
Copernicus-Daten zeigen Rekordtemperaturen und anhaltende Erwärmungstrends
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Das 1,5-Grad-Ziel wurde 2015 auf der Klimakonferenz in Paris beschlossen, um katastrophale Folgen der Erderwärmung zu verhindern. Ein Überschreiten dieses Ziels wird als 'Overshoot' bezeichnet.
Das Jahr 2026 wird nach Angaben des EU-Klimadienstes Copernicus fast sicher die Marke von 1,5 Grad globaler Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Zeit reißen. Dies wäre das zweite Mal nach 2024, wie der Dienst mitteilte - als offiziell gerissen gilt das Ziel erst im mehrjährigen Durchschnitt.
Die Weltgemeinschaft wollte die Erderwärmung eigentlich auf 1,5 Grad Celsius begrenzen, um die katastrophalsten Folgen der Klimakrise abzuwenden. So wurde es auf der Klimakonferenz in Paris 2015 beschlossen.
Höchstwahrscheinlich werde 2026 das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen sein, schätzt Copernicus. Mit einer 20-prozentigen Wahrscheinlichkeit könnte das Jahr sogar den Rekordwert von 2024 übersteigen. Auch für den Vierjahresdurchschnitt des Zeitraums 2023 bis 2026 erwarten die Experten des Klimadienstes, dass er über 1,5 Grad liegen wird.
Der vergangene Monat war den Angaben zufolge weltweit der wärmste Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen. Die durchschnittliche weltweite Oberflächentemperatur lag laut Copernicus bei 15,35 Grad - das lag für den Monat um 1,75 Grad über der vorindustriellen Zeit. Es war der dritte Monat in Folge, der über der 1,5-Grad-Grenze lag. In Europa war es der zweitwärmste Oktober, nach dem Oktober 2022. Besonders hohe Temperaturen erreichte der vergangene Monat vor allem im Osten und Nordosten des Kontinents.
Auch für die Meerestemperatur vermeldet Copernicus Höchstwerte für einen Oktober: Demnach lag die Temperatur an der Wasseroberfläche zwischen den beiden 60. Breitengraden bei 20,95 Grad und übertraf damit den bisherigen Höchststand von Oktober 2023.
Im zentralen und östlichen äquatorialen Pazifik, der von dem Klimaphänomen El Niño besonders betroffen ist, stieg die Abweichung bis auf 3,21 Grad - ein historischer Höchstwert. Damit lag sie weit über der Temperatur bei den vergangenen starken El-Niño-Ereignissen, etwa in den Jahren 2015/2016 und 1997/1998.
Die Erwärmung der Meere trägt maßgeblich zum Korallensterben bei. Davon betroffen sind wiederum zahlreiche andere Arten, die in und mit Korallen leben.
"Ein außergewöhnlich starker El Niño heizt das durch menschliche Aktivitäten bereits erwärmte Klima weiter an", erklärte Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage. "Besonders bedeutsam ist, dass auch der Vierjahresdurchschnitt voraussichtlich 1,5 Grad überschritten wird, was verdeutlicht, wie anhaltend diese Phase globaler Erwärmung geworden ist."
Die Vereinten Nationen gehen mittlerweile auch offiziell davon aus, dass das angestrebte 1,5-Grad-Ziel gerissen wird - das nennt man "Overshoot". Weil dadurch jedoch drastische Klimaextreme und gefährliche Kipppunkte drohen, soll die Überschreitung nach Möglichkeit so kurz und gering wie möglich gehalten werden.
Risiken und Auswirkungen verstärkten sich mit jedem Bruchteil eines Grades und mit jedem Jahr, heißt es in einem Bericht des UN-Umweltprogramms UNEP von September.

According to the EU climate service Copernicus, global warming is expected to exceed 1.5 degrees in 2026. After the warmest October on record, science is warning of continued climate extremes.

China's CO2 emissions fell by an estimated 3.1 percent in the third quarter, according to an analysis. The main reasons are a decline in coal-fired power generation and oil consumption in transport due to increasing electromobility.

China's carbon emissions fell an estimated 3.1 percent year-on-year in the third quarter, an analysis by the Center for Research on Energy and Clean Air (Crea) shows. The reasons are less coal-fired power generation, falling oil consumption in transport and declining emissions in the cement and steel industries. The analysis appears shortly before the COP31 world climate conference in Antalya.

A Foodwatch report criticizes the fact that beverage companies such as Coca-Cola and Red Bull often extract groundwater in Germany for free or at ridiculous prices, while citizens in water-scarce regions are subject to restrictions.

The Allianz Green Transition Tracker study shows that the world, Germany and the EU will miss the goal of climate neutrality by 2050. China remains the largest greenhouse gas emitter with 30 percent of emissions, followed by the USA with eleven percent. Renewable energies overtook coal in global electricity generation for the first time in 2025.

The polar vortex over the North Pole could be disrupted earlier in November 2026 than at any time since measurements began. Experts see a window of opportunity for cold air outbreaks in Europe from the end of November to December; there is no guarantee of winter cold. The influence of climate change and the strong El Niño has not yet been scientifically clarified.