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Das Treffen fand erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine 2022 statt. Die letzte Begegnung auf Außenministerebene hatte im Januar 2022 zwischen Annalena Baerbock und Sergej Lawrow in Moskau stattgefunden. Seitdem gab es zwar gemeinsame Teilnahme an internationalen Treffen, jedoch keine direkten Gespräche auf dieser Ebene.
New York. Inmitten schwerer Spannungen zwischen Deutschland und Russland haben sich die Außenminister der beiden Länder erstmals seit Beginn des Ukraine-Kriegs bilateral getroffen. Johann Wadephul (CDU) und Sergej Lawrow sprachen in New York am Rande der UN-Generaldebatte gut 20 Minuten miteinander. Eine Annäherung zeichnete sich nicht ab.
"Es war ein intensives Gespräch. Natürlich sind wir über wesentliche Punkte nicht einig geworden", sagte der CDU-Politiker dem ZDF nach dem Gespräch. Lawrow stellte den Nutzen des Austauschs demonstrativ infrage. Er habe nichts gehört, was nicht ohnehin den täglichen öffentlichen Äußerungen Berlins entspreche, sagte er auf eine Frage der Deutschen Presse-Agentur in New York. Er habe dem deutschen Außenminister gesagt: "Sie hätten mich einfach anrufen und mir sagen können "Lesen Sie meine Erklärung"".
Es ist das erste Gespräch auf dieser Ebene seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine 2022. Die damalige Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hatte sich im Januar 2022 mit Lawrow in Moskau getroffen. Seitdem waren deutsche und russische Regierungsvertreter zwar bei verschiedenen internationalen Treffen gemeinsam vertreten, direkte Gespräche auf Außenministerebene blieben jedoch aus.
Zum Inhalt der Gespräche hieß es aus deutschen Delegationskreisen, Wadephul habe Russland zur Deeskalation aufgefordert. Er habe betont, Vorfälle wie der Anschlagsversuch in Leipzig Anfang August oder weitere hybride Angriffe würden Deutschlands Entschlossenheit zur Unterstützung der angegriffenen Ukraine nicht erschüttern. Sie beeinträchtigten aber das ohnehin beschädigte deutsch-russische Verhältnis. Demnach machte Wadephul zugleich deutlich, dass er eine ernsthafte Bereitschaft der russischen Führung erwarte, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden.
Deutschland habe das Treffen am Vortag in "letzter Minute" angefragt, sagte Lawrow. Am Rande des UN-Treffens war auch eine andere Version zu hören. Lawrow habe der deutschen Seite - übermittelt durch dritte Staaten - Gesprächsbereitschaft signalisiert. Die deutsche Seite sei darauf zurückgekommen und Wadephul habe erstmals in ein Treffen eingewilligt.
Das Treffen in New York fand vor dem Hintergrund anhaltender Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs statt. Wadephul und Lawrow waren wegen der Generaldebatte der Vereinten Nationen in der US-Metropole.
Wadephul hatte erst vor wenigen Tagen seine Sorge vor einer weiteren Eskalation geäußert. Er warf Russlands Präsident Wladimir Putin angesichts zunehmender hybrider Attacken eine Eskalation der Aggression gegen Europa vor. "Russlands hybride Angriffe gegen diejenigen, die die Ukraine und das Völkerrecht unterstützen, haben eine neue Stufe erreicht", kritisierte er bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats.
Die Bundesregierung macht Russland für einen versuchten Drohnenanschlag am Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich und hat einen Sanktionskatalog gegen Moskau angekündigt. Dazu gehört die Kündigung des Vertrags für den Betrieb des Russischen Hauses in Berlin, das im Verdacht steht, als Kulturinstitut getarnt für Spionagezwecke zu dienen. Moskau wies die Vorwürfe zurück und kündigte Gegenmaßnahmen an. In der Folge ordnete Russland unter anderem die Schließung der Goethe-Institute im Land an.
Der Vizechef des russischen nationalen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, erklärte zudem, dass Deutschland sich mit seiner "russlandfeindlichen Politik" eine echte Bestrafung verdient habe. Konkret nannte der Ex-Präsident "direkte Schläge" gegen Rüstungsbetriebe in Deutschland, die Militärgüter an die Ukraine liefern.
Deutschland ist wichtigster Unterstützer der Ukraine, die sich seit mehr als viereinhalb Jahren gegen den russischen Angriffskrieg verteidigt und dafür Geld und Waffen von ihren westlichen Verbündeten erhält. Nachdem die USA ihre Unterstützung unter US-Präsident Donald Trump zurückgefahren haben, hat die Rolle Europas und insbesondere Deutschlands dabei an Gewicht gewonnen.
Wadephul sagte dem ZDF, er sei von zahlreichen Amtskollegen gebeten worden, offen für Gespräche mit Russland zu sein. Die Kollegen hätten geraten, "dass man zu irgendeinem Zeitpunkt auch wieder direkt miteinander reden muss". Zudem wolle er nicht, dass die Europäer den Amerikanern den kompletten Austausch mit Russland überließen. Selbstverständlich gelte weiterhin der Grundsatz, dass man nicht ohne die Ukraine über die Ukraine rede, so Wadephul.
Während das überraschende deutsch-russische Treffen für Aufmerksamkeit sorgte, ging die UN-Generaldebatte mit zahlreichen Reden weiter. Saudi-Arabien nutze den Auftritt dazu, erneut eine gebührenfreie Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu fordern. Kuba kritisierte die US-Sanktionen und militärischen Drohungen Washingtons in Richtung des Landes. China präsentierte sich erneut als Fürsprecher des Globalen Südens und einer multilateralen Weltordnung.
AI outlook — possibilities, not facts
Deutschland wird den Sanktionskatalog gegen Moskau umsetzen, einschließlich der Kündigung des Vertrags für den Betrieb des Russischen Hauses in Berlin.
Very likely · Within weeks
Russland wird Gegenmaßnahmen ergreifen, möglicherweise einschließlich weiterer Schließungen deutscher Kulturinstitute wie der Goethe-Institute.
Likely · Within weeks
Es werden weitere Gespräche auf Außenministerebene zwischen Deutschland und Russland stattfinden, obwohl keine unmittelbare Annäherung erwartet wird.
Possible · Within months
The CDU Mühlenbecker Land is demanding consequences from party leader Friedrich Merz, while Green leader Franziska Brantner is setting conditions for a Berlin coalition with the Left and the SPD. At the same time, church representatives are calling for a ban on the AfD, the SPD is pushing for a female candidate for federal president, and in Saxony-Anhalt, the AfD and BSW are negotiating the MDR and a Corona investigation committee. The Left Berlin has accepted exploratory talks with the Greens and the SPD.
Foreign Minister Johann Wadephul and Sergei Lavrov met in New York for the first time since the start of the Ukraine war. Despite intensive discussions, there were no signs of rapprochement. Wadephul called for de-escalation and serious Russian readiness to end the war, while Lavrov questioned the usefulness of the exchange and referred to previous statements.
Foreign Minister Johann Wadephul called on the United Nations to create guidelines for the safe and positive development of artificial intelligence before the UN General Assembly in New York. He emphasized that institutions must keep pace with technological advances and that AI should serve human dignity. He also called on Russia to negotiate an end to the war in Ukraine.

Foreign Minister Johann Wadephul met with his Russian counterpart Sergei Lavrov in New York on Saturday morning for a 20-minute conversation at the United Nations. Wadephul called on Moscow to abandon its course of escalation against Germany, Europe and NATO, while Lavrov accused Germany of militarism and revanchism and spoke against a permanent seat for Berlin on the UN Security Council. The meeting came after the attempted attack in Leipzig, which Germany attributed to the Russian GRU, and against the backdrop of European efforts to re-enter Ukraine negotiations. Lavrov also described several European states as being on the path of “neo-Nazism” and criticized the closure of the Russian consulate in Bonn. At the same time, CIA Director John Ratcliffe delivered the message in Moscow at the end of August that Russia was losing the war economically and should negotiate.

After a meeting between Russian Foreign Minister Sergei Lavrov and German Foreign Minister Johann Wadephul on the sidelines of the UN general debate, Lavrov was critical of Wadephul's appearance and claimed that he had expected concessions. Wadephul, however, emphasized the need for de-escalation and referred to the drone attack in Leipzig as an unacceptable escalation, while both sides remained divided over the war in Ukraine.
The Berlin SPD has unanimously decided to accept exploratory talks with the Left about possible government cooperation. A team of up to five people should lead the negotiations. An alliance with the CDU and the Greens also remains mathematically possible.