Evan Gershkovich: »Man hat mich nicht gefoltert«
Nach 491 Tagen in russischer Haft berichtet der US-Journalist über seine Erlebnisse, die Hintergründe seiner Verhaftung und den Gefangenenaustausch.
Quick Look
- Der US-Journalist Evan Gershkovich schildert seine 491-tägige Haft in Russland.
- Er beschreibt seine Verhaftung als gezielte Falle des FSB für einen Gefangenenaustausch und reflektiert über die psychische Belastung sowie seine Freilassung im Jahr 2024.
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Why It Matters
Evan Gershkovich wurde 2023 in Russland unter Spionagevorwürfen verhaftet und 2024 im Rahmen eines internationalen Gefangenenaustauschs freigelassen.
Evan Gershkovich, 34, ehemaliger Korrespondent des »Wall Street Journal« in Moskau, wurde am 29. März 2023 verhaftet und später wegen angeblicher Spionage zu 16 Jahren Haft verurteilt. Im August 2024 kam er im Zuge eines Gefangenenaustausches zwischen Russland, den USA und Deutschland frei.
Für Gershkovich, mehrere russische Oppositionelle und Deutsche wurden russische Agenten ausgetauscht, darunter der als »Tiergarten-Mörder« bekannt gewordene Wadim Krassikow, der 2019 einen Exil-Georgier in Berlin ermordet hatte. Gershkovichs Buch »Dieses verfluchte wunderschöne Land« erscheint diese Woche bei DVA.
Open Questions
- Wie verarbeitet der Journalist die langfristigen psychischen Folgen der Isolation?
