Duisburger Justizbeamte als Zeugen bei Mordanschlag in Düsseldorf
Zwei Beamte beobachteten Schüsse auf den Neffen eines bekannten Drogenbosses in der Düsseldorfer Innenstadt.
Quick Look
- Zwei Justizvollzugsbeamte aus Duisburg wurden Zeugen eines Mordanschlags auf den Neffen eines inhaftierten Drogenbosses in Düsseldorf.
- Das Opfer überlebte zehn Schüsse.
- Die Ermittler vermuten einen Bandenkrieg als Hintergrund der Tat.
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Why It Matters
Der Anschlag steht im Zusammenhang mit einem langjährigen Bandenkonflikt, der seinen Ursprung in der Türkei hat. Das Opfer ist der Neffe des in den Niederlanden inhaftierten Drogenbosses Hüseyin B.
Zwei Duisburger Justizvollzugsbeamte sind Zeugen des Mordanschlags auf der Düsseldorfer Kaiserstraße geworden. Dort waren zehn Schüsse auf den Neffen eines berüchtigten Drogenbosses abgefeuert worden. «Wir waren gerade auf dem Weg zum Gericht und standen vor einer roten Ampel im Stau», berichtete ein 53-jähriger Beamter.
«Während wir da standen, fielen schräg links vor uns die Schüsse. Zwei Männer schossen auf ein Taxi, rannten dann zu Fuß weg und ein Auto fuhr mit quietschenden Reifen davon», berichtete der Augenzeuge. «Wir haben einen Notruf abgesetzt und sind ausgestiegen, um Erste Hilfe zu leisten.»
«Das wirkte im ersten Moment total surreal», berichtete sein 36-jähriger Kollege. «Beide standen nebeneinander vor der Motorhaube des Taxis.» Ihre Gesichter hätten sie nicht erkannt, sagten beide Zeugen aus. Es habe sich um zwei Männer mittlerer Größe mit dunklen Haaren und Bart gehandelt.
Sie seien erst durch den Lärm der Schüsse auf sie aufmerksam geworden. Zuvor habe ein Auto links auf der für Autos gesperrten Fahrspur der Straßenbahnen überholt und sei vor dem Taxi eingeschert.
Am 30. Dezember 2025 waren in Düsseldorf auf einer Hauptverkehrsstraße zehn Schüsse auf einen Taxi-Fahrgast abgefeuert worden. Das 40 Jahre alte Opfer wurde von sieben Kugeln getroffen, überlebte aber dank Notoperation.
Das Opfer hatte vor der Tat an einer Kundgebung vor dem niederländischen Konsulat in Düsseldorf teilgenommen, bei der die Freilassung seines Onkels gefordert worden war: Der bekannte Drogenboss Hüseyin B., der in den Niederlanden seit rund 28 Jahren im Gefängnis sitzt, wird auch als «Pablo Escobar Europas» oder einfach «der Pate» bezeichnet.
Ermittler vermuten hinter dem Mordanschlag einen seit Jahren gewalttätig ausgetragenen Streit unter kriminellen Banden, der in der Türkei seinen Ursprung haben soll und sich von dort über Europa ausgebreitet hat. Die «Daltons» hätten sich mit weiteren Banden zusammengetan, um dem B.-Clan zuzusetzen, verriet ein Ermittler. Man gehe davon aus, dass dies auch der Hintergrund für die aufsehenerregende Bluttat in Düsseldorf sei.
Vor Gericht müssen sich drei Angeklagte verantworten: Zwei wegen versuchten Mordes und einer wegen Beihilfe.
What to Watch
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Gerichtsprozess gegen drei Angeklagte
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Open Questions
- Wer sind die Hintermänner der Tat?
- Wie ist der aktuelle Gesundheitszustand des Opfers?