
Nach dem Bruch mit dem BSW-Bundesvorstand formieren sich Thüringer Abgeordnete neu und wollen die Minderheitsregierung stützen.
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Ex-BSWler und der Bundesvorstand hatten sich zuvor heftige Auseinandersetzungen über die Regierungsbeteiligung in Thüringen geliefert.
Mit diesem Schritt wurde der Weg für einen parlamentarischen Neuanfang der Abgeordneten ohne BSW-Parteibuch im Thüringer Parlament frei. Kurz nach dem Auflösungsbeschluss gründeten sie eine neue Fraktion – sie will zusammen mit CDU und SPD die Minderheitsregierung von CDU-Ministerpräsident Mario Voigt weiter mittragen.
Ex-BSWler um Vize-Ministerpräsidentin Katja Wolf hatten als Voraussetzung für die neue Fraktion im Eilverfahren eine neue Partei mit dem Namen „Thüringen.Gerecht“ gegründet. Diesen Namen trägt auch die neu gegründete Fraktion. Ihr gehe es um politische Stabilität, sagte Wolf. Der Fraktion gehören zehn Abgeordnete an, nur neun von ihnen seien auch Mitglied von Thüringen.Gerecht, sagte die neugewählte Fraktionsvorsitzende Sigrid Hupach. Alle Entscheidungen seien einstimmig gefallen. Hupach stand bereits an der Spitze der zerfallenen BSW-Fraktion.
Wolf und der Thüringer Landesverband hatten sich in der Vergangenheit mit dem BSW-Bundesvorstand und Parteigründerin Sahra Wagenknecht heftige Auseinandersetzungen um die Thüringer Regierungsbeteiligung und den Umgang mit der AfD geliefert.
Die BSW-Fraktion wird nun liquidiert. Dabei geht es unter anderem um die berufliche Zukunft von 22 Mitarbeitern sowie die Finanzen der ehemaligen Fraktion. Ursprünglich hatte die BSW-Fraktion, die zusammen mit CDU und SPD seit Ende 2024 die Thüringer Regierung trägt, 15 Abgeordnete. Zwei von ihnen bleiben in der Wagenknecht-Partei, drei weitere haben das BSW und die Fraktion Mitte vergangener Woche verlassen und gehören ebenfalls weiter dem Landtag an. Abgeordnete verlieren wegen ihres freien Mandats nach einem Parteiaustritt ihren Status nicht.
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