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Deutschland hat bisher zweimal die Sommerspiele ausgerichtet: 1936 in Berlin (missbraucht von den Nazis für Propaganda) und 1972 in München (überschattet durch Attentat auf israelisches Team). Seitdem scheiterten mehrere Bewerbungsversuche aufgrund internationaler Konkurrenz oder innenpolitischen Widerstands.
Worum geht es in Baden-Baden?
Nach zuletzt mehreren gescheiterten Anläufen will sich der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) um die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben. Der Kandidat dafür soll an diesem Samstag auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Kurhaus Baden-Baden ausgewählt werden.
Im Anschluss wird das Ergebnis von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und DOSB-Präsident Thomas Weikert offiziell verkündet.
Zur Wahl stehen inzwischen nur noch München und die Metropolregion Rhein-Ruhr mit Köln im Zentrum. Berlin hat seine Bewerbung kurz vor der Abstimmung zurückgezogen. Nach ihrem Wahlsieg hatte sich die Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp gegen eine Kandidatur ausgesprochen. Sie kritisierte dabei die hohen Kosten der Bewerbung und stellte den Nutzen für Berlin in Zweifel. "Ich sehe keinen Vorteil", sagte sie.
Eine am Dienstag veröffentlichte Evaluierung des DOSB rechnete der Hauptstadt ohnehin die geringsten Chancen unter den Bewerbern zu. Davor war bereits Hamburg aus dem Rennen gegangen, nachdem die Bevölkerung im Mai gegen die Bewerbung votiert hatte.
Gibt es einen Favoriten?
Die Evaluierungskommission des DOSB sieht München minimal im Vorteil. Entscheidend ist aber die Abstimmung der Mitglieder. Dafür vergeben die olympischen Spitzenverbände, das DOSB-Präsidium und einige persönliche Mitglieder - darunter etwa Fußballnationalspieler Leon Goretzka - insgesamt 144 Stimmen.
Die Bekanntgabe vom Ergebnis können Sie übrigens live in der ARD verfolgen. Sie wird ab 13.45 Uhr im Ersten und bei der ARD-Sportschau im Livestream übertragen.
Was sagt die Politik zu dem Vorhaben?
Die Bundesregierung um Kanzler Friedrich Merz (CDU) befürwortet eine deutsche Bewerbung. "Wir investieren mit ihr in die Zukunft unseres Landes", sagte Merz vorab. Auch die aktuellen Landesregierungen in Bayern und Nordrhein-Westfalen haben ihre Unterstützung zugesagt.
Ein besonderes Anliegen ist die Kandidatur auch dem neuen Sportstaatsminister Ronald Rauhe, selbst Kanu-Olympiasieger von Tokio 2021. Bei seinem Amtsantritt Anfang des Monats forderte er eine Bewerbung, hinter der Sport, Politik und "vor allem die Menschen in unserem Land stehen". Rauhe warb dabei für eine "Generation Olympia" - "mit Kindern, die Vorbilder haben."
Wo liegt die internationale Konkurrenz?
Katar, Indien und die Türkei haben für 2036 bereits Interesse angemeldet. Beobachter rechnen zunächst den asiatischen Kandidaten gute Chancen zu, da die Spiele zuletzt mehrmals an westliche Metropolen vergeben wurden (Paris 2024, Los Angeles 2028, Brisbane 2032). Auch deshalb hat Deutschland sich bislang nicht auf ein konkretes Jahr festgelegt, in der Hoffnung, so seine Chancen zu erhöhen.
Womit will Deutschland punkten?
Beide deutschen Kandidaten werben mit nachhaltigen Spielen und setzen überwiegend auf bereits vorhandene Infrastruktur. Rhein-Ruhr will die Wettbewerbe dafür in der ganzen Region verteilen. Demnach könnten es mit mehr als 17 Millionen Tickets auch die zuschauerstärksten Spiele der Geschichte werden.
München wirbt auch mit kurzen Wegen und kann auf viel Erfahrung bei der Ausrichtung von Sportgroßereignissen verweisen. Erst vor wenigen Tagen wieder hat die Stadt den Zuschlag für das Fußball-Champions-League Finale 2028 und die Leichtathletik-WM 2031 bekommen. Die Segelwettbewerbe könnten übrigens in beiden Fällen nach Kiel oder Rostock-Warnemünde ausgelagert werden.
Wann gab es die Spiele zuletzt in Deutschland?
Deutschland hat bislang zweimal die Sommerspiele ausgerichtet, 1936 in Berlin und 1972 in München. Die Nazis missbrauchten das Weltereignis 1936 in erheblichem Maß zu Propagandazwecken. Eine neue deutsche Bewerbung für 2036, hundert Jahre danach, wird deshalb zum Teil kritisch gesehen. In jedem Fall käme ihr eine große historische Verantwortung zu, wie auch Bundespräsident Steinmeier vorab betonte.
München 1972 sollte eigentlich als die "heiteren Spiele" in die Geschichte eingehen, wurde aber durch ein Attentat auf das israelische Team überschattet. Elf Israelis und ein deutscher Polizist kamen dabei ums Leben.
Danach scheiterten mehrere deutsche Initiativen an der internationalen Konkurrenz oder am Widerstand der eigenen Bevölkerung.
Wie geht es nach der Abstimmung am Samstag weiter?
AI outlook — possibilities, not facts
München wird als Bewerberort für die Olympischen Spiele ausgewählt.
Likely · Within days
Die offizielle Bekanntgabe des Ergebnisses wird live in der ARD übertragen.
Very likely · Within hours
National coach Antonio Di Salvo says the controversial goal celebration gesture and the resulting suspension of Paris Brunner will not affect his assessment for the U21 European Championship qualification. Brunner, a newcomer to the DFB and a player from AS Monaco, made a throat-like gesture after a goal and was banned for two games. Di Salvo emphasizes Brunner's positive attitude and footballing quality ahead of the crucial qualifying games against Latvia, Malta and Georgia.
Hans-Joachim Watzke, first vice-president of the DFB and head of the DFL supervisory board, praises Jürgen Klopp as a national coach who is not only technically convincing, but can also create a spirit of optimism and a new self-esteem in the German national team and society. He emphasizes that Klopp is allowed to take a political stand as long as he remains politically neutral and defends his statement about national pride against right-wing radicals. Watzke talks about the need for patience, fresh players and your own style of play as well as structural challenges in football and FIFA under Gianni Infantino.
Munich and Cologne-Rhine-Ruhr are fighting for the German candidate for an Olympic bid in 2036, 2040 or 2044. The decision will be made today at the extraordinary general meeting of the DOSB in Baden-Baden. Munich scores with its existing infrastructure and political support, while North Rhine-Westphalia relies on sustainability and decentralized sports facilities. Both applications have strengths and weaknesses in terms of acceptance, logistics and image-political factors.
The Professional Darts Corporation has announced a new major tournament, the European Open in Salzburg, for 2027. The tournament will take place from June 18th to 20th, offers £750,000 in prize money and includes all 128 PDC professionals with tour cards. In addition, the European Championships in Dortmund will be expanded to six days and 48 participants, with one million pounds in prize money from 2027. The European Tour 2027 includes ten countries and, for the first time, a tournament in France.
Kimi Antonelli retired in the first qualifying round in Baku due to a serious accident, while George Russell took pole position. The race was brought forward to mark the day of remembrance of the victims of the Nagorno-Karabakh war.
National coach Jürgen Klopp praises U21 captain Tom Bischof for his strategic talent and two-footedness. Bischof should lead the U21s to the European Championship finals and at the same time recommend himself for the senior national team, with FC Bayern supporting the plan.