verzeichnete in den letzten Jahren einen Umsatzrückgang von einem Drittel.
Brandstätter stellt die Infrastruktur, Partner sollen die jeweiligen Anwendungen teils in Eigenregie bewerkstelligen. Die Sparte Playmobil digital sei ein neuer, eigenständiger Zweig in der Unternehmensgruppe, heißt es in der Mitteilung. Bau und Betrieb des Campus sollen demnach von einem Team verantwortet werden, das mehr als 25 Jahre Erfahrung in den Bereichen Rechenzentren und IT aufweise.
Der Standort in Dietenhofen biete gute Voraussetzungen für ein Rechenzentrum. Auf dem Playmobil-Areal bestehe bereits eine Anbindung an eine 110-Kilovolt-Leitung. Der Netzbetreiber N-ERGIE in Nürnberg habe die entsprechenden Netzkapazitäten zugesichert. »Wo über Jahrzehnte Playmobil produziert wurde, wollen wir künftig eine der wichtigsten Infrastrukturen der digitalen Zukunft ermöglichen«, sagte Brandstätter-Vorstand Matthias Fauser. Große Rechnerleistungen sind vorwiegend für Anwendungen der künstlichen Intelligenz in Zukunft mehr und mehr von Bedeutung.
Das Gelände in Dietenhofen war bis zum Sommer das einzige deutsche Werk, in dem Playmobil Spielwaren produziert hatte. Es wurde Ende Juni geschlossen, die Produktion wurde ins Ausland verlagert. 350 Mitarbeitende verloren ihren Arbeitsplatz.
Die Horst-Brandstätter-Group hatte in den vergangenen Jahren schwere Zeiten durchgemacht. Die Relevanz der Playmobil-Spielzeuge in den Kinderzimmern hat abgenommen. In wenigen Jahren büßte die Gruppe ein Drittel ihres Umsatzes ein.
Open Questions
- Welche Partner werden die Anwendungen auf dem Campus betreiben?
- Wie hoch ist das Investitionsvolumen für den Umbau?







